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Porsche Panamera-Soundsystem

Burmester sort für Konzertatmosphäre

Porsche Panamera-Soundsystem Foto: Hersteller 12 Bilder

Der neue Porsche Panamera will nicht nur mit stürmischen Fahrleistungen glänzen, sondern auch die beste Musikwiedergabe in einem Auto bieten. Entwickelt wurde das Soundsystem zusammen mit der Berliner HiFi-Edelschmiede Burmester.

31.05.2009 Dirk Gulde

„Wie kraftvoll und dynamisch Musik im Auto klingen kann, hat mich schon überrascht.“ Schön, wenn selbst HiFi-Urgesteine wie Dieter Burmester noch staunen. Und das, obwohl die Lautsprecher und Verstärker seiner Berliner Firma seit Jahrzehnten zum Besten gehören, was sich Musikfans ins heimische Wohnzimmer stellen können. Doch die Begründung für den tollen Sound im Auto reicht er gleich selbst nach: „So viel Membranfläche und Verstärkerleistung auf so kleinem Raum – das hat man zuhause einfach nicht.“

16 Lautsprecher im Innenraum des Porsche Panamera

Tatsächlich kommen die 16 Lautsprecher, die den Innenraum des Porsche Panamera beschallen, auf eine beachtliche Gesamt-Membranfläche von 2.400 Quadratzentimetern, was ungefähr zwei aufgeschlagenen auto motor und sport-Heften entspricht. Jeder Schallwandler wird zudem von einem eigenen Verstärker angetrieben, der zwischen 25 Watt für den Hochtöner und 300 Watt für den Subwoofer im Kofferraum leistet.

Schiere Lautstärke war jedoch nicht das Hauptziel bei der Entwicklung der Anlage: Wie der Panamera in Sachen Fahrdynamik für eine Limousine neue Maßstäbe setzen soll, will das Soundsystem schlicht Klangreferenz werden. Aus diesem Grund greift Burmester auf Lautsprecher aus seinen sündhaft teuren Heim-Boxen zurück, wie den speziellen Air-Motion-Hochtöner im Armaturenbrett. Als schwingendes Element fungiert hier statt der üblichen Kalotte eine gefaltete Folie, die durch ihre geringe Masse (0,4 Gramm) besonders impulsfreudig und damit lebendig spielen soll. Um den Mittel- und Tieftonbereich kümmern sich in den Türen zudem Lautsprecher mit leichten Glasfaser-Membranen sowie verwindungssteifen Körben aus Alu-Druckguss.

Analog-Verstärker contra Digital-Endstufe


Aber auch das im Beifahrer-Fußraum verstaute Verstärker-Modul lässt das Herz von HiFi-Gourmets höher schlagen: Anstelle der inzwischen zum Standard gewordenen Digital-Endstufen kommen für den Mittel- und Hochtonbereich altmodische Analog-Verstärker zum Einsatz. Diese erreichen zwar nicht den Wirkungsgrad ihrer modernen Kollegen, sollen aber harmonischer und weicher klingen.

Ganz ohne Digitaltechnik geht es heute freilich nicht mehr. Neben entsprechenden Bassverstärkern bereiten Signalprozessoren die Musikinformationen aller Lautsprecher auf, um sie den akustischen Gegebenheiten der Fahrzeugkabine anzupassen. Denn so positiv ein kleiner Auto-Innenraum für die Dynamik ja auch sein mag: Durch das Wechselspiel von schallschluckenden Polstern und reflektierenden Scheiben stellt sich Wohlklang erst nach penibler Soundjustage jedes einzelnen Lautsprechers ein.

Endlose Mess- und Hör-Sessions vorab

So begann das Burmester-Team bereits fünf Jahre vor der Panamera-Markteinführung mit einem ersten Prototyp auf Cayenne-Basis. In endlosen Mess- und Hör-Sessions wurde zunächst ermittelt, welcher Lautsprecher in welcher Position am besten klingt, um sich später den Details bis hinab zum klanglich besten Abdeckgitter zu widmen. Zwischendurch ließen die Ingenieure immer wieder Nicht-Techniker auf die Sitze der Versuchsträger, um den Geschmack möglichst vieler Musikfans zu treffen.

Burmester-Anlage im Panamera überzeugt

Der Aufwand hat sich gelohnt. Bei einer ersten Hörprobe in Zuffenhausen begeistert die Burmester-Anlage vom Start weg durch ihre Spielfreude und Luftigkeit, mit der sie selbst komplexeste Arrangements aus dem Ärmel schüttelt. Die Qualität der verwendeten Komponenten zeigt sich in der Vielfalt an Klangfarben, mit der akustische Instrumente wie Klavier oder Saxophon reproduziert werden, ohne bei extremer Lautstärke scharf oder spitz zu klingen – ein klares Indiz der hohen Reserven. Von einer gekonnten Abstimmung künden auch die unverfälscht wiedergegebenen Männer- und Frauenstimmen – Frequenzbereiche, bei denen das menschliche Gehör besonders sensibel auf tonale Verfärbungen reagiert. Wie es sich für eine hochwertige Anlage gehört, hauchen trickreiche Raumklang-Schaltungen auch einfachen Stereoaufnahmen auf Wunsch Konzertatmosphäre ein.

Surround-Sound und Konzertatmosphäre

Panamera-Fahrer, die sich neben der Burmester-Anlage auch für das Infotainment-System PCM entscheiden, kommen ohnehin in den Genuss von echtem 5.1-Surround-Sound von entsprechenden DVD. Die erste Hörprobe macht also Lust auf ausgedehnte Soundchecks im Fahrbetrieb, wo ein Mikrofon permanent die Innengeräusche überwacht und das Klangbild daran anpasst. Mit knapp 4.800 Euro gehört die Anlage jedoch nicht nur zu den besten, sondern auch teuersten Soundsystemen fürs Auto. Für musikbegeisterte Porsche-Fahrer dennoch fast schon eine Okkasion: Burmester-Heimanlagen liegen mit Preisen bis über 100.000 Euro schließlich auf dem Niveau eines kompletten Panamera.

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