Rückrufaktionen sind aktive Maßnahmen der Autohersteller und Importeure zur Abwendung von Personen- oder Sachschäden durch fehlerhafte Produkte. Aus diesem Grund betreffen Rückrufaktionen in der Regel nur Mängel an sicherheitsrelevanten Bauteilen.
Grundlage für Rückrufe ist das Geräte- und Produktsicherheitsgesetz. Zur Benachrichtigung der Fahrzeugbesitzer ist meist die Unterstützung des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) erforderlich, da dieser Behörde der Name und die Anschrift des aktuellen Halters bekannt sind. Neben den gesetzlich vorgeschriebenen Rückrufen beheben die Hersteller kleinere Mängel oftmals ohne wissen den Kunden in sogenannten Serviceaktionen. Diese stillen Rückrufe erfolgen in der Regel im Rahmen einer Inspektion und sind wie die offiziellen Rückrufe für den Kunden kostenlos.
21. Mai 2012 – Der italienische Sportwagenhersteller Ferrari muss einige Modelle der Baureihen California und 458 Italia zurückrufen. Das Finish der Kurbelwelle entspricht nicht den Vorgaben.
16. April 2012 – Wegen eines Problems mit der Kühlmittelpumpe für den Turbolader muss BMW weltweit 9.200 Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen. Betroffen sind aber auch Mini- und Rolls Royce-Modelle.
8. März 2012 – Toyota beordert in den USA annähernd 700.000 Fahrzeuge dreier Baureihen in die Werkstätten. Allerdings sind die Defekte weit weniger dramatisch als bei der Pannenserie des Jahres 2010.
25. Februar 2012 – Porsche muss etwa 100.000 Cayenne-Modelle in die Werkstätten bitten. Qualitätsmängel am Verriegelungssystem der Frontscheinwerfer der Baujahre 2011 und 2012 seien der Grund für den Reparaturbedarf.
13. Februar 2012 – BMW muss wegen Schludereien bei Rückrufen drei Millionen Dollar Strafe in den USA zahlen. Der Hersteller habe in mehreren Fällen zu spät und lückenhaft über Mängel an seinen Fahrzeugen informiert.
16. Januar 2012 – BMW muss wegen Problemen mit einer Kühlwasserpumpe weltweit rund 235.000 Fahrzeuge der Marke Mini zurückrufen. In Deutschland sind rund 22.000 Autos von der Aktion betroffen.
16. Januar 2012 – VW ruft weltweit rund 300.000 Modelle mit Zweiliter-TDI-Motoren in die Werkstätten zurück. Die Einspritzleitungen der Dieselmotoren können undicht werden.
12. Januar 2012 – Ford stößt mitten in der laufenden Auto Show in Detroit einen großen Rückruf an: Fast eine halbe Million Wagen im Heimatmarkt USA müssen in die Werkstätten, um technische Probleme zu beheben.