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Takuma Sato

In Japan ist Takuma Sato ein Volksheld mit Kultcharakter. Der Formel 1-Welt konnte der sympathische Mann aus Tokyo allerdings noch nicht so recht seinen Stempel aufdrücken.

Der Begriff "Späteinsteiger" trifft es wohl am besten: Erst mit 19 Jahren stieg Takuma Sato in den Kart-Sport ein. Nach nur zwei Jahren Rennerfahrung in der Rennfahrerschule von Honda und der japanischen Formel 3 wechselte Sato 1998 nach Europa. Nach anderthalb Jahren Ausbildung in verschiedenen Junior-Formel Serien, wechselte der Japaner 1999 in die britische Formel 3. Nach einem dritten Platz in der ersten kompletten Saison gelang Sato schon im zweiten Jahr das Meisterstück.

Dank der Unterstützung von Honda ging es anschließend direkt in die Formel 1. Beim Team von Eddie Jordan handelte sich Sato allerdings schnell den Ruf als Crash-Pilot ein. In seinen ersten elf Rennen sah der immer fröhliche Japaner nur vier Mal die Zielflagge. Beim Debüt im März 2002 in Australien war es allerdings die Elektrik, die für ein vorzeitiges Aus in der zwölften Runde verantwortlich war. Frei nach dem Motto "das Beste zum Schluss", hob sich Sato den Saisonhöhepunkt für das Finale in Suzuka auf. Bei seinem Heimrennen gab es auf Rang fünf die ersten WM-Punkte.

Trotz des guten Saisonabschluss konnte sich Sato für die folgende Saison kein Cockpit sichern. Als Test- und Ersatzpilot durfte er beim Heim GP 2003 immerhin Stammpilot Jacques Villeneuve ersetzen und fuhr wie schon im Vorjahr in die Punkte. 2004 erhielt Sato bei BAR dann endlich ein konkurrenzfähiges Auto. Beim Rennen in Indianapolis im Juni folgte der Höhepunkt seiner Karriere: Als zweiter japanischer Fahrer überhaupt konnte Sato aufs Podium fahren. Dem dritten Platz sollten noch einige Punkteplatzierungen folgen.

Am Ende der Saison landete der Japaner auf Rang acht in der Fahrerwertung. Teamkollege Jenson Button konnte die Saison sogar als Dritter beenden, weshalb Satos Abschneiden nicht unbedingt als Erfolg gewertet werden konnte. Zahlreiche technische Defekte halfen Sato über das Jahr auch nicht unbedingt, seine Bilanz zu verbessern. 2005 musste das Team einen deutlichen Abschwung verkraften. Sato sammelte nur noch einen einzigen Zähler und musste sich Button erneut deutlich geschlagen geben.

So war es auch nicht verwunderlich, dass der kleine Mann aus Tokyo in der folgenden Saison im Werksteam von Rubens Barrichello ersetzt wurde und zur kleinen Schwester Super Aguri wechselte. Mit einem nicht konkurrenzfähigen Auto konnte Sato 2006 allerdings gar nicht mehr in die Punkte fahren. In der folgenden Saison kam er noch zweimal in die Top 8, wobei noch vier WM-Zähler heraussprangen.

Zusätzlich zur sportlichen Krise geriet das Team 2008 immer mehr durch finanzielle Probleme in die Schlagzeilen. Nach dem vierten Rennen in Barcelona war entgültig Schluss: Honda drehte den Geldhahn zu und Super Aguri musste den Rennbetrieb einstellen. Seitdem wartet Sato auf ein neues F1-Cockpit.