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Zypern-Rallye

Frühes Favoritensterben

Foto: McKlein

Weltmeister Sébastien Loeb war der einzige Topfahrer ohne Probleme am ersten Tag der Zypern-Rallye (13.5.). Der Citroen-Fahrer führt die Rallye bereits mit rund zwei Minuten Vorsprung an. Die Verfolger Petter Solberg und Marcus Grönholm mussten ebenso wie Armin Schwarz die Segel streichen.

13.05.2005

Den Ausfallrekord lieferte Marcus Grönholm. Schon auf der ersten von 18 Prüfungen riss der Zahnriemen am Motor seines Peugeot 307. Laut der Peugeot-Ingenieure ist der Vierzylinder zu stark beschädigt, um ernsthaft an eine Reparatur zu denken. Dennoch haben die Peugeot-Techniker am Freitag noch 2 Stunden und 45 Minuten am Auto geschraubt, bis sie den Parc Fermé verlassen mussten. Am Samstag sollen weitere 10 Minuten Servicezeit, mehr gestattet das Reglement nicht, dazu genutzt werden, den 307 eventuell wieder ans Laufen zu bringen. Die Hoffnung der Franzosen ist allerdings gering.

Petter Solberg litt unter einem Motor, der zeitweilig nur auf drei Zylindern lief. Nach der fünften Prüfung streikte wie zuvor bei Teamkollege Atkinson die Kupplung. Das Team musste beide mit dem Abschleppwagen zurückholen. Nach den Superrallye-Regeln darf Solberg mit fünf Strafminuten am Samstag wieder starten. Der Norweger hofft, sogar noch aufs Treppchen zu fahren. Ebenfalls am Samstag wieder dabei ist Armin Schwarz (25.), dessen Skoda früh mit einer defekten Lichtmaschine stehen blieb.

Die Zypern-Rallye machte ihrem Ruf als materialmordende Veranstaltung schon früh alle Ehre. Kaum ein Fahrer, der nicht über technische Probleme klagte, von Lapalien wie Reifenschäden oder zerdepperten Karosserie-Teilen ganz zu schweigen. Bei Ford-Mann Gardemeister (8.) wurde der Motor zu heiß. Teamkollege Roman Kresta (10.) kam nur noch mit drei Rädern ins Ziel. Gilles Panizzi (21.) musste an seinem Mitsubishi kollabierte Motorsensoren wechseln, Teamkollege Harri Rovanperä (7.) rätselte über Kraftverluste im Antrieb. Citroen-Fahrer Francois Duval (6.) nervte ein zuweilen feststeckendes Gaspedal. Wegen zu langer Reparatur kassierte er zusätzlich 70 Strafsekunden.

Durch das Abbröckeln der Werksteams brachten sich andere Fahrer ins Rampenlicht. Manfred Stohl litt zwar nach überstandener Salmonellenvergiftung unter Konditionsrückstand, auch die Hitze machte dem Österreicher zu schaffen, aber das hinderte ihn nicht, mit seinem Citroen Xsara des Kronos-Teams auf den zweiten Rang vorzustoßen. Kein Privatfahrer war in diesem Jahrtausend je besser platziert.

Auf Rang drei etablierte sich Henning Solberg im Ford, der Markko Märtin das Nachsehen gab. Der Este verlor Zeit am Morgen, als ein zerfetzter Reifen schwere Schäden am linken Hinterwagen hinterließ. Sein bisher bestes Zwischenergebnis feierte Anthony Warmbold, der seinen Ford Focus auf die fünfte Position lenkte.

Der führende Sébastien Loeb fühlte sich allenfalls ein wenig durch eine zeitweilig blockierende Handbremse gebremst. "Ich hatte bloß Mühe, das richtige Tempo zu finden. Ich wusste nicht, ob ich angreifen oder verhalten fahren sollte." Der Elsässer hat mit seinen 2,04 Minuten Vorsprung bereits ein beruhigendes Polster. Ohne Panne dürfte ihm der Sieg kaum zu nehmen sein.

Eine starke Vorstellung lieferte Red Bull-Junior Andreas Aigner, der bei seinem ersten WM-Lauf seinen Mitsubishi in der serienennahen Gruppe N auf dem fünften Rang ins Ziel brachte. Teamkollege Quirin Müller bestritt ebenfalls seinen ersten WM-Lauf und dazu die erste Schotter-Rallye seines Lebens. Er liegt auf Rang zwölf in der Gruppe N.

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