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Fahrradträger im Praxistest

8 Modelle mit E-Bike-Freigabe

Fahrradträger-Test, Aufbau Foto: Dino Eisele 32 Bilder

Der Radtransport auf der Anhängekupplung ist beliebt und mit faltbaren Trägern bequem.Doch wie schlagen sie sich beim Transport von E-Bikes? Acht Produkte im Test.

07.07.2013 Annette Napp 1 Kommentar

Die E-Mobilität boomt – zumindest bei Zweirädern. Schon über drei Millionen E-Bikes fahren bei uns umher. Entsprechend groß fällt das Angebot an Fahrradträgern aus. Vor allem die Variante für die Anhängekupplung ist beliebt, weil sie oft die einzige Möglichkeit darstellt, die Elektrobikes mit dem Auto zu transportieren.

Deshalb testete auto motor und sport gemeinsam mit der Schwesterzeitschrift Mountainbike acht dieser Träger mit ausdrücklicher E-Bike-Freigabe. Die Probanden, die sich alle nach dem Gebrauch platzsparendzusammenfalten lassen, müssen in der Handhabung und bei verschiedenen Fahrversuchen auf unseren Teststreckenüberzeugen.

Gute Beratung tut not

Fahrradträger Test ASV1217 Fahrradträger Konzeptvergleich Das beste Trägersystem für Sie

Alle Testkandidaten wurden im Einzelhandel oder im Internet gekauft. Dabei fiel auf: Die beste Beratung gibtes in großen Fahrradgeschäften und Läden für Autozubehör, die fast durchweg nur Produkte namhafter Hersteller anbieten und empfehlen– angesichts der Ergebnisse diesesTests durchaus lobenswert.

Generell empfiehlt es sich, vor dem Kauf die Montage der Träger im Handel zu probieren. Ein Blick in die Anleitung schadet dabei nicht. So finden sich dort Hinweise zum empfohlenen Tempolimit, das meist bei 130 km/h liegt, und zur Montage auf dem Kugelkopf – dass dieser fettfrei sein muss, ist nicht allen geläufig.

Ob das Auto für den Fahrradtransport geeignet ist, zeigt die zulässige Stützlast. Diese muss mindestens das Eigengewicht des Trägers sowie das der Fahrräder abdecken. Gerade bei E-Bikes lasten schnell rund 55 Kilogramm auf dem Heck. Um die Gewichtsverteilung zu verbessern, sollten lose Teile sowie der schwere Akku – falls möglich – getrennt im Fahrzeug reisen.

Wer am falschen Fleck spart, kann den sicheren Transport ans Ziel gefährden. Ein Tipp für Sparfüchse: Viele namhafte Hersteller bieten die Vorgängermodelle der aktuellen Trägergeneration weiterhin zu günstigeren Preisen an.

Atera Strada Vario 2

Bei den Fahrversuchen leistet sich der Atera-Träger kaum Schwächen, lediglich bei heftigen Ausweichmanövern bewegt sich der ganze Anbau mehr als beim Testsieger. Zudem stehen die Räder, bedingt durch dengeringen Schienenabstand von nur 19 Zentimetern, sehr dicht beieinander. Im ungünstigsten Fall kann das neben Kratzern am Rahmen auch zu Schäden am Schaltwerk und der Bremsanlage der Bikes führen. Bei der Handhabung verliert der Strada Vario 2 wichtige Punkte. So kann er nur auseinandergefaltet am Fahrzeug montiert werden, wodurch er sehr unhandlich wirkt. Dazu kommt der komplizierte Verschlussmechanismus in mehreren Schritten an der Anhängekupplung. Auch die Befestigung der Räder hat ihre Tücken. So wirken die Greifarme nur bedingt stabil und lassen sich zudem schwer wieder lösen. Positiv dagegen: Auf den Atera passen auch Reifen im breiten Plus-Format.

