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Lada Niva Hunter 4x4 1.7i im Supertest

Was kann der Stolz der Taiga im Härtetest?

Lada Niva Hunter 4x4 1.7i Foto: Stephan Lindloff 28 Bilder

Günstiger geht nicht: der Lada Niva 4x4 1.7i ist die russische Antithese zum ewigen Wettrüsten im Allrad-Lager. 33 Jahre hat der Niva schon hinter sich gebracht, ein Ende ist vorerst nicht in Sicht. Der Stolz der Taiga im Supertest.

15.04.2009 Torsten Seibt Powered by

Bis auf ein zartes Facelift vor 14 Jahren ist der Lada Niva, Typ 2121 seit seinem Erscheinen konzeptionell unverändert, lediglich die Motorisierung wurde im Laufe der Zeit modernisiert. Der Niva ist mit Abstand der preisgünstigste Geländewagen auf dem Markt und technisch gleichzeitig der dienstälteste Allradler. Für die meisten ist es ist nicht einfach, sich dem Lada Niva zu nähern, ohne gleich gönnerhaft-ironische Sprüche zu machen. Deshalb ganz nüchtern vorausgeschickt: Der Niva ist ein konzeptionell über 30 Jahre altes Fahrzeug, das sich mit den heute andernorts gebauten Geländewagen nur schwer vergleichen lässt. Und das ist gut so.

Lada Niva mit permanentem 4x4

Als Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts die ersten Niva nach Deutschland kamen, war das Auto für damalige Verhältnisse revolutionär - permanenten Allrad, Schraubenfedern oder eine selbsttragende Karosserie hielten seinerzeit andere Allrad-Hersteller für Teufelszeug. Bis auf den moderneren und ansatzweise sparsameren Motor, der heute verbaut wird, hat sich an der Technik des Niva nichts verändert.

Der Verzicht auf Abstandsradar und belüftete Massagesitze sowie seine einzigartig einfache Konstruktion verhelfen ihm zu einem konkurrenzlosen Preis und extrem niedrigem Gewicht - unter dem Aspekt der Geländetauglichkeit eins der wichtigsten Merkmale. Klar ist aber auch: Pedantische Erbsenzähler werden mit einem Niva niemals glücklich werden. Insbesondere die immer noch recht rustikale Verarbeitung muss man akzeptieren.

Ein echter Lada Niva reift beim Kunden

Insofern scheint es ratsam, seinen Niva beim offiziellen Vertragshändler von Lada Deutschland zu erwerben, weil der vor der Auslieferung noch mit Rostschutzmaßnahmen und Nacharbeiten etwas Feintuning betreibt. Auch die werkseitige Garantie ist im Gegensatz zu noch günstigeren Internet-Schnäppchen nicht zu verachten, und wenn der Vertragshändler in der Nähe wohnt, kann man dort anfängliche Wehwehchen kostenfrei beheben lassen - ein echter Niva reift beim Kunden. Beispielsweise laborierte unser Testwagen an einem Riss im Abgaskrümmer. Abfinden muss man sich auch mit einer etwas eingeschränkten Funktionalität - die kleinen Außenspiegel machen jede Rückwärtsfahrt zum Ratespiel, die extrem schwankende Spritanzeige taugt noch nicht einmal zum Schätzen. Doch angesichts des mit 45 Litern sehr knapp bemessenen Tanks muss man sich für Fernreisen ohnehin etwas einfallen lassen.

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