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Nürburgring 2009

Hinter den Kulissen des neuen Nürburgrings

Nach 19 Monaten Bauzeit ist es am 9. Juli endlich soweit: Das gewaltige, 252 Millionen Euro teure Projekt "Nürburgring 2009" wird eröffnet. Wir werfen einen hinter die Kulissen des hochmodernen Freizeit- und Business-Zentrums.

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Nürburgring 2009

Neue Attraktion am Ring: die Hochgeschwindigkeitsachterbahn ring°racer.

Neue Attraktion am Ring: die Hochgeschwindigkeitsachterbahn ring°racer.

Der Nürburgring ist eine Rennstrecke der Superlative: 80 Jahre Tradition, zwei Millionen Besucher jährlich, rund 100 Rennen und etwa 200 weitere Events pro Jahr. Kaum eine andere Rennstrecke hat mehr zu bieten. Weltweit. Doch jetzt setzen die Macher in der Eifel noch eins drauf: Mit dem Projekt "Nürburgring 2009" wollen sie neue Zielgruppen erreichen.

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Hinter dem Schlagwort verbirgt sich der Ausbau der Piste zu einem ganzjährig nutzbaren Business- und Freizeitzentrum. Rund eine halbe Million Besucher pro Jahr will Geschäftsführer Walter Kafitz künftig zusätzlich anlocken. Am 9. Juli ist es soweit: Dann sind die Bauarbeiter nach rund eineinhalb Jahren abgezogen und die Einweihungs-Feierlichkeiten können beginnen.

Ring-Projekt mit tollen Dimensionen

Wenn die Festgäste alles sehen wollen, sollten sie eine Menge Zeit mitbringen. Denn der 252 Millionen Euro teure "Nürburgring 2009" ist ein Bauvorhaben mit wahrhaft gewaltigen Dimensionen. Zwischen dem alteingesessenen Dorint-Hotel und dem neuen Lindner-Hotel mit einem Hubschrauber-Landeplatz auf dem Dach, erstreckt sich auf 550 Meter Länge das Kernstück des Komplexes.

Genaugenommen besteht der Neubau auf 92 000 Quadratmetern - was der Fläche von rund 15 Fußballfeldern entspricht - aus drei Komponenten: dem 350 Meter langen, überdachten ring°boulevard mit Shops von Autoherstellern und Zubehör-Spezialisten sowie der ring°arena, dem welcome°center und dem ring°werk.

Eifeldorf und ring°werk

Quasi auf der Rückseite dieser Bauwerke befindet sich die neue Haupttribüne. Von 4.760 Sitzplätzen hat man einen hervorragenden Blick auf die Start- und Zielgerade und die Boxengasse. Vis-à-vis, auf der gegenüberliegenden Seite der Bundesstraße, findet man eine weitere neue Fremdenverkehrs-Attraktion, das "Eifeldorf Grüne Hölle". Rund ein halbes Dutzend Themen-Restaurants, ein weiteres Hotel sowie eine gewaltige Disco gruppieren sich um einen zentralen Platz.

Für die meisten Besucher ist aber weniger Speis und Trank, sondern vielmehr das ring°werk der Anziehungspunkt Nummer eins. Von außen betrachtet wirkt die 15.000 Quadratmeter große Halle eher nüchtern und zweckmäßig. Doch innen geht's hoch her. Rund ein Dutzend Attraktionen sorgen dafür, dass die Besucher vier bis fünf Stunden lang bestens unterhalten werden.

Motorsport hautnah erleben

Im Ring-Werk, einer Mischung aus Science-Center, Museum und Erlebniswelt, können die Besucher tief eintauchen in die Welt des Motorsports: So kann man beispielsweise in einem Techniklabor ausprobieren, wie sich das Fahrverhalten eines Rennautos ändert, wenn der Heckflügel verstellt wird. Wer will, kann an einem Formel 1-Auto das hurtige Reifenwechseln üben oder sich in einem 4D-Kino amüsieren.

Das spektakulärste Feature des "Nürburgring 2009" ist ohne Zweifel der so genannte ring°racer. Der etwas angestaubte Begriff Achterbahn wirkt in diesem Zusammenhang tatsächlich überholt. Der ring°racer bietet Atemberaubendes. Die rasante Fahrt beginnt mit einer Geraden zwischen Haupttribüne und Strecke. Vor dem Lindner-Hotel steigt das Gleis einer kühnen Schleife himmelwärts. Zurück geht es dann durch das Gebäude des ring°boulevard. In 2,5 Sekunden werden die Passagiere auf 217 km/h katapultiert - ein weiterer Superlativ für den Nürburgring.

Autor: Claus Mühlberger
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