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Vorschau Rallye Schweden

Schlagabtausch im hohen Norden

Rallye WM 2013 Schweden VW Polo WRC Foto: VW 20 Bilder

Gleich vier Fahrer auf drei verschiedenen Marken drängeln sich auch dem Favoritenstuhl für den zweiten WM-Lauf. Citroen bläst zur Attacke, VW dämpft die Erwartungen.

07.02.2013

Trotz ausgiebiger Tests in Schweden und trotz eines zweiten Platzes bei der Auftakt-Rallye in Monte Carlo will bei Neueinsteiger Volkswagen niemand von einem Sieg in Schweden sprechen. Sébastien Ogier hat auf den extrem schnellen Waldprüfungen in der Provinz Värmland noch wenig Erfahrung, Teamkollege Jari-Matti Latvala muss seinen Austritt in Monte Carlo verdauen und hat den klaren Auftrag, das Auto ins Ziel zu bringen. "Das Ziel ist, unter die besten Fünf zu fahren", stapelt der Finne tief, gibt aber zu, dass die etwa 600 Testkilometer Grund zur Zuversicht bieten und das Setup für den sehr speziellen WM-Lauf im hohen Norden bereits gut funktioniert. Aber ob es ihm passt oder nicht, als Vorjahressieger gehört Latvala zum Favoritenkreis.

Loeb ist immer Mitfavorit

Die Experten haben natürlich auch Monte-Carlo-Sieger Sébastien Loeb auf dem Zettel, der motiviert wie lange nicht mehr an den Start geht. Der Franzose hat zwar 2004 als einziger Nicht-Skandinavier bereits in Schweden gewonnen, aber das zählt für ihn nicht so richtig: "Da hatten meine Konkurrenten Probleme", sagt der Rekord-Weltmeister. Bei seiner nur vier Rallyes umfassenden Abschiedstournee wollte Loeb daher Schweden unbedingt im Plan haben, auch wenn sich der erfolgreichste Rallye-Fahrer aller Zeiten in den letzten Jahren regelmäßig schwertat. Große Mühe mit den wechselnden Bedingungen hatte Teamkollege Mikko Hirvonen noch in Monte Carlo, aber der Finne im Citroën-Dienst hat bereits zwei Schweden-Siege auf der Haben-Seite. Aber Hirvonen muss an den Titelkampf denken, während Loeb frei aufgeigen kann.
 
Nicht zu unterschätzen ist auch das Ford-Team M-Sport, dem Schweden mehr liegt als jede andere Rallye. In den vergangenen sechs Jahren saß der Sieger immer in einem Ford. Heißestes Eisen im Feuer ist der Norweger Mads Östberg, der mit dem Sieg der norwegischen Finnskog-Rallye eine Woche zuvor bereits unter Ernstfall-Bedingungen testen konnte. Obwohl er erst einen WM-Sieg vorweisen kann, hat der Norweger kein Problem mit dem Favoriten-Status: "Ich kann damit umgehen, und wenn du hier schon zwei Mal auf dem Podium standest, muss das auch der Anspruch sein."

Schweden ist Spike-Gebiet

In Schweden fahren die Autos auf Spike-Reifen, die selbst auf eisglatter Piste mehr Grip bieten als die Fahrer auf mancher Schotter-Rallye vorfinden. 384 Wolfram-Stifte krallen sich auf den 22 Prüfungen nördlich des Startortes Karlstad ins Eis. Allerdings kam der Schneefall erst eine Woche vor der Rallye. Die Temperaturen sind mit minus zwei bis minus sechs Grad am Wochenende kalt genug, allerdings erwarten die Fahrer, dass bei den zwei Mal gefahrenen Strecken im zweiten Durchgang die Eisdecke aufbrechen und der Schotter durchkommen wird, der den Spikes nicht guttut.
 
Die Rallye beginnt am Donnerstagabend (7.2.) mit der traditionellen Superspecial auf der Trabrennbahn in Karlstad. Nach zwei Tagen rund um den Servicepark in Hagfors überquert der Tross am finalen Sonntag die Grenze nach Norwegen und fährt dort fünf Prüfungen, bevor die finale Powerstage im schwedischen Thorsby ansteht. Mit insgesamt 338 Prüfungskilometern zählt Schweden trotz vier Rallye-Tagen eher zu den kürzeren WM-Läufen.

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