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WRC-Reform ab 2010

Bonuspunkte statt Superally-System

Rallye Akropolis 2009 Foto: McKlein 48 Bilder

Die FIA hat nicht nur in Sachen Formel 1 alle Hände voll zu tun. Auch zur Rallye-WM haben die Regelhüter neue Ideen zu Papier gebracht. Danach soll ab 2010 das Superally-System wegfallen, das den Piloten erlaubt hat, trotz defektem Auto in der Wertung zu bleiben.

26.06.2009 Tobias Grüner

Die WRC soll den wirtschaftlichen Umständen angepasst und für die Zuschauer interessanter gemacht werden, formulierte der Weltverband seine Ziele für die Rallye-Weltmeisterschaft. Um dieses zu erreichen wurde auf der Sitzung des Weltrats ein ganzes Maßnahmenpaket verabschiedet.

Die wichtigste Neuerung ist dabei die Abschaffung des Superally-Systems. Bisher konnten Piloten mit Fahrzeugen in der Wertung bleiben, auch wenn sie einzelne Wertungsprüfungen auslassen mussten. Das soll in Zukunft nicht mehr möglich sein. Rallye soll wieder als Ausdauersport angesehen werden, erklärte die FIA. Deshalb sollen nur die Piloten im Endklassement auftauchen, die auch alle Prüfungen erfolgreich beenden konnte. Dazu will die FIA ein aufwendiges Punktesystem einführen, bei dem Fahrer Bonuspunkte für absolvierte Prüfungen sammeln.

Neues Rallyeformat

Wie schon vorher bekannt wurde, soll die neue Motorenformel ab 2011 eingeführt werden. Dann werden die WRC-Boliden mit kleineren 1,6 Liter-Maschinen ausgerüstet, die per Turbo zwangsbeatmet sind.

Auch an der äußeren Form der Rallyes könnte sich etwas ändern. Die Gesamtdistanz einer Veranstaltung soll in der kommenden Saison zwischen 300 und 500 Kilometer betragen. Momentan liegen die Events im Schnitt bei 350 km. Rallyes können künftig von nur zwei bis hin zu vier Tagen dauern. Einzige Einschränkung: Sie müssen an einem Samstag oder Sonntag beendet werden. Dabei dürfen Asphalt- und Schotterprüfungen während einer Rallye und sogar während eines Tages munter durchgemixt werden.

Autogrammstunde während der Mittagspause

Während die großen Service-Parks immer an einem festen Platz aufgebaut werden, sollen zusätzlich kleinere Service-Bereiche in größeren Städten eingerichtet werden. Fans sollen künftig auch von der Rückseite Einblick in die Boxenarbeit der Crews bekommen. Dabei kommt auch auf die Fahrer mehr Arbeit zu. Künftig sollen die Rallye-Stars sogar in der Mittagspause zur Autogramm-Stunde gebeten werden.

Noch nicht entschieden ist, ob es künftig eine Art Qualifying gibt, bei dem die Startreihenfolge für den ersten Rallyetag festgelegt wird. Auf jeden Fall wollen die Regelwächter den Shakedown künftig besser vermarkten und von den Teams eine regelmäßige Teilnahme einfordern. Um das Spektakel zu erhöhen, erlaubt die FIA explizit die Ausrichtung von Nachtetappen.

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