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Vorschau Rallye Großbritannien

Hirvonens Angriff

Foto: McKlein

Die Titel sind vergeben, dennoch ist beim Saisonfinale in Wales (1. - 3.12.) alle andere als Langeweile angesagt. Ford-Pilot Mikko Hirvonen darf endlich frei aufgeigen und will Teamkollege Marcus Grönholm bügeln, Manfred Stohl hat noch eine Rechnung mit Dani Sordo offen.

29.11.2006 Markus Stier

Nach zwei Jahren Verlegung in den Spätsommer (oder das, was man auf den britischen Inseln dafür hält), bildet der WM-Lauf in der walisischen Hauptstadt Cardiff wieder den gewohnten Saisonabschluss. Das Herbstwetter in Wales lässt sich nicht lumpen, eine Regenwahrscheinlichkeit zwischen 70 und 95 Prozent verspricht in den Wäldern nördlich vom Service-Park bei Swansea eine schöne Rutschpartie.

Die größten Ambitionen hat Ford-Mann Mikko Hirvonen, der die ganze Saison über den braven Adjutanten und Punktesammler im Schatten von Vize-Weltmeister Marcus Grönholm mimen musste. Nach dem vorzeitigen Gewinn der Marken-WM in Neuseeland hat Ford-Teamchef Malcolm Wilson den beiden Finnen freie Fahrt versprochen. Hirvonen will sich und der Welt nun beweisen, dass er nicht nur eine gute Nummer zwei im Team sein kann.

"Ich versuche zu gewinnen, aber ich weiß, dass ich dazu Marcus schlagen muss. Hoffentlich können wir sein Tempo mitgehen, und ihn so unter Druck setzen," sagt Hirvonen. Der Teamkollege freut sich schon auf das Duell: "Ich weiß, dass er sich in Wales beweisen will. Es wird auf alle Fälle viel Spaß machen."

Petter Solberg: "Attacke vom ersten Meter"

In Abwesenheit des weiterhin verletzten Weltmeister Sébastien Loeb mangelt es den Ford-Fahrern an Gegnern. Für Petter Solberg und die Subaru-Mannschaft ist Wales die letzte Gelegenheit, eine desaströse Saison zu einem versöhnlichen Abschluss zu bringen. "Die Sache ist ganz einfach: Ich mache vom ersten Meter an Attacke. Die Saison geht zu Ende, es gibt nicht zu verlieren", sagt der Norweger.

Für Subaru war der britische WM-Lauf immer ein gutes Pflaster. Hier holte Solberg seinen ersten WM-Sieg, hier krönte er sich 2002 zum Weltmeister. Die matschigen Waldwege lagen auch Reifenpartner Pirelli in den Vorjahren. Für die Italiener wird die Rallye zum Schwanengesang. Sie steigen danach aus der Rallye-WM aus.

Manfred Stohl: "Will wieder aufs Podium"

Auf Angriff stehen die Zeichen auch beim OMV-Peugeot-Team. Den Gewinn der M2-Herstellerwertung für Privatteams hat die Truppe von Jacky Bozian schon in der Tasche, nun wollen die Fahrer noch in der Tabelle aufrücken. Manfred Stohl liegt nur einen Zähler hinter Citroën-Nachwuchsstar Dani Sordo auf Rang fünf.

"Die Wales Rally GB liegt mir sehr gut. Ich mag die Bedingungen und weiß, dass ich dort sehr schnell fahren kann. Es ist gut, dass wir noch ein klares Ziel vor Augen haben. Dadurch bleibt die Spannung permanent aufrecht. Und natürlich möchte ich die Saison mit meinem vierten Podiumsplatz abschließen", sagt Stohl. Teamkollege Henning Solberg hat es ebenfalls auf einen Citroën-Fahrer abgesehen. Mit seinen 25 Zählern hat er den zweiten Xsara-Fahrer Xavier Pons (28 Punkte) beim Kampf um Rang sieben noch in Reichweite.

die Rallye Grobbritannien beginnt am Freitag (1.12.) in Swansea und führt über 17 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 356 Kilometern. Der Sieger erreicht das Ziel am Sonntag um 15:40 Uhr britischer Zeit (16:40 Uhr MEZ).

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