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Vorschau Rallye Neuseeland

Matchball für Ford

Foto: McKlein 39 Bilder

Ford könnte sich am anderen Ende der Welt zum ersten Mal seit 1979 einen Rallye-WM-Titel angeln. In der Fahrerwertung geht es beim vorletzten WM-Lauf in Neuseeland (16. bis 20.11.) nur noch ums Prestige und die weiteren Plätze.

14.11.2006 Markus Stier

Der Weltmeister wird sich in Neuseeland auch die Ehre geben, aber nur als Zuschauer. Sébastien Loeb muss nach seinem komplizierten Armbruch Ende September bereits den dritten WM-Lauf in Folge auslassen, er wird aber am Training teilnehmen, um sich die Strecken für das kommende Jahr anzuschauen.

Die Rallye Neuseeland präsentiert sich nämlich 2006 in stark veränderter Form. Zum einen wanderte das Rallye-Zentrum von Auckland ins 130 Kilometer südlich gelegene Hamilton, zum anderen entsprechen zwei Drittel der Rallye nicht dem Streckenverlauf des letzten Jahres. Die Te Koraha-Prüfung, die am ersten Tag zwei Mal absolviert wird, ist mit 43,88 Kilometern die längste der kompletten Weltmeisterschaft. Erstmals findet die Rallye im November statt. In Neuseeland ist Frühling, die Teams rechnen mit kühlen Temperaturen und Regen.

Hirvonen mit gebremstem Schaum

Der käme Ford-Mann Marcus Grönholm ganz gelegen. Der Finne muss in Abwesenheit des Tabellenführers Loeb als Erster auf die Schotterstraßen und den Straßenkehrer für die Nachfolgenden spielen. Bei Nässe verbindet sich der lose Schotter an der Straßenoberfläche besser mit dem Untergrund.

Lust am Gewinnen hat auch Teamkollege Mikko Hirvonen nach seinem ersten WM-Erfolg in Australien bekommen. Doch nach Herzenslust angreifen darf er nicht. Zu wichtig ist die Sicherung des Marken-WM-Gewinns. Seit 25 Jahren ist Ford kein Titel-Gewinn im Rallyesport mehr gelungen, obwohl kein anderer Hersteller so regelmäßig im höchsten Rallye-Championat antrat.

Alles andere als ein vorzeitiger Titelgewinn beim vorletzen WM-Lauf wäre allerdings eine große Überraschung. Bei 16 Punkten Rückstand müsste die gegenüber Ford nicht allzu schlagkräftige Fahrerpaarung Xavier Pons und Dani Sordo schon einen Doppelsieg herausfahren um das Rennen offen zu halten.

Unnötige Abflüge wie in Australien sollte sich Rallye-Favorit Grönholm allerdings nicht leisten. "Ich muss einfach vorsichtiger sein, als bei der letzten Rallye in Australien, als ich den Unfall baute. Solche dummen Fehler dürfen mir einfach nicht mehr unterlaufen."

Chance für Solberg

Zu seinem 32. Geburtstag am kommenden Samstag würde sich Petter Solberg gern seinen ersten Saisonsieg schenken, aber nach einem ziemlich durchwachsenen Jahr ist der Norweger bescheiden geworden. "Ich würde natürlich so schnell wie möglich wieder gewinnen können, aber wir müssen die Dinge Schritt für Schritt angehen," sagt Solberg zähneknirschend. Zuletzt ärgerte er sich, dass ein überarbeiteter Impreza vermutlich erst zum Frühjahr 2007 verfügbar sein wird.

Immerhin profitiert Solberg davon, dass er am ersten Tag als Vierter auf der Strecke optimale Pistenverhältnisse vorfinden dürfte. Einen Sieg dürften die meisten im Rallye-Zirkus dem Norweger gönnen, nicht so Manfred Stohl. Der Österreicher liegt in der Fahrer-Wertung als Fünfter neun Zähler vor dem Ex-Weltmeister.

Nach viel Aufheben um eine mögliche Formel 1-Karriere zeigt sich Moto-GP-Superstar Valentino Rossi in Neuseeland nach langer Zeit wieder einmal im Rallye-Auto. Fans und Fahrer sind gespannt, zu welchen Leistungen "Der Doktor" in einem vom Werksteam vorbereiteten Subaru Impreza fähig ist.

Die Rallye Neuseeland beginnt am Donnerstag (16.11.) mit dem zeremoniellen Start und endet nach 17 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 358 Kilometern am Sonntagmittag (20.11.).

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