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WRC: Rallye Neuseeland, Tag 3

Latvala siegt bei Rallye-WM in Neuseeland

Rallye Neuseeland 2010, Jari-Matti Latvala, Ford Focus WRC Foto: Ford 30 Bilder

Der Finne Jari-Matti Latvala hat in einem dramatischen Endspurt den fünften Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft in Neuseeland gewonnen. Im Ford Focus holte der 25-Jährige am Sonntag seinen dritten Gesamtsieg.

09.05.2010

Praktisch auf den letzten Metern verwies Latvala den zuvor mit 6,2 Sekunden führenden Franzosen Sébastien Ogier, der sich kurz vor dem Ziel im Citroën C4 drehte, um 2,4 Sekunden auf den zweiten Platz.

Ford holt historischen Rekord-Sieg bei der Rallye Neuseeland

Rekordweltmeister Sébastien Loeb verspielte nach einem Dreher seine Chance auf seinen vierten Saisonsieg. Der Franzose holte nach einem Unfall seines norwegischen Citroën- Kollegen Petter Solberg noch den dritten Platz (Rückstand: 15,2 Sekunden). In der WM-Tabelle führt der 57-fache Rekordsieger nach fünf von 13 Läufen unangefochten mit 108 Punkten und mit 36 Zählern vor dem neuen Zweiten Latvala. 

Der erste Neuseeland-Erfolg von Latvala ist für Ford ein historischer Sieg. Es war der 75. Gesamtsieg der "Blauen", die damit in der seit 1974 geführten Hersteller-Siegerliste an Lancia (74 Erfolge) vorbeizogen. In der WM-Wertung schloss der nun erfolgreichste Hersteller bis auf fünf Punkte zu dem mit 156 Zählern führenden Titelverteidiger Citroën auf. "Das ist mein größter Sieg", sagte Latvala nach der Zielankunft in Auckland. "Ich kann es fast nicht glauben, dass ich in der Weltmeisterschaft nun Zweiter bin. Ich habe zwar keine Prüfung gewonnen, dafür aber die Rallye. Beständigkeit zahlt sich eben aus."

Weltmeister Loeb zeigt bei Rallye Neuseeland Nerven

Das Neuseeland-Finale wurde für Citroën und für den Sieg verwöhnten Loeb zu einem Drama. Mit einem Vorsprung von 5,3 Sekunden auf Loeb war Ogier in den Schlussspurt gestartet. Ein Dreher von Ogier auf der ersten der vier Finalentscheidungen spielte Loeb die Führung in die Hände. Auf der zweiten Sonntag-Prüfung aber verspielte Loeb seine Chance auf seinen 58. Sieg, als er sich mit seinem Citroën von der Schotterpiste gegen einen Baum drehte und fast 50 Sekunden verlor.

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