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Besser von der Hand - Porsche 911

Foto: Hans-Dieter Seufert

Den Porsche 911 gibt es sowohl mit Schaltgetriebe als auch mit Tiptronic. Passt der automatische Gangwechsel zum sportlichen Anspruch?

01.08.2006 Eberhard Kittler

Der aktuelle Elfer, egal ob mit Heck- oder Allradantrieb, hat serienmäßig ein Sechsgang-Schaltgetriebe mit Zweimassen- Schwungrad. Die Gangwechsel vollziehen sich verblüffend leichtgängig – zwei Finger genügen für den Schaltvorgang. Klick-klack, das schnelle und leichte Spiel mit dem Kupplungsfuß, dazu die nahtlosen Übergänge in den jeweils nächsten Gang: Das Hoch- und Runterschalten macht einen Riesenspaß.

Das passt zum sportlichen Charakter des Autos, bis 7200 Touren lässt sich der Sechszylinder hochjubeln, dann wird ratternd abgeregelt. Alternativ steht eine Fünfstufen-Wandlerautomatik zur Verfügung. Weil Porsche zur IAA 2007 die Doppelkupplung für den Elfer einführen will, scheute man den Aufwand, jetzt noch eine moderne Sechsstufenautomatik zu adaptieren. Gegenüber der Version mit Schaltgetriebe ist der Carrera 4 mit der Tiptronic S um 55 Kilogramm schwerer und 2871 Euro teurer.

Die Schaltzeiten der Automatik sollen gegenüber dem Vorgänger verkürzt worden sein – im Test war dies nicht nachvollziehbar. Die Drehzahlsprünge beim Gangwechsel sind enorm und deutlich spürbar. Obwohl adaptiv, also selbstlernend ausgelegt, schaltet die Automatik im Stadt- und Autobahnverkehr fast immer zu früh in den nächsthöheren Gang. Gibt man dann Gas, ist das System nicht reaktionsschnell genug beim Runterschalten.

Nur wer das Sport-Chrono- Paket für 742 Euro zukauft, hat mehr Freude, denn im hier anwählbaren Sport-Modus schaltet die Automatik später hoch. Zwei ergonomisch ungünstig platzierte Tasten auf der Vorderseite des Lenkrads erlauben sowohl im Manuell- als auch im D Modus den Eingriff des Fahrers. Das hilft beim spontanen Überholen vor Kurven oder beim Befahren starker Gefälle. Dreht man den Motor in den Begrenzer, wird selbsttätig hochgeschaltet.

Mit der Sport-Chrono-Option werden die Gangstufen dagegen gehalten. Die geringe Getriebespreizung von 4,3 ist typisch für Sportwagen: Die erste Stufe ist lang, die letzte eher kurz ausgelegt, um die Höchstgeschwindigkeit bei Nenndrehzahl erreichen zu können. Laut Werksangabe beträgt der Spitzenwert für den Carrera 4 aber lediglich 275 statt 280 km/h für die Schaltversion. Beim Sprint von null auf 100 km/h braucht der Automatik-Elfer 0,8 und von null auf 200 km/h sogar 3,1 Sekunden länger als die Ausführung mit Schaltgetriebe. Und der Verbrauch des Tiptronic-Modells liegt um einen halben Liter höher. So spricht letztlich alles für die Schaltversion.

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