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Vorschau Rallye Korsika

Grönholm will Rache

Foto: McKlein

Die Niederlage in Spanien hat weh getan. Ford will Citroën dafür bei deren Heimspiel in Korsika (6.-9.4.) bügeln. Dennoch gelten die französischen Titelverteidiger auch beim zweiten Asphaltlauf innerhalb von zwei Wochen als Favorit. Besonders sind die Augen auf Junior-Weltmeister Daniel Sordo gerichtet.

06.04.2006 Markus Stier

Ein Versagen der Turbolader soll anders als vor zwei Wochen in Spanien nicht mehr vorkommen. Die Ford-Mannschaft strotzt vor Selbstvertrauen. Zwar kassierte man durch die Technikpannen gegen Asphalt-König Sébastien Loeb eine schmerzhafte Niederlage, aber Marcus Grönholm bewies mit zehn von 16 Bestzeiten, dass der Ford Focus WRC zur Zeit das beste Auto im Feld ist.

"Wir haben in Spanien bewiesen, dass wir das richtige Paket haben, um Loeb zu schlagen", sagt Grönholm. "Ich freue mich darauf, mit ihm zu kämpfen, auch wenn das sein Heimspiel ist, und er die Strecken gut kennt." Grönholm mag die engen und extrem kurvenreichen Straßen lieber als die mittelschnellen, breiten Pisten von Katalonien. "Das sind viel eher richtige Rallyestrecken", sagt der Finne. Landsmann und Teamkollege Mikko Hirvonen ist ebenfalls bester Dinge: "Ich möchte aufs Podium fahren."

Dort würde auch Petter Solberg gerne stehen. Immerhin hat er auf Korsika 2003 einmal gewonnen. Doch die Subaru mit ihren Pirelli-Reifen sind nur bei Regen konkurrenzfähig. Dementsprechend hofft Solberg auf das unbeständige April-Wetter in den Bergen bei Ajaccio.

Daniel Sordo: "Ein wenig mehr Druck"

Die richtige Reifenwahl wird zum großen Thema, insbesondere deshalb, weil in drei Tagen nur zwölf Wertungsprüfungen mit 355 Kilometern zu absolvieren sind. Wer einmal verwachst, hat kaum Chancen, den Lapsus wieder gutzumachen.

21 World Rally Cars sind für den fünften WM-Lauf gemeldet. Neben Tabellenführer und Vorjahressieger Sébastien Loeb sind die Augen vor allem auf Daniel Sordo gerichtet. Dank seinem zweiten Gesamtrang in Spanien liegt der Junioren-Weltmeister auf dem dritten Tabellenplatz. "Es könnte vielleicht ein wenig mehr Druck auf mir lasten, aber als Zweiter hinter Sébastien ins Ziel zu kommen, ist einfach top. Ich weiß, dass ich ihn, oder Marcus, nicht schlagen könnte", sagt der 22-Jährige bescheiden.

Zu beachten sind beim Kampf um die Punkte auch Citroën-Teamkollege Xavier Pons und Stéphane Sarrazin im zweiten Werks-Subaru, der endlich wieder einmal Teamkollege Solberg schlagen will. Immerhin beendete Sarrazin den korsischen WM-Lauf in den letzten beiden Jahren auf den Plätzen sechs und vier.

Spannendes Duell der Junioren

Im Auge zu behalten sind auch die beiden Peugeot von Alex Bengue und WM-Rückkehrer Gigi Galli, sowie der Skoda von Francois Duval. Interessant ist, ob Manfred Stohl seinen Peugeot nach der schwachen Vorstellung in Spanien auf Korsika besser in den Griff bekommt. Red Bull-Skoda Neuzugang Harri Rovanperä geht dagegen ohne große Ambitionen an den Start. Der als Ersatz für den ausgestiegenen Gilles Panizzi berufene Finne soll sich lediglich an sein neues Sportgerät Fabia WRC gewöhnen.

Mit Spannung erwartet Teammanager Armin Schwarz dagegen das Duell der Junioren. Andreas Aigner unterlag in seiner erst dritten WM-Rallye seinem Markenkollegen Jan Kopecky in Spanien klar. "Dort kannte sich Kopecky sehr gut aus. In Korsika fährt er wie der Andreas zu ersten mal. Da wird es interessant, wer schneller ist", sagt Schwarz. Zudem findet das Duelle Aigner gegen den englischen WM-Neuling Matthew Wilson seine Fortsetzung.

Seine Karriere setzt Aaron Burkart fort. Nach dem tödlichen Unfall seines Copiloten Jörg Bastuck in Katalonien, nimmt Burkarts letztjährige Beifahrerin Tanja Geilhausen im Citroen C2- des OMV-Juniors platz.

Die Rallye wechselte nach einigen Jahren im Oktober nun wieder auf einen Frühjahrstermin. Die Streckenführung ist gegenüber 2005 nahezu unverändert. Die Veranstaltung beginnt mit dem zeremoniellen Start am Donnerstag (6.4.) und endet am Sonntagmittag um 13.50 Uhr in der korsischen Hauptstadt Ajaccio.

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