+: Flexibel bei verschiedenen Rad- und Reifengrößen, gute Fahreigenschaften

-: Unhandlich, komplizierter Verschlussmechanismus auf der AHK, Verschlüsse teils schwergängig

Eufab Poker-F

Auch im zweiten Anlauf kann der Eufab-Träger beiden Fahrversuchen nicht überzeugen: Obwohl die Klemmkraft gemäß der Anleitung nachgestellt wurde, verschiebt es den Träger beim Spurwechsel auf der Anhängekupplung, und eines der Fahrräder rutscht aus der Schiene. Auf der Rüttelstrecke kommt es zu starken, wenig vertrauenerweckenden Bewegungen. Daneben mindert die sehr labile Konstruktion mit vielen losen Einzelteilen weiter den Gesamteindruck. Selbst die Befestigung der Fahrräder mittels Textilriemen ist eine ziemlich fummelige Angelegenheit, an ein festes Verspannen der Räder oder gar Diebstahlschutz ist hiernicht zu denken. Für große Bikes müssen die Schienen nach Lösen zweier Schrauben herausgezogen werden – komfortabel geht anders. So gibt es für den Poker-F trotz teils deutlich günstigerer Preise im Netz keine Empfehlung.

+: Verschiebbare Schienen und Radschalen

-: Ausfall beim Spurwechselversuch, schlechte Verarbeitung, fummelige Befestigung der Fahrräder, hohes Eigengewicht

MFT EasyMount 2

Auch beim Träger von MFT kommen die Fahrräder dem Asphalt näher, als man es sich wünscht. Zwar treten Slalomfahrten im Alltag äußerst selten auf, Schlechtwegestrecken dagegen öfter: Hier rutschen die Fahrräder aus der Halterung, was bei keinem anderenTräger passierte. Schuld daran sind die Felgenriemen, die nur einfach eingehakt werden und sich beigroßen Schwingungsamplituden öffnen. Ein weiteres Manko ist dabei die Rad-an-Rad-Befestigung, da so beide Fahrräder vom Träger gezogen werden. Nicht so geschickt gelöst sind zudem das An- und Abmontieren des Trägers auf der Anhängekupplung, da alle Schritte in einer bestimmten, wenig intuitiven Reihenfolge gemacht werden müssen. Zuvor muss der Träger abererst in einem komplizierten Schwenk am Kupplungskopf positioniert werden. Die labile Verarbeitung trägt zum schlechten Abschneiden des EasyMount 2 bei.

+: Niedriges Gewicht

-: Felgenriemen gehen auf, Träger verrutscht bei Fahrversuchen auf der AHK, komplizierte Montage, labile Verarbeitung, nicht für breite Reifen geeignet

Thule EasyFold XT 2

So macht das Reisen mit Fahrrädern Spaß! Nach nur wenigen Handgriffen ist der EasyFold XT 2 auf der Anhängekupplung montiert und trägt die Bikes sicher durch jede Fahrsituation. Besonders lobenswert: Durch einen Drehmechanismus direkt am Verschlusshebel lässt sich die Klemmkraft schnell und einfach anpassen, außerdem sind fast alle Komponenten leicht und mit wenig Kraft zu bedienen. Schon das Design wirkt durchdacht und praxisgerecht. So erleichtern integrierte Griffe an den Schienenenden das Tragen, und dank des sicheren Stands lässt sich der Träger im zusammengeklappten Zustand gut lagern. Eine weitere Besonderheit bei Thule: Für die Greifarme gibt es spezielle Einlagenfür Carbonrahmen als Zubehör, aber auch die mitgelieferten Halter sind gut gummiert und verfügen über eine Drehmomentbegrenzung. Lediglich an den Felgenbändernfehlt eine schützende Gummierung.

+: Sicheres Fahrverhalten,schnelle und einfache Montage, für breite Reifen geeignet, stabil und gut verarbeitet

-: Wenig genaue Anleitung (nur Skizzen), kein Schutz für die Felgen

Twinny Load e-Wing

Insgesamt ist der Träger des niederländischen Herstellers Twinny Load gerade noch „empfehlenswert“. Er lässt zwar bei allen Fahrversuchen spürbar mehr Bewegungen zu als die Top-Träger, doch die mitgelieferte Unterlegscheibe erhöht die Klemmkraft so weit, dass der e-Wing beim Spurwechsel fest auf der Anhängekupplungsitzt. Allerdings ging der Test nicht spurlos amTräger vorbei, denn die Nietverbindungen lockerten sich am Gestänge – an der Verarbeitung sollte nachgebessert werden. Auch im täglichen Umgang gibt es Kritikpunkte. Obwohl die Montage des e-Wing gut klappt, ist die Befestigung der Fahrräder verbesserungswürdig.Weder die Rahmenhalter noch die Felgenriemen haben einen Spannmechanismus, zudem werden Letztere innerhalb der Schienen – also zwischen den Rädern –geschlossen. Positiv: In die weit auseinanderstehenden Schienen passen auch breite Reifen.

