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Aktuelle Fahrzeugmodelle im Bumper-Test

Foto: Allianz 9 Bilder

Unter der Stoßfänger-Kunststoffverkleidung im Heck des Nissan Micra verbergen sich lediglich konusförmige Höcker, die beim Bagatellunfall beachtliche Schäden anrichten, ohne selbst Energie aufzunehmen. Ähnliches gilt für den Suzuki Jimny. Opel Astra und Ford Focus sind beispielhaft.

26.03.2007 Brigitte Haschek

Beim Suzuki Jimny gibt es keinen vorderen Querträger unter der Stoßfängerhaut, aber aggressiv vorspringende Längsträger- Endspitzen. Beim Honda Civic begünstigt dagegen der schneepflugartige Unterbau des Stoßfängers das Abrutschen vom gegnerischen Pendant und entsprechende Beschädigungen. Deshalb fährt das Auto beim neuen Bumper-Test, der den typischen Auffahrunfall imniedrigen Geschwindigkeitsbereich simuliert, nicht gegen die Wand.

Der Crash-Kandidat steuert jeweils mit Tempo zehn gegen eine Barriere, die Stoßfänger-Format hat - vorwärts mit 455, rückwärts mit 405 Millimeter Bodenfreiheit. "Der Test ist nur zu bestehen, wenn das Fahrzeug ausreichend hohe, weitgehend überlappende Querträger hat, die über Crash-Boxen verbunden sind", erläutert Wolff.

Astra und Focus als Vorzeige-Beispiele

Bei den Modellen Opel Astra und Ford Focus fasst Wolff das Ergebnis folgendermaßen zusammen: "Gute Überdeckung und Energieabsorption, kein Abrutschen und keine Beschädigung der Karosserie oder von Bauteilen."

Warum knausern dennoch immer mehr Hersteller - auch Ford beim Fiesta - bei den Stoßfängern? "Bei Kleinwagen dürfte die Materialkosten-Ersparnis der Hauptgrund sein“, vermutet Wolff. Bei größeren Fahrzeugen spiele die Gewichtseinsparung eine große Rolle. Zu Lasten der Autokäufer: Nach vergleichsweise harmlosen Auffahrunfällen entstehen bis zu drei Mal höhere Reparaturkosten als nötig. Lange werden es sich die Autohersteller nicht mehr leisten können, bei den Stoßfängern und damit am falschen Ende zu sparen.

Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft macht Druck: Ab 2010 wird der Bumper-Test als Ergänzung zum Reparatur-Crashtest für die Typklassen-Einstufung bei der Autoversicherung mit berücksichtigt. Modelle, die durchfallen, bekommen dann Typklassen-Strafpunkte.

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