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Vorschau Rallye Türkei

Alles läuft für Loeb

Foto: McKlein

Das Citroen-Team hat beim siebten WM-Lauf rund um die Ferienhochburg Kemer die besten Karten. Egal ob Auto, Reifen, Wetter oder Teamkollege. Zur Zeit läuft alles für das Weltmeister-Team. Die Hauptgegner Peugeot und Subaru hoffen auf bessere Reifen als zuletzt.

01.06.2005

"Im letzten Jahr hat es hier geregnet, da war meine Startposition kein Nachteil", sagt Sébastien Loeb, der mit einem Polster von elf Punkten vor Petter Solberg und Markko Märtin in die Türkei gereist ist. Es sieht aus, als würde sich das Spiel wiederholen. Wieder ist Loeb der erste auf der Strecke, und wieder regnet es im Taurus-Gebirge an Anatoliens Mittelmeer-Küste.

Statt einigermaßen glatter und leicht lehmiger Schotterpisten erwartet die Fahrer eine Schlammschlacht mit gut gefüllten Wasserdurchfahrten, wenn sich das Wetter nicht ändert. Statt wie gewohnt über 30 Grad Celsius, müssen sich die Mittelmeerurlauber mit 22 Grad begnügen. Die niedrigen Temperaturen sind dagegen gut für die Rallye-Teams. Die Motoren werden auf den bis zu 1.800 Meter über Meeresniveau führenden 17 Prüfungen nicht so belastet wie zuvor in Zypern.

Als Favorit muss einmal mehr das Citroen-Team gelten. Bei bisher zwei ausgetragenen WM-Läufen in der Türkei gewannen beide Male die Franzosen - einmal mit Weltmeister Loeb (2004) und im Jahr davor mit Carlos Sainz, der nach der Suspendierung von Francois Duval sein Comeback gibt. Sainz soll nach acht Monaten Rallye-Pause seinen Xsara sicher ins Ziel bringen und Punkte sammeln, denn Teamchef Guy Fréquelin will endlich die PSA-Schwester Peugeot von Platz eins der Marken-Wertung verdrängen.

Fast alle Teams haben vor der Rallye Türkei getestet. So herrscht von Schlusslicht Skoda, wo einmal mehr Armin Schwarz und Janne Tuohino antreten bis Ford, wo Toni Gardemeister von einer Podiums-Platzierung träumt, Zuversicht. "Bei den letzten Rallyes hatten wir einfach Pech, dass es nicht geklappt hat", sagt der Finne.

Was soll da erst Marcus Grönholm sagen, der in Zypern in der ersten Prüfung mit Motorschaden ausschied. Bei Peugeot ist die Stimmung ebenso wie bei Subaru eher angespannt. Reifenpartner Pirelli liefert einen neuen Gummi, doch niemand kann vorher abschätzen, wie stark die bisher dominanten Michelin in der Türkei sind. Durch das unerwartet kühle und feuchte Wetter sind Fehlgriffe in der Reifenkiste nicht auszuschließen. Zumindest Loeb hat Grönholm auf der Liste der gefährlichen Gegner: "Die Zwischenzeiten, die Marcus bis zum Ausfall in Zypern gefahren ist, waren sehr gut."

Wegen organisatorischer Schwierigkeiten sagte der Veranstalter die am Donnerstagabend auf dem Universitätsgelände von Antalya geplante Superspecial-Prüfung ab. Da man sich an gleicher Stelle für die kommenden Tage die Installation eines Flutlichts ersparen wollte, zog man kurzerhand am Freitag und Samstag den Zeitplan um zwei Stunden vor, damit die Stars die letzte Tagesprüfung noch bei Tageslicht absolvieren. Die Rallye dürfte am Samstagabend entschieden sein, am Sonntag stehen nur noch zwei Prüfungen auf dem Programm.

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