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Vorschau Rallye Türkei

Solberg in der Favoritenrolle

Foto: McKlein

Ford fürchtet die Hitze, Peugeot die Strecke und Citroen die Startposition. Furchtlos geht allein die Subaru-Mannschaft zum siebten WM-Lauf in die Türkei.

23.06.2004

Weltmeister Petter Solberg kennt die Rallye Türkei nicht besonders gut. Im Vorjahr flog er schon am ersten Tag raus, dennoch ist der Norweger für den kommenden WM-Lauf (24. bis 27.6.) voller Zuversicht: "Ich bin in Topform und habe in Griechenland viel gelernt. In der Türkei versuche ich, noch einen Tick schneller zu sein, auch wenn meine fehlende Erfahrung hier sicher ein Nachteil ist."

Der Tabellenzweite ist der einzige Spitzenfahrer, der in dieser Saison bei jeder Rallye in die Punkte fuhr. Von den letzten drei Rallyes gewann er zwei. Auf grobem Schotter ist sein Impreza mit Pirelli-Reifen erste Wahl. Da der 2004 zum zweiten Mal ausgetragene türkische WM-Lauf in der Charakterisitk der vorangegangenen Rallye Akropolis sehr ähnelt, ist Solberg der Favorit.

Christian Loriaux: "Türkei stellt alles in den Schatten"

Beim Ford-Team, wo man gern die Führung in der Marken-WM von Citroen zurückerobern möchte, fürchtet Technik-Chef Christian Loriaux vor allem die Hitze: "In Zypern war es schon heiß, in Griechenland war es kühler als gewöhnlich, die Türkei wird alles in den Schatten stellen." Auch wenn Loriaux versichtert, man habe gegen die Hitze im Focus WRC vorgesorgt, ist das Ford-Team doch in Sorge. Die Cosworth-Motoren sind hitzeempfindlich und die Aerodynamik des Focus sehr staubanfällig.

Auf die Zuverlässigkeit seines Sportgerätes und seiner selbst hofft Peugeot-Star Marcus Grönholm: "Die letzten zwei Rallyes waren echte Albträume. Nach Zypern führte ich die WM an, dann nahm man mir den Sieg, und plötzlich war ich nur noch Vierter. In Griechenland kann ich nur mich selbst verantwortlich machen. Grönholm, der in Zypern wegen illegaler Wasserpumpe am 307 disqualifiziert wurde und in Griechenland von der Strecke flog, hält die Rallye Türkei für die härteste Rallye des Jahres. Peugeot hat bewiesen, dass der 307 Nehmerqualitäten hat, dennoch wäre das Team von Sportchef Corrado Provera froh, wenn es die Autos gut ins Ziel bringt.

Loeb als Straßenfeger chancenlos?

Keine Siegchancen rechnet sich Tabellenführer Sébastien Loeb aus. Er muss als Erster auf die Strecke und kalkuliert auf der ersten Etappe einen zu großen Zeitverlust ein: "Es hängt ein bisschen von der Strecke ab. Sicher hat der Veranstalter die Straßen wieder instand gesetzt, das ist immer ein Nachteil. Wenn du der Erste auf der Straße bist, ist es eben rutschiger." Kaum jemand hat Loebs Teamkollege auf der Rechnung, dabei hieß der Sieger 2003 in der Türkei Carlos Sainz.

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