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Rallye WM: Jean Todt

FIA-Präsident fordert Verbesserungen

WRC 2010 Piloten Foto: Ford WRC 60 Bilder

Die Wirtschaftskrise hat die Rallye WM in den letzten Jahren arg gebeutelt. Das hat auch FIA-Präsident Jean Todt erkannt. Mit dem neuen Vermarkter will man nun nach Lösungen suchen. Auf der offiziellen Saisoneröffnung in Paris wurde bereits der Start in eine neue Ära gefeiert.

03.02.2010 Tobias Grüner

Die Rallye-WM hat in den vergangenen Jahren an Attraktivität verloren. Nach zahlreichen Ausstiegen kämpfen mit Ford und Citroen nur noch zwei große Hersteller um die Rallye-Krone. Der einzige verbliebene Star der Szene ist Sebastien Loeb. Durch die Abkehr der Rallye Monte Carlo ging der Serie ein weiteres Highlight verloren.

Probleme bei Präsentation und Vermarktung

Nun soll aber endlich alles besser werden. "Wir können mit der aktuellen Situation nicht zufrieden sein", erklärte der neue FIA-Präsident in seiner Eröffnungsrede zur WRC-Saison 2010 am Dienstag (2.2.) in Paris. "Wir haben 13 Rallyes in der Meisterschaft. Die geringe Anzahl von Herstellern muss angegangen werden und wir müssen sicherstellen, dass wir in den nächsten Jahren mehr Interesse für den Rallyesport generieren."

Die Wirtschaftskrise, die zuletzt Suzuki und Subaru zum Ausstieg gezwungen hatte, lässt der Franzose als alleinige Ausrede nicht gelten. "Wenn die Zeiten schlecht sind, muss man sich bei der Vermarktung noch mehr anstrengen. Wir haben jetzt einen neuen Promoter, der uns wichtigen Input gibt."

Zeichen des Aufschwungs

Neil Duncanson, Vorstand des WRC-Vermarkters ISC, soll die Rallye-WM wirtschaftlich in sicheres Fahrwasser bringen. Der neue Promoter will schon in kurzer Zeit einen Aufschwung herbeiführen: "Wir sind durch eine harte Zeit in den letzten 18 Monaten gegangen. Aber es gibt wieder Zeichen der Erholung: Jean Todt wurde zum neuen Präsidenten gewählt, es gibt nun einen neuen Promoter und wir haben neue Stars, wie z.B. Kimi Räikkönen und Ken Block aus Amerika."

Hoffnung setzt der Brite auch in neue Austragungsorte. "Wir kommen nach Istanbul für die Rallye Türkei, fahren in Auckand bei der Rallye Neuseeland und bringen die Frankreich-Rallye auf das französische Festland, praktisch in den Garten von Sebastien Loeb." Auch die neue SWRC-Meisterschaft hob Duncinson als wichtigen Schritt hervor. "Sie basiert auf der S2000 und bereitet uns hoffentlich gut auf das neue Reglement vor, das 2011 in Kraft tritt und das einen Einstieg in die WRC deutlich kostengünstiger macht." Noch in diesem Monat solle außerdem der neue Kalender für 2011 veröffentlicht werden, der mehr als die 13 Events aus der aktuellen Saison enthalte.

Start in eine neue Rallye-Ära

Duncanson spricht vom "Start in eine neue Ära" im Rallyesport. Man wolle außerdem ganz neue Zielgruppen ansprechen: "Ohne die älteren Fans zu vergraulen, muss der Sport attraktiver für die jüngere Generation werden. Das bedeutet, dass wir alle neuen Medien nutzen müssen." Geplant ist, dass noch in diesem Jahr ein offizielles WRC-Computerspiel sowie eine WRC-iPod-Application auf den Markt kommt und die WRC-Webseite überarbeitet wird. Man will außerdem neue Strukturen schaffen, um den aktiven Einstieg in den Rallyesport zu erleichtern.

Auch in die TV-Übertragung soll investiert werden. "2011 wird die Rallye-WM in High Definition produziert", gab der Promoter bekannt. Außerdem soll der Übertragungsstandards verbessert werden. Duncanson stellte in Aussicht, dass wieder live im Fernsehen von den WM-Veranstaltungen berichtet wird. Deutschen Rallyefans mögen diese Aussichten utopisch vorkommen. 2010 müssen die Zuschauer hierzulande wohl komplett in die Röhre schauen. Noch immer ist kein Free-TV-Sender gefunden, der in der kommenden Saison tagesaktuell über die WM-Rallyes informiert.

Todt optimistisch für die Rallye-Zukunft

Gemeinsam mit der FIA sollen die Probleme allerdings schnell gelöst werden. "Rallye nimmt, wie alle wissen, immer noch eine sehr wichtige Rolle in meinem Herzen ein", erklärte FIA-Präsident Todt." Ich bin sicher, dass wir eine tolle Meisterschaft 2010 erleben und ich bin noch optimistischer was die Zukunft des Rallyesports angeht. Ich wünsche Neil viel Glück. Er hat meine Unterstützung und das Engagement aller FIA-Mitglieder, um unsere Ziele zu erreichen."

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