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Vorschau Rallye Sardinien

Großes Feld und kleine Brötchen

Foto: McKlein 25 Bilder

Auf der italienischen Mittelmeerinsel beginnt mit der Rallye Sardinien (18.-21.5.) die europäische Schottersaison. Ford und Subaru wollen die Loeb- und Citroën-Monotonie nach vier Niederlagen in Folge endlich beenden. Doch die Kampfansagen sind deutlich leiser geworden.

16.05.2006 Markus Stier

52 Prozent der Streckenführung rund um die Hafenstadt Olbia sind neu. Der Veranstalter hat sich bemüht, einige der schmalsten Schotterpfade aus dem Programm zu streichen. Die Fahrer klagen auf der Mittelmeerinsel regelmäßig über die engen Strecken, die weder große Driftwinkel, noch den kleinsten Fehler zulassen, da beiderseits der Piste meist beachtliche Felsblöcke lauern.

Die erste Schotter-Rallye des Jahres auf europäischem Boden erfreut sich insbesondere bei den Privatfahrern großer Beliebtheit. 81 Teilnehmer haben sich eingeschrieben, das ist Saisonrekord.

Ford nie besser als Platz fünf

Den größten Druck hat an der Costa Smeralda das Ford-Team. Nach regelmäßigen Pannen und einer Null-Nummer in Argentinien soll endlich wieder ein Sieg her. Die Statistik ist verheerend: Besser als auf Rang fünf ist Ford auf Sardinien noch nie im Ziel eingelaufen, Mikko Hirvonen hat das Ziel in Porto Cervo überhaupt noch nie gesehen.

Beim vergangenen WM-Lauf in Argentinien hatte Ford-Star Marcus Grönholm ebenso wie Subaru-Speerspitze Petter Solberg noch getönt, dass nur der Sieg zähle. Als Weltmeister Sébastien Loeb zum vierten Mal in Folge als Sieger einlief, schrieben die Gegner den Titelkampf schon zehn Rallyes vor Saisonende nahezu ab. "Ich will ordentlich Punkte mitnehmen und mein Ziel ist natürlich ein Sieg. Aber man muss bedenken, dass unser Auto immer noch sehr neu ist. Das wird der erste Einsatz auf Sardinien für den Focus RS sein, und ich bin sicher, wir lernen das Auto während der Veranstaltung besser kennen.

Petter Solberg spricht sich nach dem harzigen Saisonverlauf gebetsmühlenartig vor: "Wir müssen beweisen, dass wir gewinnen können, wenn alles gut läuft. Wir müssen gewinnen." Subaru-Sportdirektor Luis Moya ist die Siegesserie von Weltmeister Loeb schon unheimlich. Der Spanier glaubt aber: "Das ist auch Glückssache. Wenn dich das Glück verlässt, sieht es schnell ganz anders aus. Plötzlich fährst du gegen den Stein, den zuvor noch die anderen getroffen haben."

Rovanperä überschlägt sich bei Test

Mit 21 Zählern Vorsprung auf den zweitplatzierten Grönholm kann Sébastien Loeb den Wettbewerb in Italien ganz locker angehen. Auch in der Teamwertung liegt Kronos-Citroën mit 69 zu 57 Punkten gegenüber Ford halbwegs komfortabel vorn.

Druck macht sich dagegen Gigi Galli bei seinem Heimspiel. Der Italiener will im von Pirelli finanzierten Peugeot 307 wie in Argentinien unbedingt aufs Podium fahren. Auf ein gutes Ergebnis hofft auch das Red Bull-Skoda-Team nach zweieinhalb Testtagen auf Sardinien. Kleiner Schönheitsfehler: Harri Rovanperä legte einen Fabia WRC mit Schwung aufs Dach. Ansonsten fand der Finne den Test vor seinem Schotterdebüt für Skoda "sehr aufschlussreich."

Sehr aufgeregt dürfte Teamkollege Andreas Aigner sein. Der österreichische Youngster bestreitet am kommenden Wochenende seine erste Schotterrallye mit einem WRC-Auto. "Ich bin voll motiviert und hoffe zumindest bei meiner unmittelbaren Konkurrenz die Nase vorne zu haben." Gemeint sind der tschechische Markenkollege Jan Kopecky und Ford-Junior Matthew Wilson.

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