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VW siegt bei Rallye Schweden

Sébastien Ogier und VW triumphieren im Schnee

Rallye Schweden 2013, Tag 4 Foto: McKlein 39 Bilder

Schon beim zweiten Anlauf nach dem Rallye-WM-Einstieg feierte die Kombination Sébastien Ogier und VW Polo WRC den ersten Gesamtsieg.

11.02.2013

Sebastien Loeb versuchte alles, was ging. 3,3 Sekunden nahm er seinem Rivalen  Sébastien Ogier auf der ersten Prüfung der letzten Etappe ab, 1,4 in Finnskogen, 1,5 in Kirkener, aber dann holte sich der VW-Pilot mit einem Schlag 3,9 zurück und Loeb bekannte: "Es ist vorbei." Nichtsdestotrotz packte der Citroen-Star noch einmal die Brechstange aus, rutschte allerdings prompt kurz in eine Schneewehe, verlor weitere 11 Sekunden und gab sich vor den letzten Kilometern 19 Kilometern in Thorsby wirklich geschlagen.
 
Sébastien Ogier behielt die Nerven bei seiner fünften Schweden-Rallye seinen achten WM-Sieg. "Ich hatte hier noch nie so ein gutes Auto," sagte der Franzose im Ziel. Es war in doppelter Hinsicht ein historischer Tag: Ogier ist erst der zweite Nicht-Skandinavier nach Sébastien Loeb, der die Jagd mit bis zu 200 km/h über vereiste Waldwege gewinnen konnte. Noch größer ist die Bedeutung für seinen Arbeitgeber. Es ist der erste Sieg eines Volkswagen bei einem Marken-WM-Lauf.

Loeb konnte nur noch Team-Wertung sichern

Bisher hatten die Wolfsburger in der 40-jährigen WM-Statistik nur einen dürren Sieg bei der ausschließlich zum Fahrer-Championat zählenden und dünn besetzten Rallye Elfenbeinküste im Jahr 1987 zu bieten. Sportchef Jost Capito suchte nach Worten: "Es ist unglaublich. Normalerweise hast du bei so einer Rallye neben deinen Höhen auch immer deine Tiefen. Wir hatten das ganze Wochenende keine Tiefen."
 
Konkurrent Loeb, der eigentlich zu nichts anderem als dem Sieg angereist war, musste am Ende Rücksicht auf sein Team nehmen. Nachdem Mikko Hirvonen nach einem Ausrutscher am ersten Tag weit zurückgefallen war und Dani Sordo an einem Stein eine Radaufhängung zerstörte, konnte niemand anderes für Citroën die Kohlen aus dem Feuer holen. Weil die acht vor Hirvonen platzierten und nicht für die Marken-Wertung nominierten Fahrer in der Marken-WM nicht zählen, holte Hirvonen trotz des enttäuschenden 17. Ranges noch zwei Punkte für sein Team, was Citroën trotz der Niederlage die Führung in der Marken-Wertung sichert.

Latvala gegen starken Östberg chancenlos

Die hätte VW auch noch erobern können, aber Jari-Matti Latvala musste einsehen, dass er auf den finalen Prüfungen in Norwegen gegen den immer besser aufgelegten Norweger Mads Östberg trotz eines knappen Rückstands nichts zu bestellen hatte. Östberg ging im bestplatzierten Ford mit 5,9 Sekunden auf Latvala im zweiten Polo auf die letzten 94 WP-Kilometer des Sonntags, mit 6,1 Sekunden kehrte er zurück. "Schade, wenn wir die Überhitzungsprobleme am ersten Tag nicht gehabt hätten, wäre mehr drin gewesen," sagte der Drittplatzierte im Ziel.
 
Im Überschwang der Gefühle wurde der Viertplatzierte Latvala am VW-Service dennoch wie ein Sieger gefeiert und nahm die Erkenntnis mit: "Ich glaube, ich muss meinen Fahrstil umstellen." Immerhin ondulierte er im Gegensatz zum Auftakt in Monte Carlo sein Auto nicht, was andere nicht behaupten können.
 
Selbst am letzten Tag wurde noch ordentlich Blech gebaut. Sordos Steintreffer überbot mühelos Evgeny Novikov im zweiten M-Sport-Ford, der sich kurz vor dem Ende überschlug und den guten fünften Rang gegen einen enttäuschenden neunten eintauschte.

Ogier führt WM an

Keinesfalls tauschen wollte Sepp Wiegand im Skoda Fabia von Skoda Deutschland. Der 22-Jährige war eineinhalb Tage trotz des dritten Ranges in der WRC2-Kategorie nicht wirklich mit sich zufrieden, steigerte sich aber bei seiner zweiten Schnee-Rallye vor allem am letzten Tag und hielt seine Podiumsposition bis ins Ziel. Dank seinem WRC2-Sieg in Monte Carlo führt er nun die zweite Liga der Rallye-WM an.
 
In der Top-Kategorie dagegen steht der Name Ogier ganz oben auf der Liste. Zwar hat er wie Loeb je einen Sieg und einen zweiten Rang zu verzeichnen, aber an diesem besonderen Sonntag in Värmland sicherte sich der jüngere der beiden Sebs auch noch den Sieg in der abschließenden Power Stage, die ihm drei Extra-Punkte einbrachte. Damit führt Sébastien Ogier nach seinem 60. WM-Lauf erstmals die Fahrer-Weltmeisterschaft an.

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