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Zypern-Rallye

Grönholm verteidigt die Führung

Foto: McKlein

Peugeot-Pilot Marcus Grönholm sicherte - ohne eine einzige Bestzeit am heutigen Tag gefahren zu sein - weiterhin die Führung für das Löwenteam. Sebastien Loeb fuhr seinen Citroen dank zweier Topzeiten auf den zweiten Platz. Markko Märtin wurde mit dem Ford Focus Dritter.

15.05.2004

In den zweiten Tag der Rallye gingen noch 30 von einst 38 Startern. Gefahren wurde am Samstag (15.5.) auf ungeheuer kurvigen, staubigen Pisten südlich des Troodos- Gebirges und auf Passagen in der Nähe der Küstenstadt Paphos, die jedoch im Streckenverlauf fließender ausfielen als die ruppigen, zerhackten Strecken vom Freitag.

Die morgens noch angenehmen Temperaturen von 14 Grad stiegen tagsüber auf über 30 Grad. Zu absolvieren waren am Samstag bei einer Gesamtstrecke von 413,20 Kilometern 109,56 Sonderprüfungskilometer, aufgeteilt, wie schon am Vortag, in zwei Dreier-Gruppen. Die zwei längsten Etappen gingen über jeweils 30,33 Kilometer, eine ziemliche Belastung für Fahrer und Material - vor allem am Nachmittag: In den Autos herrschten dann Temperaturen von über 50 Grad.

Harte Kämpfe um den zweiten Platz

Marcus Grönholm (Peugeot) konnte seinen ersten Platz in der Gesamtwertung bis zum Mittag halten, obwohl er nicht eine einzige Bestzeit vorlegte. Das tat in den beiden ersten Prüfungen des Tages Subaru-Pilot Petter Solberg. Soloberg: "Ich weiß, dass ich ziemlich hoffnungslos abgeschlagen bin, aber ich will so viele Punkte wie möglich machen.“ Trotz seines vollen Einsatzes gelang es dem Norweger nur, sich in den ersten 54,78 Kilometern vom 11. auf den 10. Platz vor zu arbeiten - den Abstand zum Führenden konnte er dabei lediglich um 2/10 Sekunden verringern - er blieb bei über 9 Minuten Rückstand. "Ich bin glücklich, hier Testfahrten unter Wettbewerbsbedingungen fahren zu können,“ resümierte Solberg.

Deutlich verbessern konnte sich Sebastien Loeb (Citroen) - er legte eine Topzeit hin und blieb zweimal unter den ersten vier. Damit arbeitete er sich vom dritten auf den zweiten Platz vor, den am Morgen noch Harri Rovanperä (Peugeot) besetzt hatte. Aber der Finne hatte Probleme mit dem Getriebe: "Der zweite Gang sprang dauernd raus, ich musste die Haarnadelkurven im dritten Gang fahren.“ Dieses Problem traf ihn schon in der ersten Sonderprüfung - in den beiden Folgenden vor dem ersten Service stürzte er bis auf den fünften Platz ab.

Sein Nachfolger auf der zweiten Position war anfangs Markko Märtin (Ford), der sich letztlich doch dem Elsässer Loeb beugen musste: "Der Focus ist unter diesen Umständen ganz fantastisch zu fahren - obwohl ich Probleme mit einem verbogenen Lenkarm hatte.“ Hinter dem Esten platzierte sich Carlos Sainz (Citroen), obwohl er mit der Reifenwahl auf seinem Xsara heute ebenso wenig glücklich war wie gestern. "Ich mag keine nervösen Wagen, aber Loeb liebt sie. Da er die Nummer 1 im Team ist, geht man eher auf seine Wünsche ein,“ kommentierte Sainz. "Die Reifenwahl ist eine Teamentscheidung."

Verlierer des Tages war - wie schon gestern - Mitsubishi: Beide Lancer WRC 04 wurden endlich von ihren Leiden erlöst und verrendeten mit identischen Motorschäden - Kristian Sohlberg musste zuerst aufgeben, dann Gilles Panizzi - nach einem vorhergehenden Aufhängungsdefekt - auf der Überführungsstrecke zum Service. Sport-Boss Sven Quandt: "Je mehr wir fahren, desto mehr lernen wir.“

Chaos am Wasserloch

In der ersten Sonderprüfung nach dem Mittags-Service schlug erneut Solberg (Subaru) mit Bestzeit zu - das brachte ihn auf den 8. Rang im Gesamtklassement. Hinter ihm kamen Märtin (Ford) und Grönholm (Peugeot) durch die Zeitnahme, gefolgt von Sainz, mit offenbar jetzt endlich passenden Pneus, und Loeb (Citroen). Rovanperä (Peugeot) konnte - oder wollte - das Tempo der fünf an der Spitze nicht halten - er war deprimiert: 30 Strafsekunden hatte er nach dem Service ausfassen müssen, weil sein Team die Reparaturzeit beim Getriebewechsel um drei Minuten überschritt. Der Finne hatte sich aber für die kommende 30-Kilometer-Prüfung viel vorgenommen, doch daraus wurde nichts. Diese Sonderprüfung musste abgesagt werden. Zu viele Zuschauer hatten sich am Wasserloch in der Nähe der Tselephos- Brücke versammelt. Zwar versuchte der Veranstalter, die Fans die umgebenden Berghänge hoch zu scheuchen, das gelang jedoch nur kurzfristig – sie strömten sofort wieder hinunter an die alte, venezianische Brücke. Nur zwei Wagen kamen durch - Miguel Campos auf seinem Bozian-Peugeot-206 und Alistair Ginley mit einem Subaru. Hinter ihnen flogen die gelben Flaggen raus. Das übrige Feld wurde auf Nebenstrecken zur letzten Wertungsprüfung des Tages umgeleitet. Und die dominierte - zum vierten Mal bei dieser Zypern-Rallye - wieder Sebastien Loeb (Citroen), der sich damit auf dem zweiten Platz im Gesamtklassement etablierte. Hinter ihm folgte Grönholm (Peugeot) als Zweiter, der damit seine Führung in der Gesamtwertung behaupten konnte. Dritter wurde Petter Solberg (Subaru) vor Markko Märtin (Ford), der als Dritter in den letzten Tag der Rallye gehen wird.

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