Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Mitsubishi L200 2.5 DI-D+ im Supertest

Das Runde muss ins Dreckige

Foto: Starck 13 Bilder

Der Mitsubishi L200 markiert mit Permanent-Allrad, ESP und kräftigem Motor den aktuellsten Stand der Pickup-Technik - genug für den Supertest? Auch der Mitsubishi L200 musste sich in neun Disziplinen beweisen.

27.09.2008 Powered by

Das Segment hat eigentlich er erfunden: Obwohl der Ur-L200 noch ein sehr gemächliches und spartanisch ausgestattetes Fahrzeug war, erkannte Mitsubishi bereits früh die Zeichen der Zeit und bot mit der Magnum genannten Topausstattung erheblich mehr Komfort als im PritschenGewerbe üblich.

Der aktuelle L200 ist die vierte Auflage des Dauerbrenners

Die zweite Generation ab 1996 schaffte es dann endgültig, als vollwertiger Ersatz für konventionelle Geländewagen zu punkten. Der aktuelle L200 ist die vierte Auflage des Dauerbrenners, und näher am SUV-Komfort als er war bislang noch kein Pick-up seiner Klasse. Das hat nicht nur Ausstattungsgründe, denn in dieser Beziehung musste sich bereits das Vorgängermodell nicht verstecken. Vor allem ein für Pritschenwagen hoher Fahrkomfort und erstaunliche aktive Sicherheit zeichnen den auch optisch kaum noch als Nutzfahrzeug erkennbaren Kleinlaster aus.

L200 wahlweise mit Heck- oder permanentem Allradantrieb


Während die Konkurrenz nach wie vor mit zuschaltbarem Allradantrieb unterwegs ist, liefert der L200 in seiner aktuellen Fassung (mit höherwertiger Intense-Ausstattung) das Super-Select-Antriebssystem, dessen Funktion wir schon lange aus dem Pajero kennen: wahlweise Heck- oder permanenter Allradantrieb mit Untersetzung und Verteilergetriebe-Sperre. Die günstigere Invite-Ausführung kommt zwar weiterhin mit starrem Zuschaltallrad, versöhnt dafür aber mit einer echten 100-Prozent-Sperre für die Hinterachse.

Mit dem ESP zieht auch gleichzeitig eine elektronische Traktionskontrolle ein

Die ist beim Intense und beim getesteten Sondermodell "30 Jahre" nicht an Bord, denn hier arbeitet Elektronik: Das bei Mitsubishi MASC genannte ESP hat bislang nur der L200, die übrige japanische Konkurrenz verzichtet leider auf den Schleuder-Verhinderer. Dabei können gerade Pick-ups mit ihrer ungünstigen Achslastverteilung dieses Plus an Fahrsicherheit im Alltag gut gebrauchen. Mit dem ESP im L200 zieht auch gleichzeitig eine elektronische Traktionskontrolle ein, die durchdrehende Räder abbremst - Grund für den Verzicht auf die hintere Achssperrre.

Das Fahrwerk ist sehr auf freundlich getrimmt

Zu guter Letzt ist außerdem das Fahrwerk sehr auf freundlich getrimmt: Schraubenfedern statt störrischer Drehstäbe vorn sowie die mehr auf Komfort als auf Nutzlast abgestimmte Blattfederung hinten - so fährt’s sich auf der Straße sehr bequem. Wo andere Pick-ups hoppeln, auskeilen, trampeln, bleibt der Mitsubishi erstaunlich ruhig. Gute Voraussetzung für wellige Pisten. Und tatsächlich: Die Verbindungsstrecken zwischen den Prüfsektionen unseres Supertests nimmt der L200 mit großer Gelassenheit. Ohne Versetzen oder wildes Gehüpfe lässt er sich auch bei hohem Tempo über die unbefestigten Waldwege in Horstwalde treiben.

Mitsubishi L200-Testwagen mit 167 PS

Unser Testwagen hatte die Mitsubishi-eigene Leistungssteigerung erhalten - 167 statt 136 PS. Damit bewegt man sich auf Augenhöhe mit der kräftigen Konkurrenz von Nissan und Toyota. Dazu ein ziemlich strammes Drehmoment: 402 Newtonmeter lassen Mitsubishis Haustuner auf die Wellen los, da freut man sich direkt auf das erste tiefe Schlammloch.

Der Durst des L200 steigt nicht ins Unermessliche

Die Leistung wird dabei schön gleichmäßig abgegeben. Auf der Straße liefert der Vierzylinder ohne Anfahrloch über den gesamten Drehzahlbereich sanften, aber nachdrücklichen Schub. Wirklich interessant dabei: Der Durst des L200 steigt nicht ins Unermessliche, da ist man von anderen Pick-ups wesentlich Schlimmeres gewohnt. Bei ganz normaler Fahrweise ist ein Neun-Liter-Schnitt jederzeit drin. Und selbst wenn man zwischendurch mal richtig am Kabel zieht, wird es nicht arg, der Maximalverbrauch im Test lag bei 13 Liter Diesel - mit hohem Vollgasanteil auf der Autobahn. So sind selbst bei abenteuerlichen Afrika-Touren auf Sandpisten Reichweiten von 400 bis 500 Kilometern ohne Nachzutanken drin - nicht nur in den Weiten der Sahara irgendwie beruhigend.

Stabile Verzurrösen für die Ladungssicherung sind ausreichend vorhanden

Ein Nachteil der sehr geräumigen, für vier Erwachsene voll langstreckentauglichen Kabine ist die im Gegenzug etwas knapp bemessene Ladefläche - da bietet die Konkurrenz durchgängig mehr. Mit nur 1,33 Meter Länge muss man sich bei langer Ladung damit behelfen, die Heckklappe geöffnet zu lassen. Stabile Verzurrösen für die Ladungssicherung sind allerdings ausreichend vorhanden. Wer mehr Wert auf den Güter- als auf den Personentransport legt, erhält den L200 auch als Einzel- und Anderthalbkabiner - Ersteren zwar nur mit Zuschaltallrad, beide aber in jedem Fall mit der niedrigeren Lkw-Steuer.

Anzeige
Mitsubishi L200 2,4 DI-D, Ausfahrt, Gelände, Impression Mitsubishi L200 ab 187 € im Monat Leasing & Vario-Finanzierung Jetzt Fahrzeug konfigurieren
Mitsubishi L200 Mitsubishi Bei Kauf bis zu 26,90% Rabatt Jetzt Fahrzeug konfigurieren
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Autokredit berechnen
Anzeige
Gebrauchtwagen Angebote