+: 24 Zentimeter Schienenabstand, Montage mit wenigen Handgriffen, Kennzeichenbeleuchtung

-: Schlechte Verarbeitung, fummelige Befestigung der Fahrräder

Uebler X21 S DC

Zum Verstauen in Keller oder Garage lässt sich der Uebler-Träger klein zusammenfalten, doch für die Montage auf der Anhängekupplung müssen die Schienen ausgeklappt werden. Außerdem erfordert die Positionierung auf dem Kugelkopf ein wenig Übung, da der Verschluss nicht von oben, sondern von vorn aufgesetzt wird. Dafür gelingt die Befestigung der Fahrräder gut. Die leicht abnehmbaren Greifer sind praktisch, könnten aber besser gummiert sein, auch an den Felgenbändern fehlt eine schützende Gummierung. Insgesamt wirkt derTräger durch die vielen Einzelteile etwas instabiler, die Verarbeitung überzeugt jedoch. Zudem hinterlässt derX21 S einen sehr guten Fahreindruck, lediglich auf der Schlechtwegestrecke bewegt sich der Anbau samt Rädern mehr als beim Testsieger. Für den hohen Preis ist die Einparkhilfe (ANKER) verantwortlich,ohne das Feature kostet der Träger 562 Euro.

+: Gute Fahreigenschaften, intuitive Montage, praktische Details, breiter Schienenabstand, leicht

-: Etwas unhandlich, viele Handgriffe nötig, nicht für breite Reifen geeignet

Westfalia Bikelander

XXXBeim Westfalia-Träger kosten kleine SchwächenPunkte, aber insgesamt überzeugt er vor allem bei denFahrversuchen. Bei Vollbremsungen und Ausweichmanövernbleiben Träger und Bikes sicher in Position, nurauf schlechten Straßen bewegt sich der Anbau mehr alsbeim Testsieger. Beim Handling gibt es ebenfalls kaumProbleme. Zwar sind viele Handgriffe bis zur vollständigenMontage nötig, alles in allem gelingt sie trotzdemintuitiv und gut. Nur der Mechanismus zum Aufstellendes Bügels ist schwergängig und wirkt wenig langlebig.Dank abnehmbarer Haltegriffe und verschiebbarerRadschalen lassen sich die Räder gut befestigen, wobeidie Schienen für große Bikes recht kurz ausfallen.Weiteres Manko: Die Entriegelung zum Abklappen desTrägers muss gebückt mit der Hand bedient werden,eine Fußtaste wäre komfortabler. Zudem rastet dieSicherung danach nicht von allein ein.

XLC Azura Xtra

Auf den ersten Blick macht der Träger von XLC einenguten Eindruck. Er wirkt ordentlich verarbeitet, wenngleicheinige Komponenten recht billig und kurzlebigerscheinen. Zudem sitzt er nach wenigen Handgriffenauf der Anhängekupplung. Allerdings reicht die Klemmkraftbei Weitem nicht aus, den Träger stabil zu halten,allzu leicht lässt er sich von Hand um den Kugelkopfdrehen. Das bewirkt auch beim Händler, der wieempfohlen zurate gezogen wird, nur verständnislosesKopfschütteln. Nach einem Spurwechsel bei Tempo 50hängt der Azura Xtra schon schräg und stößt an derKarosserie an. Auch die allgemeine Handhabung istnicht optimal. So lassen sich die Haltearme nichtabnehmen, und an den Felgenriemen gibt es keinenSpannmechanismus. Zudem liegen die Verschlüsseschlecht zugänglich auf der Innenseite der Schienen.Da verwundert der relativ hohe Preis umso mehr.

Was bringt die Einparkhilfe des Uebler?

