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Adaptive Xenon-Lichtsysteme im Test

Wie gut sind adaptive Lichtsysteme?

Adaptive Lichtsysteme Foto: Hans-Dieter Seufert, Hersteller 18 Bilder

Wie erhellend wirken die jüngsten adaptiven Xenon-Lichtsysteme? Jetzt, wo die dunkle Jahreszeit beginnt, bringt auto motor und sport mit vier Kandidaten im Praxistest Licht ins Dunkel.

17.11.2010 Jörn Thomas

Glaubt man dem TÜV Rheinland, so ließe sich die Zahl der schweren Verkehrsunfälle bei Nacht um bis zu 50 Prozent senken, wenn alle Autos Xenon-Licht hätten. Fahrer, die von gutem Xenon- auf Halogenlicht wechseln, kennen das Phänomen: Es scheint fast, als würden vorn gerade mal zwei Kerzen flackern. Noch beeindruckender wird der Unterschied, wenn eine adaptive Steuerung hinzukommt. Sie passt die Scheinwerfer an Straßenverlauf, Fahrsituation und teils sogar ans Verkehrsgeschehen an – im Idealfall stufenlos.

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Vergleichstest: Adaptive Lichtsysteme BMW Siebener, Mercedes E-Klasse, Opel Insignia, Porsche Panamera
auto motor und sport 03/2010
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Adaptive Lichtsysteme passen sich automatisch an Fahrsituationen an

Immer mehr Hersteller bieten solche Systeme als Option, auto motor und sport schickt vier Probanden auf Vergleichsfahrt. Diese führt über eine anspruchsvolle Landstraße mit Geraden, Kehren, Kuppen und Wald-Passagen. Danach folgt Stadtverkehr und schließlich der Autobahntest. Hier müssen die Lichtprogramme zeigen, ob sie ihre theoretischen Vorteile in die Praxis retten. Der Opel Insignia mit Adaptivlicht weist – ähnlich wie die Konkurrenz – jeder Fahrgeschwindigkeit ein eigenes Programm zu. Es beginnt bei Spielstraßenlicht und variiert Kegel und Helligkeit über Stadt und Landstraße bis hin zur Autobahn. Ab 120 km/h strahlt das Licht etwas heller und weiter. Dazu steigert das System die Leistung von 34 auf 38 Watt und stellt die Module etwas höher. Bei Nebel wiederum strahlt der Kegel wie bei der Konkurrenz niedriger und breiter, um Eigenblendung zu verringern.

Fernlicht des Porsche Panamera erweist sich als inhomogen

In der Stadt ist der Adaptiv-Vorteil beim Opel Insignia kaum spürbar, während auf der Landstraße die zackige Kontur des Abblendlichts sowie die zu kurze Ausleuchtung des rechten Fahrbahnrandes stören, die sich zudem in Rechtskurven negativ bemerkbar macht. Ansonsten gefällt seine schnelle Anpassung an die Fahrsituation ebenso wie das bei höheren Tempi hellere Abblendlicht und das weit reichende Fernlicht. Ein Fernlichtassistent ist zwar im Programm, jedoch nicht in Verbindung mit einer Frontkamera zur Verkehrsschilderkennung lieferbar.

Fernlichtassistent? Nicht beim Porsche Panamera, dessen Fernlicht zudem inhomogen wirkt. Es setzt auf das Abblendlicht auf und produziert dabei einen dominanten, andersfarbig hellen Fleck im Nahfeld. Auch das Abblendlicht scheint einen Tick schwächer, dafür gleichmäßiger als das des Opel, ohne jedoch bei höheren Tempi an Reichweite zuzulegen. Dafür passt es sich prompt an die Topografie an, was eine Blendung Entgegenkommender verringert. Das Kurvenlicht schwenkt ausreichend zügig, das statische Abbiegelicht setzt etwas weit hinten an.

ILS von Mercedes erkennt reflektierende Verkehrszeichen

Im Gegensatz zum Mercedes, dessen intelligentes Lichtsystem (ILS) vom adaptiven Fernlichtassistenten profitiert. Wie beim BMW erkennt eine auf Höhe des Innenspiegels montierte Kamera andere Verkehrsteilnehmer und blendet selbstständig auf oder ab. Funktioniert das anderswo quasi digital, tastet sich der Lichtkegel des Mercedes stufenlos an Entgegenkommende oder Vorausfahrende heran. ILS erkennt reflektierende Verkehrszeichen und lässt sie unberücksichtigt.

Der störende harte Bruch zwischen Abblend- und Fernlicht ist damit Geschichte, die Scheinwerfer strahlen stets so weit wie möglich in einem Bereich zwischen etwa 65 und 300 Metern. Damit verteilt die Mercedes E-Klasse (die Mercedes E-Klasse im Top-Test ) ihr Licht auch in Kurven besonders effektiv, legt einen regelrechten hellen Teppich, der die Orientierung erleichtert.

BMW 7er überzeugt durchweg

Der 7er BMW verfügt zwar nur über einen konventionellen Fernlichtassistenten, bietet dafür aber eine adaptive Leuchtweitenregelung. Sie ergänzt die übliche, beim Bremsen und Beschleunigen wirksame dynamische Regelung um eine Anpassung an die Topografie. Sensoren erkennen die Neigung der Fahrbahn, die Elektronik errechnet daraus die optimale Scheinwerfereinstellung, was etwa bei der Fahrt über Kuppen oder in Senken das Fallen in eine Art optisches schwarzes Loch verhindern soll. In der Praxis besteht hier allerdings kein erkennbarer Unterschied zu den Konkurrenzsystemen. Ansonsten überzeugt der BMW durchweg: Sein Abblendlicht strahlt hell, gefällt zudem mit homogener Lichtverteilung, einer sauberen Hell-Dunkel-Grenze und schnell reagierendem Kurvenlicht.

Mercedes und BMW bieten bestes Licht

Der BMW 7er nutzt sichtbar das Potenzial der unabhängig schwenkbaren Module. Nicht nur auf der Landstraße, sondern auch in der Stadt oder an Kreuzungen, wo er selbst ohne Blinkersetzen eine besonders breite Ausleuchtung inklusive der Kreuzungen, Fahrbahnränder und Einfahrten garantiert. Und sein Fernlicht? Hell, weit, gleichmäßig. So leuchtet er gemeinsam mit dem besonders wegen seines adaptiven Fernlichtassistenten begeisternden Mercedes nicht nur den eigenen Insassen, sondern auch der Konkurrenz gelassen heim

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