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Vorschau Rallye Zypern

Das große Staubfressen

Foto: McKlein 25 Bilder

Die Rallye rund um Limassol (12.-15.5.), auf dem griechischen Teil der Mittelmeer-Insel Zypern ist die kurvenreichste im kompletten WM-Zirkus. Auf den rupppigen Schotterpfaden in den Troodos-Bergen steigt die Durchschnittsgeschwindigkeit kaum über 65 km/h. Bei den Fahrern ist Zypern nicht gerade der beliebteste WM-Lauf.

11.05.2005

Am kleinsten dürfte die Liebe bei Tabellenführer Sébastien Loeb sein, der mit sienem Citroen als Erster auf die Piste muss. Er wird zumindest am ersten Vormittag für die Nachfolgenden den Straßenkehrer spielen. Doch auch der felsige Untergrund unter dem feinenn Schotter macht dem Weltmeister keinen Spaß: "Ich hoffen, die Prüfungen sind nicht in dem gleichen bemitleidenswerten Zustand wie im Vorjahr."

Auch für Peugeot-Star Marcus Grönholm ist Zypern nicht das Traumziel, aber der Finne geht extrem motiviert auf die Reise. Als Dritter auf der Strecke hat er keine schlechte Startposition. Zudem gewann er im Vorjahr - bis die Stewards Peugeot wegen nicht legaler Wasserpumpen aus der Wertung nahmen.

Reifen sind entscheidend

Die entscheidende Frage für Peugeot wie für Mitfavorit Petter Solberg im Subaru wird sein, ob Reifenpartner Pirelli auf Zypern besser präpariert ist, als bei den vergangenen Schotter-Rallyes in Neuseeland und Sardinien, wo man gegen die Michelin-bereiften Citroen alt aussah. Vor allem auf Sardinien kamen die Fahrer regelmäßig ohne Profil aus den Prüfungen.

Das Gerüttel über die felsigen Pisten stellt extreme Anforderungen an die Haltbarkeit der Technik. Vor allem das Fahrwerk hat einiges zu schlucken, aber auch die Differenziale leisten angesichts ständigen Schlupfs Schwerstarbeit. Ein großes Problem ist auch das Thema Kühlung. Wegen des schwachen Luftstroms bei niedrigem Tempo müssen die Fahrer schwitzen und die Motoren leiden. Zudem setzt sich feiner Staub in alle Ritzen. Zuweilen bahnt er sich auch den Weg in den Motor.

Skoda: Hoffnung auf pannenfreie Rallye

Von einer hohen Ausfallquote an der Spitze träumen Skoda und Mitsubishi. Die finanzschwachen Teams reisten ohne Testfahrten nach Zypern. Dennoch ist man bei Skoda optimistisch: "Wir haben am ersten Tag in Sardinien gesehen, dass raues Terrain unseren Autos liegt", sagt Martin Mühlmeier. Nur auf die Defekte des zweiten Tages würde der Teamchef dieses Mal gerne verzichten.

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