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Conti

Fahrwerk von Morgen

Foto: Continental 6 Bilder

Für den Serieneinsatz ab 2011 präsentiert Conti auf der IAA elektromechanische Bremsen an der Hinterachse, Hinterrad-Lenkung und Luft-Feder-Dämpfer.

27.07.2007 Hermann-Josef Stappen

Conti hat ein so genanntes Hybrid-Bremssystem entwickelt, bei dem hydraulisch betätigte Bremsen vorne mit elektromechanischen Bremssätteln an der Hinterachse kombiniert werden. Die Vorteile: Entfall der Hydraulik zu den Hinterrädern, leichter und kompakter. Der Zulieferer spricht von der Elektrisch-Hydraulischen Combi-Bremse EHC. Der Bremsdruck für die Vorderräder wird bei der EHC wie üblich per Hauptbremszylinder und Bremskraftverstärker erzeugt. Die Bremsbeläge an den Hinterrädern werden jedoch von Spindelkolben gegen die Scheiben gedrückt. Erzeugt wird die Zuspannkraft von einem Elektromotor, der über ein Getriebe auf den Spindelkolben wirkt.

Wie stark die Hinterräder verzögert werden sollen, ermittelt ein Wegsensor am Bremspedal. Aber auch Zuladung und Anhängerbetrieb spielen eine Rolle. Die hinteren Bremsen können zudem unabhängig vom Fahrer aktiviert werden, etwa für feinfühlige, automatische Verzögerungen im Rahmen der Abstandsregelung per Radarsensor.

Geeignet für Hybridautos mit Hinterradantrieb

Separate Feststellbremsen sind überflüssig, da beim Abstellen des Autos eine per Schalter betätigte Sperre den Mechanismus im Bremssattel blockiert. Sehr komfortabel ist die Möglichkeit, über kurzes Durchtreten des Bremspedals beim Anhalten an einer Steigung die Hillhold-Funktion zu aktivieren. Der Fuß kann dann vom Pedal genommen werden. Dauert der Stopp länger, wird nach wenigen Sekunden selbsttätig die Sperre eingerückt und der Strom zu den Bremsen abgeschaltet, um das Zwölf-Volt-Bordnetz zu entlasten. Beim Anfahren lösen die Bremsen automatisch.

Die EHC eignet sich vor allem für Hybridautos mit Hinterradantrieb. Denn hier wird beim Bremsen nur ein Teil der Verzögerungsleistung von den hydraulischen Vorderrad-Bremsen übernommen. Den Rest steuert der Elektromotor des Hybridantriebs bei, der beim Bremsen als Generator arbeitet und so die Hinterräder abbremst. Die dabei zurückgewonnene Bewegungsenergie wird in der Batterie gespeichert. Mit zunehmender Ladung des Akkus nimmt die Bremskraft durch den Elektromotor ab. Das gleicht die EHC aus, indem die elektrischen Hinterradbremsen entsprechend stärker zupacken, ohne dass der Fahrer die Kraft auf das Pedal erhöhen muss.

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