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Dieselabgasreinigung von Toyota

Saubermann

Foto: Toyota

Clean Power nennt Toyota die neue Vierzylinder-Diesel-Generation. Mit Piezo-Technik, Rußfilter und Denox-Kat soll sie Maßstäbe bei den Emissionen setzen.

24.11.2004

Auch Toyota setzt in Europa auf den Diesel. Anlässlich des Pariser Automobilsalons stellten die Japaner unter der Bezeichnung D-4D Clean Power eine neue Generation von Dieselmotoren vor. Die ganz aus Aluminium gefertigten Vierzylinder-Aggregate reichen von zwei bis 2,2 Liter Hubraum und decken ein Leistungsspektrum von 110 bis 180 PS ab. Die stärkste 2,2-Liter-Variante liefert dabei das stattliche Drehmoment von 400 Newtonmetern.

Ein von der Toyota-Tochter Denso entwickeltes Common-Rail-System mit piezoelektrischen Einspritzventilen erlaubt rasche und exakte Dosierung der Kraftstoffmengen mit bis zu fünf Einspritzintervallen pro Verbrennungstakt. Es arbeitet mit dem sehr hohen Einspritzdruck von 1.800 bar. So lässt sich nicht nur eine geräuscharme Verbrennung realisieren, sondern auch die Abgasreinigung effizient steuern.

Denox-Kat plus Rußfilter

Der mit einem Denox-Kat kombinierte Rußfilter, DPNR Katalysator genannt, stützt sich auf die bisherige, von Toyota praktizierte Abgasreinigungstechnik. Es handelt sich dabei um einen motornah installierten Speicherkatalysator, dessen Volumen im Vergleich zu früheren Ausführungen nochmals erweitert wurde. Er soll Stickoxide um 50 und Partikel um 80 Prozent, bezogen auf die geltende EU 4-Norm, reduzieren. Hinter dem so genannten D-Kat ist noch der bei Dieselmotoren übliche Oxidations-Katalysator platziert.

Unterstützt wird die Abgasreinigung durch eine hohe Abgas-Rückführrate und ein Motormanagement, das bei Bedarf die Ladung des Speicherkatalysators regeneriert. Hierzu wird über ein zusätzliches Einspritzventil im Abgasstrang das Gemisch so angefettet, dass nicht nur Stickoxide und Ruß abgebrannt werden, sondern auch die im Denox-Kat angelagerten Schwefel-Derivate. Dies funktioniert umso besser, je weniger
Schwefel im Kraftstoff vorhanden ist. Im gleichen Maße reduziert sich auch der durch die Zusatzeinspritzung verursachte Mehrverbrauch.

Diesel sauber wie Benziner

Wie Masahisa Nagata, Entwicklungschef von Toyota Powertrain, versichert, ist es mit dem D-Kat-System gelungen, den Diesel hinsichtlich seiner Abgasqualitäten schon nahe an den Ottomotor zu rücken. Endziel ist: gleiche Abgasemissionen für beide Motorbauarten. Mit diesem Vorhaben hat sich Toyota bei den europäischen Herstellern keine Freunde gemacht. Der Vorwurf, insbesondere aus dem deutschen Lager lautet: Toyota will den Diesel kaputt machen. Die Japaner bestreiten das und sehen im Gegenteil nur dann eine Überlebenschance für den Selbstzünder, wenn er im Abgasverhalten mit dem Benziner gleichzieht.

Diese Überzeugung ist glaubhaft. Sonst würde Toyota nicht Millionen Euro investieren, um in Polen eine völlig neue Produktionsstätte für den D-4D-Diesel aufzubauen. Ab 2005 sollen dort 150.000 Motoren pro Jahr vom Band laufen. Sie werden in den Modellen Corolla, Avensis, RAV4 und Lexus IS zum Einsatz kommen.

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