Bei Nebel und in der Dunkelheit sind gute Scheinwerfer nach wie vor das wichtigste Fahrer-Assistenzsystem. auto motor und sport widmet den Leuchten daher große Aufmerksamkeit bei allen Tests. Wie sich die einzelnen Systeme voneinander unterscheiden, ob Kurven- oder Abbiegelicht tatsächlich die Sicht verbessern, lässt sich schon auf den üblichen Vergleichsfahrten gut beurteilen. Dabei wird rasch klar, ob im Vorfeld dunkle Löcher bleiben oder wie homogen und weit der Lichtteppich vor dem Auto ist.
Lichtlabor bringt Schwächen an den Tag
Auch störende Reflexe, die an Mauern und Bewuchs neben der Straße auftreten können, werden hier schnell entlarvt. Harte Hell-Dunkel-Grenzen, die auf Dauer ermüden, zeigen sich ebenfalls nach kurzer Fahrt. Natürlich lässt sich die Leistung der Scheinwerfer nur bei optimaler Einstellung beurteilen, viele Testwagen müssen hier justiert werden. Zu den speziellen Lichttests und zu jedem Master-Test gehört zudem die Begutachtung der Scheinwerfer im Lichtlabor und im großen Lichtkanal von Hella. Im Labor werden die so genannten Isolux- Diagramme aufgezeichnet. Flächen gleicher Lichtintensität zeigen sehr anschaulich, wie leistungsfähig die Scheinwerfer sind. Lange und breite Flächen dunkler Färbung möglichst ohne Zacken an den Rändern sind gewünscht.
Xenonlicht ist hier dem Halogenlicht in aller Regel überlegen. Im 140 Meter langen und elf Meter breiten Lichtkanal werden dann alle Scheinwerfer unter identischen Umständen beurteilt, mit einem speziellen Vorhang lässt sich sogar Nebel simulieren. Da hier nicht gefahren wird, kann sich das Testteam voll auf die Leistung der Scheinwerfer konzentrieren. Bei einigen Testwagen denkt man dabei unwillkürlich an Goethes letzte Worte: "Mehr Licht!"


