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Gebrauchtwagen Dodge Caliber im Mängelreport

Kompakter Ami für Deutschland

Foto: Hans-Dieter Seufert 12 Bilder

Der Dodge Caliber fristet ein Nischendasein. Dabei zählt er zu den günstigsten Kompaktwagen. Alle Infos und Mängel zum Dodge Caliber lesen sie im großen Gebrauchtwagenratgeber.

14.04.2010 René Olma

Ausgerechnet auf die hart umkämpfte Kompaktklasse konzentrierte sich die Chrysler-Marke Dodge 2006 bei ihrem Start auf dem deutschen Markt. Der Caliber sollte den Erfolg bringen.

Großzügig gestaltetes Raumangebot

Auf den ersten Blick keine schlechte Wahl: Zwar arbeiten unter der Motorhaube nur vier Zylinder, doch mit einer Länge von 4,42 Metern zählt er zu den üppigeren Vertretern im Segment. Entsprechend großzügig gestaltet sich das Raumangebot. Das Kofferraumvolumen von 524 bis 1.339 Litern liegt über dem Klassendurchschnitt. Gleichzeitig hebt sich der Dodge optisch mit seinem bulligen Kühlergrill und den großen Rädern (17 und 18 Zoll) von der Masse ab.

Vor allem zählt er mit einem Einstiegspreis von rund 16.000 Euro zu den günstigsten Kompaktwagen. Allerdings müssen Käufer Abstriche hinnehmen: Innen umgibt die Passagiere eine Hartkunststoffwüste, und die Sitze bieten wenig Seitenhalt. Die Caliber-Fahrer können damit offenbar leben, zumal der Dodge kaum mit Defekten auffällt.

Kompromissbereitschaft erfordert die Wahl des Triebwerks.

Die Benzinerpalette beginnt beim 150 PS starken 1,8-Liter-Vierzylinder. Die Einstiegsversion zählt zu den beliebtesten Modellen, was aber vor allem daran liegen dürfte, dass die Käufer zugunsten des niedrigen Preises auf dynamische Fahrleistungen verzichten. Auch der Zweiliter-Benziner (156 PS) kann das nicht besser: Sein serienmäßiges stufenloses Automatikgetriebe versteht es, die Mehrleistung zu kaschieren.

Nur eine Randerscheinung ist der SRT4 mit 2,4-Liter-Turbo (295 PS). Die beste Wahl bleibt somit der Zweiliter-Pumpedüse-Diesel mit 140 PS. Der VW-Motor kämpft zwar auch tapfer mit dem hohen Fahrzeuggewicht, ermöglicht aber mit seinem kräftigen Durchzug ein amerikanisches Cruiser-Fahrgefühl. Dank Euro 4-Einstufung erhalten alle Modelle die grüne Feinstaubplakette. Bedingt durch das relativ geringe Angebot auf dem Gebrauchtmarkt muss man für einen Caliber aus zweiter Hand mindestens 9.000 Euro investieren. 

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