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Vorschau Rallye Schweden

Ford-Sieg ist Pflicht

Foto: McKlein 44 Bilder

Nachdem sich die Rallye Monte Carlo ungewöhnlich schnee- und eisfrei präsentiert hat, kommen die Piloten in Schweden (7.2. bis  10.2.) endlich in den Genuss der weißen Pracht. Für Ford-Pilot Mikko Hirvonen bietet sich dabei die große Chance, Sebastien Loeb zu schlagen.

06.02.2008

Die skandinavischen Winter sind hart. Und pünktlich kurz vor dem Rallyestart legte das Wetter noch einmal einen Gang zu und bedeckte die 320 WP-Kilometer mit einer dicken Lage Pulverschnee. Für die neuen Pirelli-Einheitsreifen in der M+S-Ausführung bedeutet das Schwerstarbeit. Vor allem an der harten Schicht aus Eis und gefrorenem Schotter, die sich unter der losen Schneeauflage befindet, wird sich der spikebesetzte "Sottozero" sicher einige Zähne ausbeißen.

Skandinavier in der Favoritenrolle

Nach der Asphalt-Monte haben die Piloten nur wenig Zeit sich an die winterlichen Wege in der Region Värmland zu gewöhnen. Wie jedes Jahr steht in Schweden das Duell der Skandinavier gegen den Rest der Welt im Mittelpunkt, welches die Nordeuropäer in der Vergangenheit dominierten. In der 45-jährigen Geschichte gab es nur eine einzige Ausnahme: 2004 konnte sich mit Sebastien Loeb nur ein Südeuropäer den Lorbeerkranz umhängen.

Vor allem das Ford-Team will dafür sorgen, dass sich solch ein Ausrutscher dieses Jahr nicht wiederholt. In Schweden bietet sich für Mikko Hirvonen die größte Chance des Jahres, seinen Citroen-Rivalen zu schlagen. Der Finne spielt seine Favoritenrolle allerdings mit typisch skandinavischen Understatement herab: "Es gibt mehrere potenzielle Gewinner. Und ich bin einer davon."

Auch sein Teamkollege Jari-Matti Latvala gehört zu den Sieg-Kandidaten. Das 22-jährige Talent freut sich bereits auf seinen vierten Schweden-Auftritt. "Eine richtige Winter-Rallye bedeutet immer viel Spaß. Die Bedingungen verzeihen auch mal Fehler und das Auto bewegt sich noch öfter seitwärts als auf Schotter." Dritter Mann bei Ford ist Khalid Al Qassimi. Für den wüstenerprobten Piloten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten geht es bei seiner ersten Anlauf auf Schnee wohl nur darum, sich schnell zu akklimatisieren und anzukommen.

Jubiläum für Super-Seb

Der große WM-Favorit Sebastien Loeb will in Schweden dagegen wertvolle Punkte für das Gesamtklassement sammeln. Bei seinem 100. Start in der Rallye-WM muss der Franzose allerdings als erster auf die Bahn und somit den Schneeräumer spielen. Dementsprechend dämpft Super-Seb die Erwartungen: "Natürlich wäre es schön, wenn wir unser Jubiläum mit einem Sieg feiern könnten, aber es ist auch wichtig in beiden Meisterschaften Punkte zu sammeln."

Für seinen Teamkollegen Dani Sordo beginnt die Schweden Rallye mit einem ganz anderen Handicap: Der Spanier bekam von der FIA eine Fünf-Minuten-Strafe aufgebrummt, weil sein Team in Monaco den defekten Motor austauschte. Von Sordos Pech könnte erneut Subaru profitieren. Vor allem Petter Solberg will endlich wieder vorne mitmischen, nachdem er bei der Monte deutlich von seinem eigenen Teamkollegen Chris Atkinson geschlagen wurde. Es dürfte für den Sieger von 2005 allerdings schwer werden, mit dem alten Impreza aus eigener Kraft das Podest zu erreichen.

Noch schwieriger wird es für Suzuki. Das vierte Werksteam bestreitet in Schweden seine erste WRC-Schnee-Rallye überhaupt. Trotzdem wollen die Japaner - wie schon in Monte Carlo - wieder in die Punkte. Dabei hilft sicherlich auch die Schnee-Erfahrung des Fahrerduos P-G Andersson und Toni Gardemeister. Ein Konkurrent um WM-Zähler ist dabei das Stobart Team. Für die private Ford-Mannschaft treten in Schweden Gigi Galli, Matthew Wilson und Henning Solberg an. Francois Duval muss trotz eines beachtlichen vierten Platzes bei der Monte nur zuschauen.

Nittel hält deutsche Fahne hoch

Auch ein deutscher Pilot ist wieder am Start: Uwe Nittel hat in Schweden seinen ersten Auftritt in der Produktionswagen-WM (PWRC). In einem seriennahen Mitsubishi Lancer tritt der 38-Jährige nach acht Jahren Pause erstmals wieder bei einem WM-Lauf an. Insgesamt will Nittel zusammen mit Co-Pilot Detlef Ruf sechs Rallyes in dieser Saison bestreiten.

Die Strecke dürfte für alle Piloten Neuland bedeuten. Der Service-Park zog von Hagfors nach Karlstad um. Auf der örtlichen Trabrennbahn startet die Rallye bereits am Donnerstagabend (7.2.) mit einer Zuschauer Super Special. Auch die meisten der 20 WPs sind neu. Nur sechs Prüfungen wurden aus dem Vorjahr übernommen.

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