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Rallye WM 2010: Mikko Hirvonen

"Keine Angst vor der Herausforderung"

Rallye Polen 2009 Foto: McKlein 22 Bilder

Mikko Hirvonen will 2010 endlich den großen Rivalen Sebastien Loeb hinter sich lassen. Allerdings wird die Aufgabe mit gleich vier Asphaltrallyes im Kalender nicht einfacher. "Ich muss einfach noch öfter gewinnen", gibt der Finne als Titelformel aus.

05.02.2010 Tobias Grüner

Im allerletzten Rennen der Saison 2009 hat Sebastien Loeb das Duell mit Mikko Hirvonen um einen Punkt gewonnen und dem Finnen den Titel auf der Zielgeraden weggeschnappt. Viel Zeit zur Verarbeitung der Enttäuschung von Wales blieb allerdings nicht: "Wir hatten einen arbeitsreichen Winter. Wir haben viel mit dem neuen S2000 Fiesta für die Rallye Monte Carlo gearbeitet, was uns hoffentlich für die Zukunft hilft. Und dann haben wir uns natürlich speziell auf die Rallye Schweden vorbereitet", erklärte Hirvonen.

Hirvonen schon in Schweden

Der Finne ist bereits eine Woche vor der Veranstaltung vor Ort, um letzte Abstimmungsarbeiten an seinem Focus WRC vorzunehmen. Der Sieg beim IRC-Lauf in Monte Carlo Ende Januar gibt dem 29-Jährigen aber keinen besonderen Schub. "Dadurch ändert sich nichts für Schweden. Es ist eine ganz andere Rallye, mit einem anderen Fahrbahnbelag und einem anderen Auto. Es hat sich aber gut angefühlt, dort zu gewinnen."

In Schweden wird Hirvonen auch auf seinen Landsmann Marcus Grönholm treffen. Beide werden im Ford Focus an den Start gehehn. "Es ist schön Marcus wieder zu sehen. Und wenn es eine Rallye gibt, bei der er besonders schnell ist, dann ist es Schweden. Er kennt die Rallye so genau und er ist dort sehr gut. Ich denke, er will auf jeden Fall gewinnen und ich glaube er hat die Chance dazu."

Mit mehr Risiko zum Titel?

Der wichtige Gegner ist aber nach wie vor Sebastien Loeb. Vor allem auf Asphalt ist der Franzose einfach nicht zu schlagen. Mit vier Veranstaltungen auf dem festen Geläuf gibt es in diesem Jahr deutlich mehr als im Vorjahr. "Die vier Asphaltrallyes kommen natürlich Sebastien und Citroen ein wenig entgegen", klagt Hirvonen. "Aber ich habe keine Angst vor der Herausforderung. Ich muss mich einfach noch ein wenig mehr anstrengen und dann werden wir hoffentlich etwas mehr Speed finden und ihn fordern können." Es gibt auch schon erste Pläne für ein besonderes Asphalttraining.

2010 will Hirvonen auch seine Taktik etwas ändern. Er will nun mehr Risiko gehen. Mit nur einem Ausfall war er der konstanteste Pilot der vergangenen Saison. "Das war immer meine Stärke. Aber leider war es nicht genug. Ich muss mehr Rallyes gewinnen und dabei genauso beständig bleiben. Ich war letztes Jahr konstanter als Sebastien, aber er hat den Titel geholt."

Hirvonen lernt aus seinen Fehlern

Hirvonen ist mit 29 Jahren mittlerweile ein erfahrener Pilot. Fehler aus der Vergangenheit sollen sich in der kommenden Saison nicht wiederholen. Vor allem will er niemanden mehr unterschätzen. "Ich kann keine Rallyes nennen, auf denen ich einen Vorteil habe. Das habe ich in der Vergangenheit ab und zu mal gesagt und prompt habe ich die dann immer verloren. Es ist niemals leicht." Als Beispiel nennt er seine Heimrallye in Finnland: "Die Niederlage 2008 gegen Sebastien war hart. Ich dachte, ich würde ihn schlagen. Aber er hat seine Hausaufgaben gemacht. Er hat Vertrauen ins Auto gefunden und die Rallye gewonnen. Das war eine gute Lektion, dass ich niemals jemanden unterschätzen darf."

Hirvonens blick geht aber auch in die fernere Zukunft. 2011 wird in der Rallye WM ein neues technisches Reglement eingeführt, von dem sich der Vizechampion einiges erhofft: "2011 wird es interessant werden. Wir wissen noch nicht, wie das Motorreglement am Ende aussehen wird. Aber von der Technik werden die Autos ungefähr die gleiche Leistung und das gleiche Drehmoment aufweisen. Ich bin sicher, dass die Autos schnell sein werden. Am Anfang vielleicht nicht ganz so schnell wie der Focus momentan, aber ich denke es wird nicht lange dauern, bis wir das aufgeholt haben."

Hirvonen wünscht sich größere Konkurrenz

Mit dem neuen kostengünstigeren Reglement soll auch die Krise in der WRC bewältigt werden. Hirvonen hofft auf mehr Konkurrenz: "Wir brauchen definitiv mehr Hersteller und Fahrer in der Meisterschaft. Ich hoffe, dass die neuen Regeln dabei helfen. Jeder muss ein neues Auto bauen. Leider gibt es noch nichts Konkretes von möglichen Teams. Ich habe bisher leider auch nur Gerüchte über Skoda, Mini und Volkswagen gehört."

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