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14 Eiskratzer im Test

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Eiskratzer-Test, Luca Leicht Foto: Dino Eisele 20 Bilder

Das Angebot an Eiskratzern ist riesig – von günstig bis teuer ist alles dabei. Wir haben 14 Kratzer getestet und sagen, welche Unterschiede es gibt und worauf Sie beim Kauf achten sollten.

23.01.2015 Luca Leicht

Wenn die Tage kürzer werden und die Temperaturen nachts den Gefrierpunkt unterschreiten, bricht wieder die Zeit des Scheibenkratzens an. Die Eiszeit. Besonders schwer haben es dann Laternenparker, die ihren Wagen über Nacht draußen im Freien stehen lassen. Jeden Morgen müssen sie mit kalten Fingern eine fiese Eisschicht vom Auto kratzen und das mitleidige Lächeln des Nachbarn ertragen, der eine Standheizung hat. Wer die Qual hat, hat die Wahl. Zur Sicherheit muss also ein Eiskratzer her. Beim umfangreichen Angebot, das es mittlerweile im Autofachhandel, in Online-Versandhäusern und der Werbegeschenkindustrie gibt, fällt die Wahl nicht leicht.

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Service Eiskratzer im Test
auto motor und sport 01/2015
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Der passende Kratzer für jede Situation

Günstig oder teuer? Metall- oder Kunststoffklinge? Langer, kurzer oder doch ausziehbarer Griff? Oder genügt nicht doch das einfache 99-Cent-Modell im CD-Hüllen-Format? So viel sei schon verraten: Für jede Situation gibt es den passenden Eiskratzer. Wer morgens die kleine Scheibenfläche eines Mazda MX-5 vor sich hat, hat eben andere Ansprüche als der Fahrer eines VW Multivan. Für den lohnt sich der Teleskopstab des Kungs Tele-IS, der den Stiel auf bis zu 105 Zentimeter verlängert und damit auch entfernte Stellen zugänglich macht.

Ähnlich gut ist auch der blau-weiße Michelin-Eiskratzer, dessen Klinge sich sogar drehen und damit von mehreren Seiten verwenden lässt. Ein besonders pfiffiges Detail sind die unten angebrachten Eiszähne, die sich ohne Drehen des Kratzers verwenden lassen — aber leider nur mittelmäßige Ergebnisse liefern.

Das Gegenteil ist der günstige Eisschaber Nigrin Silver Soft. Er hat die besten Eiszähne im Test, muss zu deren Einsatz jedoch umgedreht werden, sodass der ohnehin recht breite Griff nicht mehr gut in der Hand liegt. Zudem ist die glatte Kratzkante vergleichsweise schmal, und bei großen Scheiben müssen unzählige Bahnen geschabt werden.

Optik ist nicht alles

Mit einer besonders breiten Messingklinge und der besten Kratzleistung machte der Markenkollege Nigrin Silver Soft Messing auf sich aufmerksam. Insbesondere bei Metallklingen sollte man wegen möglicher Spuren im Glas aber auf saubere Scheiben achten. Mit rund 6 Euro liegt er wie der Testsieger von Kungs im Preis-Mittelfeld. Er muss zwar ohne Eiszähne, Handschuh und Furche zum Wischerblätterreinigen auskommen, bringt aber eine Gummilippe für Raureif und zum Wasserabziehen mit. Auch wenn ihm einiges fehlt, schmälert das nicht die Kratzleistung des Nigrin-Produkts im Test.

Wer aber Wert auf warme Finger und all die anderen Extras legt, ist mit dem Kungs Arctic IS und seinem wasserabweisenden Handschuh besser bedient. Noch schlechter war nur der Yeti-Eiskratzer. So ansprechend die Optik des 10-Euro-Kratzers ist, so schlecht war die Leistung. Der Handschuh ist zu kurz, der Griff rutschig und die Eiszähne sind unerreichbar unter der Polyesterpfote versteckt. Zu allem Übel ist er als Einziger im Test gebrochen.

So haben wir getestet

In Deutschland hat alles eine Norm – dachten wir zumindest. Für Eiskratzer gibt es bislang noch keine. Um dennoch vergleichbare Ergebnisse zu erzielen, verfrachteten wir Autoscheiben bei −7 °C in eine Klimakammer beim TÜV Süd und ließen sie eine Nacht herunterkühlen. Anschließend wurden die Scheiben mit einem feinen Nebel besprüht und eine weitere Stunde in der Kammer gefroren.

Diese Eiskratzer haben wir getestet
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Darauf sollten Sie beim Eiskratzen achten

1. Vorbereitung ist alles. Putzen Sie die Scheiben abends mit der Wischanlage. Schon kleinste Schmutzpartikel wirken beim Kratzen wie Schleifpapier und hinterlassen Spuren auf der Scheibe.

2. Befreien Sie die Wischer vom Eis, sonst riskieren Sie auch hier Spuren in der Scheibe. Manche Eiskratzer haben spezielle Kerben, um die Gummilippen zu säubern und zu enteisen.

3. Dicken Eisschichten rücken Sie am besten mit Eiszähnen, also der geriffelten Kante, zu Leibe. Anschließend sollten Sie mit der glatten Seite ohne übermäßigen Druck von oben nach unten schaben.

4. Entfrostersprays und Eiskratzer sind in Kombination unschlagbar und werden auch mit hartnäckigen Eisschichten fertig. Das Spray löst das Eis, und der Kratzer erledigt den Rest. Wer aber nur sprüht, riskiert erneutes Vereisen der Scheibe.

5. Wer nicht kratzen muss, der erhält das beste Ergebnis. Für Front- und Heckscheiben gibt es schon Abdeckfolien für zehn Euro. Gegen vereiste Seitenscheiben hilft dann aber doch wieder nur der Kratzer.

Fazit

Gerade einmal ein Drittel der Kratzer im Test ist empfehlenswert — der Rest ist nur mittelmäßig oder völlig nutzlos. Es hat sich aber wieder einmal gezeigt, dass die Teuren nicht zwangsläufig am besten sein müssen. Es reichen schon 2,89 Euro für ein gutes Ergebnis; wer 5,99 Euro bezahlt, bekommt sogar ein absolutes Spitzenprodukt.

Der Test zeigte aber auch eine Schattenseite, wenn es um das Thema Kosten geht. Sind die Produkte nämlich zu sehr auf preiswert getrimmt, dann leidet das Ergebnis, wie der gelbe Trapezkratzer von ATU im klassischen Werbegeschenkformat belegt. Also lässt sich am Ende eines festhalten: Bewegt sich der Eiskratzer vom Verkaufspreis her im Mittelfeld, dann bekommt der Autofahrer in den meisten Fällen ein gutes Produkt. Hier sprechen wir von 3-6 Euro – teurer braucht es nicht zu sein, günstiger ist ein guter Eiskratzer allerdings auch selten zu haben.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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