XXXKennen Sie das? Beim Rückwärtsfahrenwarten Sie erst einmal intuitiv auf das Piepsender Einparkhilfe. Ein Fahrradträger auf derAnhängekupplung deaktiviert das Systemaber im Normalfall und verlängert das Autozudem. Anders beim Träger X21 S DC vonUebler, wobei das Kürzel DC für „DistanceControl“ steht. Wie bei im Wagen integriertenSystemen sitzen neben dem Nummernschilddes Trägers zwei Ultraschallsensoren, die aufGegenstände reagieren. Erkennen sie einHindernis, warnt das System den Fahrer überein separates Display, das einen 12-Volt-Anschlussoder Zigarettenanzünder benötigt. Eszeigt den Abstand in Metern und in Balkenform,zudem ertönt der gewohnte Warnton.Der Nachteil: Nicht in allen Fahrzeugen ist dieAnschlussbuchse frei zugänglich und imSichtfeld. Dafür erkennen die Sensoren auchHindernisse seitlich der Trägerrückleuchten.Ob das fast 330 Euro wert ist, muss jederselbst entscheiden, doch mehr Sicherheitschafft das System allemal. Sparfüchsekönnen alternativ zu Nachrüstlösungen greifen,die es im Netz schon für unter 100 Eurogibt. Oder den Beifahrer um Hilfe bitten.

So haben wir getestet

Die Bewertung teilt sich in die Kapitel Ausstattung, Handhabung und Fahrversuche auf. Dabei spielt eine Rolle, wie flexibel sich der Träger an verschiedene Fahrräder anpassen lässt, ob große Rahmengrößen befestigt werden können oder – speziell bei Mountainbikes interessant – breite Reifen in die Schienen passen. Außerdem werden Diebstahlschutz sowie Verarbeitung gecheckt. Bei der Handhabung geht es darum, wie gut sich der Träger am Auto montieren lässt und wie schnell und einfach die Räder befestigt sind. Außerdem: Wie verständlich ist dieAnleitung, wie einfach funktioniert der Abklappmechanismus im beladenenZustand, um die Heckklappe des Fahrzeugs öffnen zukönnen? Doch das alles zählt wenig, wenn Träger und Fahrräder nicht sicher ans Ziel kommen. Darum prüfen wir den festen Sitz bei einer Vollbremsung aus 130 km/h, einem doppelten Spurwechsel sowie einer Slalomfahrt. Zudem geht es mit Tempo 40 über eine definierte Schlechtwegestrecke. Alle Träger wurden dabei mit zwei E-Mountainbikes von Cube beladen, die es auf insgesamt 41kg brachten.

Fazit – Gute Qualität kostet

Keine Frage: 500 oder gar 700 Euro sind viel Geld – bei faltbaren Fahrradträgern aber gut investiert. Mit Ausnahme des Twinny Load überzeugt keines der günstigeren Produkte – im Gegenteil. Bei den Fahrversuchen stießen die Träger an die Karosserie und hinterließen dort Schrammen. Zudem lösten sich die Bikes aus den Schienen. Es wäre nur eine Frage derZeit gewesen, bis sie auf der Straße gelandet wären. Noch dazu sind die Träger teils billig verarbeitet und machen keinen langlebigen Eindruck. Und mal ehrlich: Wer will im Urlaub schon viel Zeit mit fummeligen Riemen und störrischen Greifarmen vergeuden? Wie es besser geht, zeigt der EasyFold XT 2 von Thule. Auch die übrigen namhaften Hersteller sind durchweg eine gute Wahl.

Der vorherige Test aus dem Jahr 2013

Wenn es ein Autozubehör gibt, das boomt, dann sind es Fahrradträger. Denn inzwischen wollen nach Schätzungen rund sieben Millionen Deutsche nicht auf den Drahtesel während der Urlaubsreise verzichten. Entsprechend groß fällt somit das Angebot an verschiedenen Trägern im Handel aus.

Fahrradträger-Test, Uebler P22
Fahrradträger 2013 im Test 11:43 Min.

Vor allem die Variante für die Anhängerkupplung erfreut sich großer Beliebtheit, was nicht verwundert. Schließlich stellt sie oft die einzige Chance dar, die noch beliebteren Elektrobikes zu transportieren. Aus diesem Grund testet auto motor und sport gemeinsam mit der Schwesterzeitschrift Mountainbike acht dieser Träger mit ausdrücklicher E-Bike-Freigabe. Neben dem Gebrauchstest, bei dem Trägermontage und Bike-Beladung im Vordergrund stand, mussten die Produkte noch einen Crashversuch beim Dekra Automobil Test Center in Klettwitz überstehen sowie verschiedene Fahrversuche auf unseren Teststrecken – eine schwierige Aufgabe, wie sich herausstellte.

