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Super Aguri-Honda

Seit 2006 bereicherte mit Super Aguri ein kleiner japanischer Rennstall mit viel Herzblut aber wenig Geld den Formel 1-Zirkus. Zum andauernden sportlichen Misserfolg gesellten sich 2008 allerdings immer mehr finanzielle Probleme, so dass die sympathische Truppe um Teamchef Aguri Suzuki nach dem Spanien GP 2008 entgültig aufgeben musste.

Als Satelliten-Team von Honda nahm Super Aguri 2006 erstmals an der Weltmeisterschaft teil. Die japanische Konzernmutter lieferte nicht nur den Antriebsstrang sondern nutzte das kleine Team auch zur Ausbildung der werksgeförderten Fahrer. So durften in der ersten Saison mit Takuma Sato, Yuji Ide, Franck Montagny und Sakon Yamamoto gleich vier Piloten im Cockpit Platz nehmen.

Als rollende Schikanen belächelt blieb allerdings von Beginn an der Erfolg fern. Auch das Jahr 2007 stand unter keinen guten Vorzeichen. Nach einem nicht bestandenen FIA-Crashtest konnte die Teamleitung das neue Auto erst 48 Stunden vor dem ersten Rennen in Australien präsentieren. In Spanien folgte dann aber endlich ein positiver Höhepunkt, als Sato von zahlreichen Ausfällen profitierte und auf Rang acht den ersten WM-Punkt eroberte. Nur einen Monat später folgte in Montreal der größte Erfolg: Sato landete auf Rang sechs und konnte sogar den ehemaligen Weltmeister Fernando Alonso auf der Strecke überholen.

Danach ging es allerdings schnell wieder bergab mit dem Team. Der neue Sponsor SS United kam seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nach und Teamchef Aguri Suzuki musste 30 Mitarbeiter entlassen. Dazu keimte immer wieder ein Streit um die Rechtmäßigkeit von Kundenautos auf. Die Unsicherheit über die Legalität des auf dem Honda basierenden Autos schreckte weitere Sponsoren ab.

Zu Saisonbeginn 2008 wurde die Lage immer ernster. Zunächst pumpte Honda noch finanzielle Mittel in den Rennstall, drehte aber nach dem Rennen in Spanien den Geldhahn entgültig zu. Das Team reiste zwar noch nach Istanbul, durfte das Rennen dort aber nicht antreten.