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WRC-Rallye WM: Sebastien Loeb

"Wenn ich Le Mans fahre, will ich gewinnen"

Sebastien Loeb und Kimi Räikkönen Foto: Citroen 24 Bilder

Sebastien Loeb ist 2010 wieder einmal der Gejagte in der Rallye-WM. Bei der Saisoneröffnung in Paris sprach der sechsfache Champion über Konkurrent Mikko Hirvonen, seine Le Mans-Pläne, den WM-Lauf im Elsass und über seine langfristige Zukunft.

06.02.2010 Tobias Grüner

Noch nie musste sich Sebastien Loeb so strecken wie in der vergangenen Saison. Erst im letzten Lauf in Wales schnappte der Seriensieger seinem Rivalen Mikko Hirvonen den Titel weg. Nur ein Punkt trennte die beiden Konkurrenten in der Endabrechnung. Für einen, der die WM nun das sechste Mal in Folge gewonnen hat, sind solche Kämpfe wichtig, um nicht die Lust verlieren.

Le Mans-Einsatz auf einem guten Weg

An Jenson Button, der in der Formel 1 schon nach einem Titel eine neue Herausforderung suchte und das Team wechselte, will sich Loeb aber kein Beispiel nehmen. "Wir haben ja nur zwei Hersteller, da wäre das etwas schwieriger", grinste Loeb. Somit muss sich der Rekordchampion anderweitig nach neuen Aufgaben umschauen: "Vielleicht werde ich die Serie wechseln. Le Mans ist eine Option. Vielleicht schon dieses Jahr. Es ist noch nichts entschieden, aber wir sind auf einem guten Weg."

PSA-Sportchef Olivier Quesnel ist sowohl für das Rallye-Engagement von Citroen als auch für die Peugeot-Einsätze in Le Mans zuständig. Die Entscheidungswege sind also relativ kurz. Viele Steine liegen nicht mehr im Weg: "Wenn ich es will, kann ich es machen. Jetzt muss ich mich nur noch entscheiden." Wenn Loeb an der Sarthe an den Start geht, dann aber nicht nur zum Spaß: "Ich war 2006 schon einmal Zweiter in Le Mans. Wenn ich jetzt noch einmal antrete ist es mein Ziel, auch zu gewinnen."

Loeb entscheidet selbst, wann Schluss ist

Längerfristige Pläne hat der Elsässer jedoch noch nicht geschmiedet. Er entscheidet von Jahr zu Jahr: "Es kommt auf meine Motivation an. Ich hatte bisher immer Spaß im Cockpit. Vielleicht habe ich am Ende des Jahres genug davon und will etwas anderes wagen. Ich kann jetzt noch nicht sagen, ob es drei, vier oder nur ein Jahr weitergeht. Es liegt an mir. Ich habe schon einen Vertrag für 2011, aber ich habe auch die Option aufzuhören."

In der kommenden Woche steht aber erst einmal das Tagesgeschäft auf dem Programm. Auf schwedischem Schnee startet die WRC-Saison 2010. Hauptkonkurrent wird wieder Mikko Hirvonen sein. "Das Problem ist, dass er überall gut ist", lobt Loeb seinen Ford-Rivalen. "Im letzten Jahr war es noch so, dass ich noch leichte Vorteile auf Asphalt hatte, aber auf Schnee wird es sicher deutlich schwieriger."

Asphaltvorteil spricht für Loeb

Olivier Quesnel wünschte sich bei der offiziellen WRC-Saisoneröffnung in Paris von seinem Star sieben Siege in diesem Jahr. "Es ist leicht, Pläne aufzustellen", kommentierte Loeb die Zielsetzung. "Ich bin sicher, dass Mikko wieder sehr stark ist. Das hängt alles von vielen Dingen ab."

Mit insgesamt vier Asphaltrallyes geht es 2010 deutlich häufiger über festes Geläuf als im abgelaufenen Jahr. Zur Freude von Asphalt-Spezialist Loeb wurde zudem die Frankreich-Rallye von Korsika ins Elsass verlegt. "Es ist das erste Mal, dass ich die Chance habe, an einem Rallye-WM-Lauf in meiner Heimatregion teilzunehmen. Das letzte Mal bin ich 2001 bei einer kleineren Veranstaltung in der Gegend gefahren. Das ist also schon lange her. Es wird schön, meine Fans und meine Familie dort am Straßenrand zu sehen."

Einen echten Heimvorteil erwartet sich der Citroen-Pilot aber nicht. "Ich kenne zwar die Art der Straßen, aber natürlich nicht die Prüfungen. Außer einer einzigen Rallye habe ich auch noch keine Rennerfahrungen. Ich glaube nicht, dass es ein großer Vorteil ist. Aber es macht auf jeden Fall Spaß, zuhause zu fahren."

Räikkönen muss Rhythmus finden

Nicht nur die Rallyes sind neu, auch die Konkurrenten. Mit Kimi Räikkönen sitzt ein ehemaliger Formel 1-Weltmeister im gleichen Auto. Loeb glaubt, dass der "Iceman" den Sprung von der Rundstrecke ins Rallye-Cockpit schaffen kann: "Ich bin mir sicher, dass Kimi konkurrenzfähig ist. Podiumsplätze sind am Anfang vielleicht etwas viel verlangt. Er muss erst seinen Rhythmus finden. Der große Unterschied sind die Pacenotes und dass er die Strecke nicht kennt."

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