Sommerreifentest 2005: Dimension 225/45 R 17 Y

Dazu kommt noch der Kumho Ecsta KU 19 – im Prinzip ein alter Bekannter, der aber bisher nur höchst bescheidene Testergebnisse erzielen konnte. Vor allem bei Nässe erwiesen sich sowohl das Fahrverhalten wie auch das Bremsvermögen als so unbefriedigend, dass der Reifen aus Korea mit der Bewertung „nicht empfehlenswert“ weit hinter der renommierten Konkurrenz landete. Das blieb beim Hersteller nicht ungehört. Der Ecsta wurde mit Blick auf die Nässe-Eigenschaften überarbeitet. Ein Außenseiter, der auf dem deutschen Markt Fuß fassen möchte, ist auch die Firma Matador in der Slowakei. Hectorra heißt ihr Produkt in der Sparte der sportlichen Breitreifen, und es macht vorneweg durch seinen extrem günstigen Preis auf sich aufmerksam.

Ein Satz Matador in der getesteten Dimension kostet im Durchschnitt nur etwa die Hälfte dessen, was in die Reifen der renommierten Premium-Hersteller investiert werden muss. Den höchsten Stellenwert im Test haben die sicherheitsrelevanten Kriterien bei Nässe. Denn hier trennt sich, wie die Punktwertung zeigt, die Spreu vom Weizen.Vor allem, was das Bremsvermögen angeht. Auf der mit einem sehr geringen Reibwert versehenen Bremsbahn des Testgeländes treten enorme Unterschiede zutage. Am besten bremst der Pirelli. Schon der Zweitplatzierte Kumho braucht bei der Vollbremsung aus 100 km/h 3,5 Meter mehr. Die beiden Michelin- Reifen enttäuschen auf der extrem rutschigen Oberfläche, liegen aber immer noch weit vor dem Matador, dessen Bremsweg 16,8 Meter länger ausfällt als der des Pirelli. Je griffiger die Fahrbahn ist, desto mehr schmelzen die Differenzen zusammen. Auf trockenem Asphalt landet der Matador zwar ebenfalls auf dem letzten Platz, was aber gegenüber dem Goodyear, der die höchste Verzögerung erzielt, ei- nen nur noch um 3,6 Meter verlängerten Bremsweg bedeutet.

Die Entwicklungsarbeit am Kumho war ein voller Erfolg. Er bremst bei Nässe nicht nur gut, sondern beweist auch eine ausgezeichnete Traktion und ein gutmütiges Fahrverhalten. Die dürftigen Resultate bei den Aquaplaning-Tests sowie die nicht befriedigende Seitenführung beweisen allerdings, dass der Rückstand auf die besten Nässe-Reifen noch nicht vollständig aufgeholt ist. Spitzenreiter auf Nässe bleibt der Pirelli, der sich mit dem Continental ein Kopf-an- Kopf-Rennen liefert. Beide vermitteln mit neutralem Eigenlenkverhalten und mit exakten Lenkreaktionen ein hohes Maß an Fahrsicherheit bis in den Grenzbereich. Der Conti bietet in Aquaplaning-Situationen die besseren Eigenschaften, der Pirelli erzielt den kürzeren Bremsweg, was den Ausschlag zu seinen Gunsten gibt.

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cwa

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