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Vorschau Rallye Korsika

Wer schlägt Loeb?

Foto: McKlein 38 Bilder

Nach nur vier Tagen Pause trifft sich der Rallye-Tross auf Korsika erneut zum Kräftemessen auf Asphalt. Die engen Serpentinenstrecken in den Hügeln der Mittelmeerinsel gehören zum Anspruchsvollsten, was der WRC-Kalender zu bieten hat.

11.10.2007

Bei nur noch vier ausstehenden Veranstaltungen geht die WRC so langsam in ihre entscheidende Phase. Nach dem Citroen-Doppelsieg in Spanien sind die beiden Dauerrivalen Marcus Grönholm und Sebastien Loeb an der Spitze des Klassements nur noch sechs Punkte voneinander getrennt. Im engen Asphalt-Geschlängel von Korsika will der Franzose nun die Aufholjagd fortsetzen.

Suzuki mit Debüt

Zu den drei Werksteams von Ford, Citroen und Subaru gesellt sich mit Suzuki erstmals in dieser Saison ein vierter Hersteller. Die Japaner geben in Korsika ihr Debüt mit dem neu entwickelten SX4 WRC ab. Pilotiert wird das Auto von Asphalt-Spezialist Nicolas Bernardi. Mit der "Tour de Corse" erwartet den Neuling allerdings direkt eine große Herausforderung.

Die Rallye der 10.000 Kurven, wie die Asphalthatz in den Hügeln der Mittelmeerinsel genannt wird, bietet einen welligen, griffigen und damit reifenmordenden Untergrund. Auch für die Piloten ist die Berg und Tal-Fahrt in den korsischen Serpentinen eine Tortur. Der ständige Wechsel von hartem Beschleunigen zu ebenso hartem Bremsen geht sowohl auf die körperliche wie auf die mentale Kondition.

Kein Raum für Fehler

Die G-Kräfte sind in Korsika so hoch wie nirgends im Rallye-Kalender. Auf längere Geraden wie noch in Spanien, müssen die Piloten verzichten. Verschnaufpausen sind selten. Dazu kommen die nie enden wollenden Spitzkehren. Monoton reiht sich eine Haarnadel an die nächste. Die engen Straßen und der nahe Abgrund lassen dabei nicht den geringsten Spielraum für Fehler.

Ein Meister dieser anspruchsvollen Strecken ist Sebastian Loeb. Der Elsässer kennt die schmalen Asphalt-Bänder bereits seit seiner Rallye-Junior Zeit und ist wieder einmal der haushohe Favorit auf den Sieg. Für Grönholm geht es erneut darum möglichst wenig Punkte auf seinen direkten Konkurrenten zu verlieren. Citroen will möglichst viele Autos zwischen Loeb und Grönholm bringen, und ist wie schon in Deutschland und Spanien gleich mit drei Spezialisten aufgestellt.

Duval soll Grönholm Punkte klauen

Neben den beiden Werksfahrern Loeb und Dani Sordo soll erneut Francois Duval den Druck auf Ford erhöhen. In Spanien war der Belgier zuletzt noch ohne Chance. Das Streckenprofil der Rallye Frankreich sollte dem alten Kronos Xsara allerdings deutlich besser liegen. Dass Duval auf Strecken mit Spitzkehren schnell unterwegs ist zeigte er bereits in Deutschland, als er Grönholm hinter sich lassen konnte.

Auch bei Subaru hat man sich intensiv auf die Rallye vorbereitet. "Wir haben auf den letzten Prüfungen in Spanien einige Setup-Veränderungen durchgeführt, nach denen sich das Auto deutlich besser anfühlte", gab der ehemalige Weltmeister Petter Solberg gewohnt optimistisch zu Protokoll. "Ich hoffe wir erwischen dadurch einen guten Start in die Rallye."

Unberechenbares Wetter

Das einzige, das alle Teams fürchten, ist Regen: "Das Wetter kann eine große Rolle spielen. Es gibt immer die Möglichkeit von unvorhersehbaren Schauern", sagt Solberg. Innerhalb kürzester Zeit kann das Wetter auf der Mittelmeerinsel umschlagen. Während es im Service-Park in der Hafenstadt Ajaccio noch sonnig ist, kann es auf den Prüfungen in den Bergen bereits schütten. Die Verlegung der Rallye vom April in den Herbst dürfte das Problem nicht gerade mildern.

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