Denn die Gestelle trugen ein 25 Kilogramm schweres E-Bike von Radon und ein Stevens-Mountainbike mit 12 kg Gewicht. Gemeinsam mit dem Träger drückten bis zu 56 kg auf die Kupplung. Das fiel nicht nur beim Fahren auf, beim Crash bewegten sich die Träger deutlich auf der Kupplung und schlugen mit den Bikes entweder auf dem Dach oder auf der Heckscheibe ein. Gerade der Scheibenbruch stellt eine Gefahr für Insassen dar – nicht nur wegen der Glassplitter. „Durch extrem weit eindringende Fahrradteile in den Innenraum können Verletzungen von Passagieren bei Autos mit kleinem Kofferraum nicht ausgeschlossen werden“, bringt es Dekra-Ingenieur Lutz Zimmermann auf den Punkt.

Thule 931 EasyFold (599 Euro)

Der klappbare Träger Thule 931 EasyFold lässt sich leicht von einer Person per Schnellverschluss auf die Anhängerkupplung montieren. Auch die Bike-Befestigung kann sich sehen lassen, die Fahrradrahmenhalter sowie die Reifenschienen sind ausreichend dimensioniert und gewährleisten einen sicheren Halt der Bikes. Selbst beim Handlings- und Crashtest erwies sich der Träger als unproblematisch. Allerdings sorgt er bei einem Unfall für starke Schäden am Auto, weil sich Träger und Bikes am Auto deutlich abstützen. Eine Gefahr für Insassen und Passanten besteht jedoch nicht.

Uebler P22 (449 Euro)

Der Uebler P22 muss sich nur knapp dem Thule-Träger geschlagen geben. Am Ende gewinnt das Thule-Produkt wegen des ausgeklügelteren Konzepts, der Klappmechanismus bringt Vorteile bei der Montage. Sonst ist wenig zu kritisieren: Die Bike-Befestigung gibt selbst bei großen Gestellen keine Rätsel auf, und die Reifenschienen sind ebenfalls ausreichend dimensioniert. Geht es ums Verhalten im Fahrbetrieb, schneidet der P22 sogar am besten ab, und auch beim Crash konnte der Träger mit dem Sieger gleichziehen – er zeigt aber die gleichen Auffälligkeiten.

Atera Strada E-Bike M (370 Euro)

Eine Person reicht, um den Träger Atera Strada E-Bike M auf die Kupplung zu heben. Die Bikes stehen zudem sicher in den Schienen und werden vom etwas aufwendig zu bedienenden Rahmenhalter fest umschlossen. Im Fahrbetrieb gab es bis auf eine Ausnahme wenig zu kritisieren: Beim Slalom und auf der Rüttelstrecke schlugen die Fahrräder gegeneinander. Den Crash überstand der Träger ebenfalls, jedoch stützten sich die Bikes an der Heckscheibe ab – eine zu große Belastung für die Scheibe. Die umherfliegenden Scherben sind eine Gefahr für Passagiere und Unbeteiligte.

Bosal Bike Carrier Compact (369 Euro)

Das Konzept wirkt durchdacht: Der Bosal-Träger Bike Carrier Compact ist ebenfalls klappbar, die Radschienen lassen sich auf große Rahmen anpassen und die Kupplung kann auf den Kugelkopf eingestellt werden. Auch die Rahmenbefestigung sorgt bei den Bikes für guten Halt. Allerdings entwickeln die Bikes im Fahrbetrieb gerade auf schlechten Strecken ein Eigenleben. Dadurch können sie Schaden nehmen. Im Crash erwies sich der Träger als sicher, er stützte sich aber stark am Dach ab. Auch die Trägerkupplung hatte sich deutlich gelockert, was aber noch in der Toleranz lag.

