Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Bremsentest 2005

Standfest

Foto: Reinhard Schmid 14 Bilder

Sparsame Kleinwagen liegen im Trend. Aber sparen die Hersteller bei Einstiegsmodellen um 10.000 Euro auf Kosten der Sicherheit? Das überprüfte auto motor und sport beim Bremsentest mit Dacia Logan, Fiat Panda, Nissan Micra, Toyota Aygo und VW Fox. Auf dem Prüfstand stehen aber auch weitere Neuheiten wie BMW 325i, Lexus GS 430, Mazda 5, Mercedes ML 500 und Opel Zafira.

25.11.2005

Bremsen ist reine Energieverschwendung. Beim Hochgeschwindigkeits- Fadingtest etwa, bei dem neun Teilbremsungen und eine Vollbremsung aus hohem Tempo aufeinander folgen, setzt der über 2,8 Tonnen schwere Mercedes ML 500 so viel Energie in nicht weiter nutzbare Wärme um, wie in ziemlich genau einem Liter Superbenzin enthalten ist. Beachtlich ist auch die Verzögerungsleistung, welche die Bremsanlage des ML 500 bei einer Vollbremsung aus 190 km/h entwickelt – rund 1000 PS. Aus einer Spitze von 240 km/h gebremst sind es sogar über 1250 PS. Am anderen Ende der Skala rangiert der voll beladen 1180 Kilogramm leichte und 157 km/h schnelle Toyota Aygo. Seine Bremsen müssen bei einer Vollbremsung aus Höchstgeschwindigkeit nur knapp 350 PS leisten – fünf Mal mehr als sein Motor.

Diese Zahlen verdeutlichen sehr anschaulich, wie kraftvoll Bremsen zupacken müssen. Sie verraten aber nicht, ob die Bremsen bei wiederholt hohen Belastungen genügend Standfestigkeit besitzen, um das Auto auch dann noch sicher zu verzögern. Das untersucht auto motor und sport bei jedem Einzel- und Vergleichstest und ein Mal im Jahr – unter nochmals verschärften Bedingungen – beim großen Bremsentest. In diesem Jahr bilden Kleinwagen aus dem wachsenden Preissegment um 10 000 Euro einen Schwerpunkt. Denn auto motor und sport will wissen, ob die Hersteller bei Dacia Logan, Fiat Panda, Nissan Micra, Toyota Aygo und VW Fox an der Sicherheit sparen. Außerdem müssen BMW Dreier, Lexus GS 430, die beiden Vans Mazda 5 und Opel Zafira sowie die M-Klasse von Mercedes die Test-Prozedur über sich ergehen lassen. Zusätzlich zum Standardprogramm inklusive Bremsen auf links und rechts unterschiedlich griffigem Belag (μ- split) stehen hier weitere Disziplinen auf der Agenda: ein Hochgeschwindigkeits- Fadingtest und eine Großglockner- Passabfahrt (siehe Kasten Seite 57).

Beides Prüfungen mithin, bei denen es in erster Linie auf hohes Durchhaltevermögen und nicht auf kurzzeitige Höchstleistungen ankommt. Entscheidend dafür ist die Dimensionierung der Bremsen und eine gute Ableitung der entstehenden Wärme. Durch beide Maßnahmen soll verhindert werden, dass die Bremsen überhitzen. Denn mit zunehmender Temperatur nimmt der Reibwert zwischen Bremsscheibe oder -trommel und Belag immer weiter ab. Um die gleiche Bremswirkung zu erzielen, muss das Bremspedal dann fester durchgetreten werden. Sind die Bremsen zu heiß, wird die gewünschte Verzögerung trotz erhöhter Pedalkraft nicht mehr erreicht. Als thermisch kritisch gelten in der Regel Scheibentemperaturen ab 650 Grad. In dieser Beziehung vollkommen gesund sind die Bremsen des Mazda 5.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden