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Vorschau Rallye Jordanien

Höhen und Tiefen

Foto: McKlein 60 Bilder

Zum fünften Saisonlauf macht die Rallye-WM erstmals Station im Königreich Jordanien. Auf neuem Terrain nahe des Toten Meeres sucht Weltmeister Loeb seinen 40. WRC-Erfolg. Erzrivale Ford will das natürlich zu verhindern.

23.04.2008 Tobias Grüner

Mit der Rallye Jordanien erwartet die Piloten Neuland. Kleinere Rallye-Veranstaltungen in den Vorjahren gaben allerdings schon einen ersten Ausblick, was auf die Teams zukommt: Staubig-sandiger Schotter, Temperaturen um 30°C und Pisten, die bis zu 420 Meter unter Meereshöhe liegen. "Es kann aber immer Überraschungen geben, wenn man eine Rallye zum ersten Mal fährt", warnt Citroen Technik-Chef Xavier Mestelan-Pinon vor unvorhersehbaren Schwierigkeiten.

Schnelle Pisten

Freuen können sich die Piloten auf einen Leistungsschub aus den Brennkammern. Dank der sauerstoffhaltigen Luft in der Tiefebene am Toten Meer geben die Turbo-Aggregate noch ein paar Pferdestärken mehr frei als gewöhnlich. Allerdings führen einige der 360 Wertungskilometer auch in Regionen von bis 1.000 Meter Höhe. Für die Autos sollte die Rallye trotzdem nicht ganz so strapaziös werden: Die staubigen Pisten sind breit und schnell und der relativ ebene Untergrund erinnert die Fahrer fast schon an Asphalt.

Der einzige WRC-Pilot, der sich bereits auf den Pisten im Nahen Osten auskennt ist Khalid Al Qassimi. Der Araber trat im Rahmen der Nahost-Meisterschaft schon sechs Mal bei Läufen in Jordanien an. Einen großen Vorteil sieht der 36-Jährige allerdings nicht: "Leider sind vor der WM-Premiere 40 Prozent der Strecke verändert worden", beklagt der Ford-Pilot.

Loeb hofft auf Jubiläumssieg

So kommen für den Sieg wieder die üblichen Verdächtigen in Frage. Nach zwei Schotter-Siegen in Folge ist Tabellenführer Sebastien Loeb auch in Jordanien wieder der Mann, den es zu schlagen gilt. "Es wäre unser 40. WRC-Sieg", bemerkte der Elsässer in freudiger Erwartung. "Das ist zwar kein Ziel, dass ich besonders verfolge, aber es wäre doch eine schöne runde Zahl."

Das Ford-Lager werden Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala versuchen, den Rückstand in der Gesamtwertung zu verkürzen. Nach erster Analyse der Strecke sieht Hirvonen auch schon einen kleinen Vorteil: "Die Pisten sehen sehr schnell und fließend aus. Es ist wie Finnland ohne die Sprünge. Wenn das zutrifft sollte das gut für mich aussehen." Sein finnischer Landsmann Latvala will die neue Rallye dagegen vorsichtig angehen. "Jeder ist in der gleichen Situation, so dass bei der Streckenkenntnis keiner einen Vorteil hat." Besonderes Augenmerk will der Ford-Nachwuchsmann deshalb auf einen akribisch genauen Aufschrieb legen.

Nach den zwei zweiten Plätzen durch Chris Atkinson in Mexiko und Argentinien will auch Subaru wieder angreifen. "Wir wissen, dass die gleichen Jungs immer und überall schnell sein werden", sagte der Australier vor seiner Jordanien-Premiere. Für die Blau-gelben steht die Sicherung von Punkten auf dem Plan. Da sich der neue Impreza immer noch in der Testphase befindet, muss das japanische Team erneut mit dem bewährten Modell antreten.

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