Alutrans E-Bike (242 Euro)

Dass günstig nicht gleich schlecht sein muss, beweist Alutrans. Der Träger ist leicht zu montieren, lässt sich auf die Kupplung einstellen, hat eine ordentliche Radbefestigung, und die Radschienen kommen gut mit großen Gestellen zurecht. Auch die Fahrversuche überstand der Träger ohne große Probleme. Einziges Manko: Die Bikes können sich während der Fahrt berühren. Und der Crash? Ein Rahmenhalter löste sich, ein zusätzlicher Spanngurt verhinderte aber Schlimmeres. Zudem kommen die Bikes der Heckscheibe bedenklich nah.

MFT Aluline (249 Euro)

Der MFT Aluline erledigt seine Aufgabe ordentlich, dennoch reicht es nicht für ein Empfehlenswert. Die Schwächen beginnen bei der Montage. So ist der Träger vor der Arretierung aufwendig auszurichten, was alleine kaum möglich ist. Zudem lassen sich die Reifenkeile in den Radschienen nicht fixieren, dadurch rutschen die Bikes im Fahrbetrieb hin und her – Belastung für die Fahrradbefestigung. Dann hinterlassen noch die Felgen-Spanngurte einen billigen Eindruck: Sie lockerten sich während der Fahrt zum Teil deutlich, einer riss sogar im Crash.

Menabo E-Dison (250 Euro)

Guter Preis, gute Ausstattung – das zeichnet den Menabo E-Dison aus. Eine Auffahrschiene ist sogar Serie, was die Bikebeladung erleichtert. Allerdings lässt die Verarbeitungsqualität des Trägers zu wünschen übrig. Ein Fahrradrahmenhalter brach sogar im Crash, Schlimmeres verhinderte ein zusätzlicher Spanngurt. Außerdem stützten sich die Bikes an der Heckscheibe ab – eine zu große Belastung für die Scheibe. In den Fahrversuchen bewegte sich zudem der Träger deutlich auf der Kupplung, beim abrupten Ausweichen kann er somit Heckschäden verursachen.

Fischer Kupplungsträger E-Bike (299 Euro)

Der Träger ist dem Menabo-Gestell ähnlich, offenbart aber noch mehr Mängel: Das fängt bei der Bikebeladung an. Die Haltebügel sind ungenau gearbeitet und nur schwer zu montieren. Dann sorgt die lockere Kugelkopf-Arretierung für Ärger. Der Träger Fischer Kupplungsträger E-Bike schwang beim Fahren so stark hin und her, dass das Auto große Schäden erlitt – dieses Kapitel wurde nicht bestanden, was allein schon zum „nicht empfehlenswert“ führte. Im Crash stießen die Bikes zudem durch die Heckscheibe, und die Lenker tauchten tief in den Innenraum ein – große Verletzungsgefahr.

Diese Fahrradträger haben wir getestet
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So haben wir getestet

Bei Aufbau und Gebrauch standen Montage und Bike-Beladung bei einem Mercedes C T-Modell im Vordergrund, aber auch Konzept, Anleitung Heckklappenzugang bei montiertem Träger, Diebstahlsicherung und Verarbeitung zählten. Bei den Fahrversuchen ging es mit Tempo 60 vier Mal durch einen Slalom (Pylonenabstand 18 Meter), das sollte das abrupte Ausweichen simulieren. Danach standen vier Vollbremsungen aus Tempo 100 an sowie Fahrten über verschiedene Schlechtwegstrecken mit 30 beziehungsweise 40 km/h. Der Crashtest wurde nach DIN 75302 (Ladungssicherung) durchgeführt, bei dem ein Frontaufprall mit 30 km/h simuliert wird. Das Crash- und das Fahrversuch-Kapitel mussten bestanden werden, sonst gab es das Urteil „nicht empfehlenswert“ – schließlich stand die Sicherheit der Träger im Vordergrund.

Neuester Kommentar

Euer Testbericht ist super und man kann hier wirklich den passenden Fahrradträger finden. Allerdings geht unserer leider in eurem Test ab. Wir haben uns dieses Jahr bei fafit24.de den Träger von Eufab gekauft für 699€. Man kann zwei Fahrräder transportieren. Er hat einen integrierten Lift, somit wird das Auf- und Abladen ziemlich erleichtert. Der Träger hat ein Eigengewicht von 24kg und hat eine Nutzlast von 60kg.

Christian123 29. August 2016, 10:45 Uhr
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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