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VW Polo R WRC für 2014

Rallye-Polo Evo 2 mit 315 PS

VW Polo R WRC 2014 Foto: Volkswagen 11 Bilder

Für die zweite Saison in der Rallye WM hat Volkswagen den Polo R WRC noch einmal nachgeschärft. Die meisten Veränderungen finden sich unter der Haube. Wir stellen Ihnen das Auto für das Unternehmen Titelverteidigung genauer vor.

09.01.2014 Tobias Grüner

Das wichtigste Detail des neuen VW Polo R WRC für die Saison 2014 befindet sich auf der Fahrertür. Hier ist die Startnummer 1 am Auto von Sebastien Ogier aufgeklebt. Sie ist die Auszeichnung für eine überragende Debüt-Saison: 10 von 13 Veranstaltungen konnte Volkswagen im Vorjahr gewinnen. Alleine 9 Siege gingen auf das Konto des neuen Weltmeisters aus Frankreich. Der Herstellertitel war dabei am Ende reine Formsache.

Damit die Konkurrenz nicht gleich wieder kontert, hat VW den Polo R WRC für die zweite volle Saison in der Rallye-Königsklasse noch einmal nachgelegt. Wegen der Dominanz konnten sich die Ingenieure in Wolfsburg schon früh Gedanken über das Nachfolgemodell machen. Jetzt ist die zweite Evolutionsstufe startklar für den traditionellen Saisonauftakt in Monte Carlo (16.-19. Januar 2014).

315 PS bringt der Power-Polo auf die vier angetriebenen Rädern. Optisch tritt das kleine Kraftpaket fast unverändert auf. Ein neues markantes Streifen-Design in Grau und Blau soll den Kompaktwagen noch dynamischer erscheinen lassen.

VW Polo WRC dank Jokern verbessert

Neben dem neuen Look bekam das World Rally Car aus Wolfsburg auch unter der Haube einen Feinschliff spendiert. Nach der abgelaufenen Saison setzte das Team zehn sogenannte Joker ein, die die Überarbeitung einzelner Komponenten im Vergleich zu den eingereichten Homologationsunterlagen erlauben. 

Neben der Optimierung von Fahrwerkskomponenten und neuen Abstimmungsvarianten des Antriebsstrangs stand dabei vor allem eine weiter verbesserte Standfestigkeit im Lastenheft der Ingenieure. Einen Joker setzte Volkswagen für eine neue Software-Version der Bordelektronik ein. Dabei gab es eigentlich schon im Vorjahr nichts an der Zuverlässigkeit zu mäkeln. Der Motor lief 2013 wie ein Uhrwerk. Es gab lediglich einen einzigen technischen Defekt: eine gelöste Steckverbindung der Elektronik.

Volkswagen will Titel verteidigen

"Stillstand ist im Motorsport Rückschritt", so Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito. "Niemand kann sich erlauben, in der technischen Entwicklung auch nur eine Sekunde nachzulassen. Auch wenn wir uns 2013 einige Lorbeeren erarbeitet haben - darauf ausgeruht haben wir uns ganz sicher nicht."
 
"Die Hersteller haben sich darauf verständigt, für die Saison 2014 keine neuen World Rally Cars zu homologieren. Dennoch haben wir versucht, die Möglichkeiten, die uns blieben, so perfekt wie möglich auszunutzen. Der Polo R WRC Jahrgang 2014 ist in vielen Details ausgereifter als der, mit dem wir vor zwölf Monaten debütiert haben. Jeder im Team ist gespannt darauf, herauszufinden, was das im Vergleich mit der starken Konkurrenz von Citroën und Ford sowie den neuen Gegnern von Hyundai wert ist."

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