Navigation und i-Drive
Geblieben ist es bei der ergonomisch günstigen Position des serienmäßigen Controllers auf der Mittelkonsole, mit dem neben diversen Einstellungen auch das optionale Navigationssystem (2.900 Euro) bedient wird. Auf häufig benutzte Funktionen kann nun über Tasten vor dem i-Drive direkt zugegriffen werden. Zusätzlich lassen sich neuerdings beliebige Menü-Punkte auf den acht Favoritentasten ablegen und nicht nur Sender, Rufnummern und Navi-Ziele. Auf dem 10,2 Zoll großen Monitor mit einer Auflösung von 280 x 480 Punkten werden die übersichtlichen Menüs, die neue Höhenkarte sowie Sehenswürdigkeiten an der Route in fotorealistischer Anmutung brillant dargestellt.
Motoren
Wenn die neue BMW 7er-Reihe am 15. November auf dem Markt kommt, werden drei neue Antriebseinheiten zur Wahl stehen. Diese sind ausschließlich mit Direkteinspritzung und Turboaufladung erhältlich. Das Volumenmodell in Europa wird der 730d sein. Der neu entwickelte Vollaluminium-Sechszylinder mit 245 PS besitzt einen Turbolader mit elektrisch verstellbaren Leitschaufeln und konsumiert im EU-Zyklus zehn Prozent weniger als der Vorgänger. Beim 740i kommt entgegen der Typenbezeichnung kein Vierliter-Aggregat zum Einsatz, sondern der aus dem 335i bekannte Dreiliter-Sechszylinder mit zwei Turboladern.
Die Leistung wurde im Siebener auf 326 PS gesteigert, während der Verbrauch im Vergleich zum 20 PS schwächeren Vorgänger mit V8-Saugmotor um 1,3 L/100 km niedriger ist. Downsizing auch beim vorläufigen Top-Modell 750i: An die Stelle des 4,8 Liter großen Saugers mit 367 PS tritt der 4,4-Liter-V8 mit zwei Turboladern und 407 PS aus dem X6. Später könnte das Angebot um einen rund 300 PS starken 740d mit Dreiliter-Sechszylinder und Stufenaufladung erweitert werden.
Assistenzsysteme
In der neuen BMW 7er-Reihe sorgen Kameras und Radarsensoren für mehr Sicherheit und Komfort. Das Night Vision-System ist eine Wärmebild-Kamera in der BMW-Niere, die bei Dunkelheit Menschen und Tiere vor dem Auto erfasst und auf dem Display anzeigt, lange bevor sie im Lichtkegel der Scheinwerfer auftauchen. Das System analysiert die Bewegungsmuster und kann so Fußgänger von anderen warmen Objekten unterscheiden. Betritt eine Person die Fahrbahn, erhält der Fahrer zudem einen Warnhinweis.
Eine weitere Kamera am Fuß des Innenspiegels erkennt anhand der Fahrbahnmarkierungen, wenn das Fahrzeug die Spur zu verlassen droht. Geschieht das ohne vorheriges Blinken, wird der Fahrer durch Vibrationen im Lenkrad darauf hingewiesen. Außerdem registriert die Kamera auch Verkehrszeichen. Nach einem Abgleich mit den im Navigationssystem hinterlegten Daten wird das jeweils geltende Tempolimit für die entsprechende Fahrspur im Tacho und - falls vorhanden - per Head-up-Display angezeigt. Dabei beachtet das System auch temporäre Begrenzungen.


