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Vorschau Rallye Zypern

Vorzeitige Titelvergabe?

Foto: McKlein 29 Bilder

In der Marken-Wertung ist die Schlacht zwischen Citroën und Ford noch komplett offen, doch mit etwas Glück kann sich Citroëns Superstar Sébastien Loeb auf der Mittelmeerinsel vorzeitig den Titel in der Fahrer-Wertung sichern.

20.09.2006 Markus Stier

31 Punkte trennen Sébastien Loeb vom zweitplatzierten Marcus Grönholm in der Fahrertabelle. Beim zwölften WM-Lauf auf der Mittelmeerinsel Zypern könnte der Franzose bereits seinen dritten Titel in Folge einfahren. Sollte Loeb gewinnen und Kontrahent Marcus Grönholm im Ford maximal Sechster werden, wäre Loeb Weltmeister. Grönholm könnte allenfalls bei vier verbleibenden Rallyes mit vier Siegen (bei vier Loeb-Ausfällen in der Anzahl der Punkte und Siege gleichziehen, aber Loeb hat mehr zweite Ränge (4:2) zu bieten als Grönholm und wäre damit alter und neuer Weltmeister.

Aber der Vorjahressieger denkt angesichts seines riesigen Vorsprungs in Zypern nur in zweiter Linie an den Titel: "In den letzten Jahren war der Xsara auf Zypern siegfähig, ich werde auch in diesem Jahr versuchen einen weiteren Sieg einzufahren", sagt der Elsässer.

Zypern ist die Rallye mit dem niedrigsten Durchschnittstempo in der WM (unter 70 km/h). Fahrer und Autos stöhnen unter Hitze, Staub und den zahllosen Schlägen auf das Fahrwerk. "Die Prüfungen sind sehr rau und eng", sagt Loeb. Im Vorjahr holte sich Citroen einen Doppelsieg. Der Xsara bewies einmal mehr seine außerordentliche Zuverlässigkeit. Loeb ist zudem der einzige Fahrer, der in dieser Saison bisher jedes Mal ins Ziel kam. Dabei platzierte er sich kein Mal schlechter als Rang zwei.

Marcus Grönholm: "Das Gefühl zu langsam zu fahren"

Bei Ford bleibt der neue Focus eine Unbekannte. Zwar zeigte sich das Auto gegenüber dem betagten Xsara zuletzt leicht überlegen, ob er die zyprischen Torturen wegsteckt, muss er allerdings erst beweisen. Ford legte extra vor der härtesten Rallye des Jahres noch einen viertägigen Test ein, doch Regen erschwerte die Abstimmungsarbeiten.

Keine Rallye hatte im Vorjahr so eine hohe Ausfallquote wie Zypern. "Man hat ständig das Gefühl schneller fahren zu müssen. Aber ein bisschen zu viel Gas reicht, und schon rutscht man von der Piste. Wenn der Speed zu hoch ist, dann kann man sich schnell einen Reifen an einem Stein kaputt machen", doziert Marcus Grönholm.

Andreas Aigner: "Nicht voll angreifen"

Nach sechs Ausfällen in einer sieglosen Saison, schraubt Subaru-Fahrer Petter Solberg seine Erwartungen bewusst herunter. "Natürlich möchte ich gerne gewinnen, aber wir müssen zunächst die Voraussetzungen schaffen, bevor wir wirklich um den Sieg fahren können", sagt der Norweger.

Dass viele Kollegen auf Zypern häufig zu aggressiv agieren, will Manfred Stohl nutzen. Der Vorjahreszweite strebt 2006 wieder einen Podiumsplatz an. "Ich werde versuchen nicht gleich voll anzugreifen", heißt auch die Devise von Red Bull-Junior Andreas Aigner. Der Österreicher würde seinen sechsten Rang in Deutschland gern auf Zypern wiederholen. Zudem ruhen weitere Hoffnungen auf Harri Rovanperä, der nach einigen technischen Änderungen mit dem Skoda Fabia bei den letzten Testfahrten erheblich besser zurechtkam.

Der Rallye-Zirkus hofft zudem, dass die siebte Zypern-Rallye der WM-Geschichte reibungslos über die Bühne geht. Die Insel wird ihr WM-Prädikat nach dieser Veranstaltung verlieren. Immerhin organisiert der Veranstalter zum Abschluss noch eine Superspecial in den Straßen der südlichen Metropole Limassol, andererseits wurde die letzte von 23 Prüfungen bereits im Vorfeld abgesagt. Die Rallye Zypern startet am Freitag (2.9.) und führt über 22 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von knapp 320 Kilometern. Der erste Fahrer erreicht am Sonntag um 16:42 das Ziel in Limassol. (15.42 Uhr MESZ).

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