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Kfz-Versicherung

Geld sparen mit richtigem Schadenmangement

Kfz-Versicherung

Anstatt bei kleineren Unfällen die Kfz-Versicherung die teure Autoreparatur zahlen zu lassen, kann man mit dem Schadenrückkauf sehr viel Geld sparen. Denn meist sind die Folgen eines Missgeschicks nur kleine Beulen und Kratzer. Das richtige Schadenmangement.

09.08.2009 Henning Busse

Einmal unachtsam, und schon ist das Malheur passiert: Beim Ausparken wird ein anderes Auto beschädigt. Meist sind die Folgen des Missgeschicks nur harmlose Lackkratzer oder Beulen - ein Bagatellschaden, den die Ver­sicherung schnell aus der Welt schafft, denken viele in diesem Moment.

Nach einem Unfall wird die Schadensfreiheitsklasse zurückgestuft

Doch Vorsicht: Für den Auto­fahrer, der den Unfall verursacht hat, kann es ein teures Nachspiel geben. Ganz gleich, welch ein Schaden entstanden ist: Die Assekuranz stuft den Kunden nach der Abwicklung in eine schlechtere Versiche­rungsklasse ein - und die Rückstufung fällt in der Regel nicht klein aus. Wer zum Bei­spiel auf 16 unfallfreie Jahre in der Haftpflicht zurückblickt, dem rechnen viele Unterneh­men schon nach einer leichten Karambolage nur noch den Rabatt für sechs schadenfreie Jahre an. Somit steigt der Ver­sicherungsbeitrag deutlich.

Bei kleinen Schäden lohnt sich die Abwicklung über die Versicherung oft nicht

Je nach Assekuranz hat der Kun­de dann nicht mehr 35, son­dern 55 Prozent der Grundprä­mie zu zahlen. Gerade wenn es um kleine Schäden im Haftpflichtbereich geht, ist die Abwicklung über die Versicherung nicht der beste Weg. Denn es dauert Jahre, bis der Autofahrer wie­der zu seiner alten Einstufung zurückgekehrt ist. Unter dem Strich hat er der Gesellschaft dann mehr an Beitrag gezahlt, als der Schaden ursprünglich ausmachte. Hier lohnt es oft, die Reparatur­kosten des Gegners aus eige­ner Tasche zu zahlen.

Haftpflichtversicherung: Unfallschäden unter 1.000 Euro sollte man selbst bezahlen

Ab wel­chem Betrag sich das Ganze lohnt, haben die Marktbeob­achter von Aspect Online anhand verschiedener Autofah­rerprofile berechnet. Dabei kam heraus: Im Schnitt sind Schä­den unter 1.000 Euro ein klarer Fall für den eigenen Geldbeutel. Bis zu welcher Grenze es sich genau lohnt, den Schaden der anderen Partei zu überneh­men, vermerken mittlerweile viele Kfz-Versicherer auf der Jahresrechnung. Falls nicht, sollte man den Betrag nach einem Unfall erfragen. Bei kleineren Schäden informieren viele Unternehmen von sich aus ihre Kunden.

Unfälle sollten immer der Kfz-Versicherung gemeldet werden

Es empfiehlt sich ohnehin, je­den Crash der Assekuranz zu melden. Das verhindert, dass es später ein böses Erwachen gibt, wenn nach Absprache einer privaten Schadenregulie­rung die Beschädigung am Au­to des Unfallgegners doch grö­ßer ausfällt. Die Kfz-Versicherung kann in diesem Fall die Leis­tungen reduzieren.

Schadensrückzahlung muss sechs Monate nach der Mitteilung erfolgen

Nachdem die Schadenhöhe mitgeteilt wurde, haben Kun­den sechs Monate Zeit, den Schaden zurückzukaufen. Die Versicherungseinstufung gilt weiterhin als unangetastet. In­zwischen bieten viele Asseku­ranzen diesen Service sogar in der Vollkasko an. Auch hier zeigen die Berechnungen von Aspect Online, dass Unfälle unter 1.000 Euro häufig besser selbst zu zahlen sind.

Rabattretter nach 25 unfallfreien Jahren

Und noch etwas: Wer 25 Jahre unfallfrei ist, erhält bei den Versicherern in der Haftpflicht oft den Rabattretter. Er verhin­dert, dass nach einem Crash höhere Beiträge anfallen. Der Schadenrückkauf ist somit nicht wichtig. Allerdings ist dieser Schutz meist auf nur einen Unfall begrenzt.

Rabattschutz ist meist nicht kostenfrei

Seit neuestem wird bei den Assekuranzen die Leistung Rabattschutz immer beliebter, die es in der Haftpflicht und Vollkasko gibt. Hier stufen die Anbieter den Kunden nach einem Unfall nicht automa­tisch in eine schlechtere Klas­se ein. Der Vertrag wird wei­terhin als schadenfrei angesehen. Dieser Service ist zwar oft nicht kostenlos, dafür wer­den den Kunden aber je nach Konzern bis zu drei Unfälle nicht angerechnet. Auch hier muss man sich wenig Gedan­ken um den Schadenrückkauf machen.

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