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Zypern

Zwei Peugeot an der Spitze

Foto: McKlein

Den ersten Tag der Rallye Zypern beendete Marcus Grönholm vor Teamkollege Harri Rovanperä. Die Peugeot-Piloten begründeten damit den ersten Triumph für die neuen 307 WRC in diesem Jahr. Hinter den beiden Löwen wurde Sébastien Loeb auf Citroen Dritter und komplettierte so den Erfolg der französischen PSA-Gruppe.

14.05.2004

Nach dem zeremoniellen Start zum fünften Lauf der WM-Saison 2004 in Zypern am Vorabend der eigentlichen Geschehnisse, machten sich um 07.00 Uhr am Freitagmorgen (14.5.) 38 Teams auf in die Rallye-Region östlich des Troodos-Gipfels, etwa 50 Kilometer nördlich der Rallye-Hauptstadt Limassol.

Zu absolvieren waren bei einer Gesamtstrecke von 395,84 Kilometern 121,78 Sonderprüfunges-Kilometer, aufgeteilt in zwei Dreier-Gruppen. Krönung des Tages waren die beiden 38,32 Kilometer langen Mörder-Wertungsprüfungen von Lagoudera nach Spilia.

Ford angeschlagen, Solberg geht in Führung

Erstes Opfer des Tages - sieht man von Jussi Välimäki ab, der seinen Hyundai gar nicht erst bis zum Start brachte - war Francois Duval. Er dezimierte die Ford-Truppe um exakt die Hälfte, als er das Rad vorne links an seinem Focus fünf Kilometer vor Ende der ersten Mörder-Etappe am Morgen verlor. "Es rollte einfach so weg - wir wissen nicht warum,“ kommentierte Duval den Vorfall. So gestoppt, ersparte sich der Belgier Reifenpannen auf den nächsten Pisten, die auf Grund nicht beseitigter Winterschäden besonders ruppig waren.

Vorjahres-Sieger Petter Solberg im Subaru legte in den ersten drei Sonderprüfungen trotz dreier Plattfüsse zwei Bestzeiten vor. Solberg: "Ich war vielleicht ein bisschen zu aggressiv. In der dritten Wertungsprüfung hatten wir nur noch in einem Rad vorne Luft.“ Der Norweger übernahm dennoch die Gesamt-Führung. Die dritte Topzeit des Tages lieferte Sebastien Loeb (Citroen), gehandicapt durch mit zwei Platten. Dennoch reichten ihm diese Zeiten vor dem ersten Service nur zu einem sechsten Platz - mit immerhin schon 40 Sekunden Rückstand auf den Spitzenreiter. Hinter dem hatten sich Marcus Grönholm (Peugeot), dicht gefolgt von seinem Stallgefährten Harri Rovanperä (zwei Plattfüsse), installiert. Hinter den Finnen platzierte sich trotz Getriebeproblemen Carlos Sainz (Citroen). Ihn wiederum trennten nur acht Sekunden von seinem Verfolger Markko Märtin (Ford), der zwei Plattfüße erlitt. Während die erfahrenen Werksteams die ersten sieben Plätze untereinander aufteilten, tat sich Neuling Mitsubishi schwer: Gilles Panizzi fuhr mit nicht wirklich funktionierenden Dämpfern sehr verhalten, um zu überleben. Kristian Sohlberg riss sich an seinem Lancer WRC das Schutzschild unter der Ölwanne ab und musste anschließend langsam tun.

Peugeot 307 gehen in Führung

Noch 32 der einst 38 Starter machten sich dann am Nachmittag auf in die gleichen drei Sonderprüfungen wie am Morgen. Zwar fiel die Durchschnittsgeschwindigkeit auf dieser 38 km-Strecke allgemein ein wenig höher aus als am Morgen, kam aber dennoch kaum über die 60 km/h-Marke hinaus. Grönholm (Peugeot) sicherte sich die Bestzeit in der ersten nachmittäglichen Sonderprüfung vor Sainz (Citroen), Märtin (Ford), Loeb (Citroen) und seinem Teamgenossen Rovanperä. Damit setzten sich die zwei Peugeot-Finnen an die Spitze der Gesamtwertung - ein seit der Zypern-Rallye 2003 nicht mehr erlebtes Bild. Den bisherigen Leader Solberg (Subaru) hatte es erwischt: Er verlor über vier Minuten, weil er sich den Kühler mit Sand verstopfte und der Motor zu überhitzen begann. Solberg musste Tempo raus nehmen und leitete vor den beiden letzten Prüfungen des Tages per Wasserdusche eine Reinigung ein. Diese half aber nicht viel - der Norweger verlor anschließend nochmals fast vier Minuten und in der letzten Wertungsprüfung des Tages weitere zwei. Damit war er weg vom Fenster. Grönholm konnte seinen 307 trotz heftiger Kupplungs-Probleme an der Spitze der Gesamtwertung halten. Zudem trotze er Attacken von Loeb (Citroen) und Märtin (Ford), der in der letzten Sonderprüfung des Tages seine erste Topzeit ablieferte.

Die beiden Mitsubishi überlebten ebenfalls - Panizzi weiterhin ohne Dämpfer und Sohlberg mit rutschender Kupplung.

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