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Diktierfunktion bei BMW

BMW zum Diktat

Diktierfunktion, BMW, Cockpit Foto: Beate Jeske 10 Bilder

Während der Fahrt SMS und E-Mails schreiben? Das klappt bei allen neuen BMW über eine clevere Sprachsteuerung. Allerdings kommt es auf das richtige Handy an.

27.12.2013 Dirk Gulde

Angeblich sprechen alte Ehepaare im Schnitt ja nur noch sieben Minuten pro Tag miteinander. Gut möglich, dass der ein oder andere BMW-Fahrer mit seinem Auto mehr kommuniziert als mit dem Partner. Vor allem, wenn er die Diktierfunktion seines Connected Drive-Systems entdeckt hat, mit der sich E-Mails und SMS während der Fahrt vorlesen und per Spracheingabe beantworten lassen.



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Technik Diktierfunktion BMW zum Diktat
auto motor und sport 22/2013
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Diktierfunktion bei BMW ohne großes Holpern

Wer bei Sprachsteuerung an die holprigen Versuche früherer Navi-Zieleingaben denkt, den belehrt BMW eines Besseren. Die Technik stammt nämlich vom amerikanischen Profi Nuance, der sein Können beim Umwandeln von Sprache in geschriebene Texte bereits mit Apples Siri unter Beweis gestellt hat.

Die Texterkennung läuft bei BMW ebenfalls nicht über den Prozessor im Fahrzeug, vielmehr wird die gesprochene Audiodatei mittels Mobilfunkverbindung auf einen Nuance-Server übertragen, dort in Text umgewandelt und zurück ins Auto gesendet. Ein digitaler Signalprozessor filtert dabei störende Nebengeräusche während der Fahrt heraus.

Tatsächlich funktionierte die Erkennung im Test erstaunlich gut. Bei einfachen Texten und bewusst deutlicher Aussprache blieb das Nuance-System häufig komplett fehlerfrei. Zudem erkannte es Satzzeichen wie Punkt oder Komma. Wurde sehr schnell gesprochen oder überschritten die Fahrgeräusche bei hohem Tempo eine gewisse Schwelle, tat sich Nuance zunehmend schwerer.

Diktierfunktion begeistert mit einfacher Bedienung

Fehlerhafte Umsetzungen lassen sich zwar per iDrive korrigieren, was während der Fahrt jedoch stark ablenkt. In solchen Fällen war es einfacher, die gesamte Nachricht mit einem Klick zu löschen und erneut zu diktieren. Im Großen und Ganzen begeistert die Diktierfunktion also mit seiner einfachen Handhabung, schon nach kurzer Einarbeitung zog die Benutzung kaum mehr Aufmerksamkeit ab als das Wechseln eines Musik-Stücks per iDrive.

Ebenso erfreulich ist, dass keine komplizierten Mail-Konten im Auto angelegt und über zusätzliche Passwörter verwaltet werden müssen. Vielmehr genügt es, das Handy wie zum Telefonieren per Bluetooth zu koppeln, und schon kann es losgehen. Sämtliche Mail- und SMS-Accounts bleiben auf dem Mobiltelefon und werden lediglich im Auto ein- und ausgegeben. Womit wir jedoch beim größten Nachteil wären.

Noch wenig kompatible Handys für die Diktierfunktion

Für die Diktierfunktion ist nämlich neben einem BMW mit Navigationssystem Professional sowie Connected Drive-Option ein Smartphone mit dem Bluetooth-Profil MAP (Message Access Profile) nötig. Und davon gibt es nicht besonders viele. Außer einigen Blackberry-Geräten unterstützen gerade einmal zwei Android-Handys sowohl E-Mail als auch SMS, bei drei weiteren klappt es immerhin mit den SMS.

Ganz dunkel sieht es ausgerechnet bei Apple aus. Obwohl bereits das Betriebssystem iOS6 angeblich MAP unterstützt, lassen sich keine Nachrichten versenden, auch das mit dem neuen iPhone 5S eingeführte iOS7 bringt keine Besserung. Laut BMW wurde das besagte Bluetooth-Protokoll von Apple nicht vollständig umgesetzt – vielleicht auch deshalb, weil mit Siri bereits eine vergleichbare Spracherkennung an Bord ist.

Doch die bringt im Auto nichts, wo das Benutzen des Handys verboten ist. Die Diktierfunktion mit weiteren Geräten kompatibel zu machen, lautet daher der Hauptwunsch, zudem müssen zusätzliche Kommunikationsprogramme integriert werden. Schließlich hat der Messenger „Whatsapp“ der klassischen SMS längst den Rang abgelaufen.

Selbst wenn viele Autofahrer über derlei Nebentätigkeiten am Steuer entsetzt den Kopf schütteln: Obwohl es verboten ist, geben schon heute über ein Drittel aller jungen Autofahrer zu, während der Fahrt Textnachrichten zu tippen, Tendenz steigend. Anders als das gut sichtbare Telefonieren per Handy am Ohr lässt sich das Tipp-Verbot kaum kontrollieren, wenn das Telefon auf Kniehöhe gehalten wird. Technik, die das Texten per Spracheingabe erledigt, ist daher in jedem Fall clever – vor allem, wenn sie so gut funktioniert wie die Diktierfunktion von BMW.

Auf das richtige Handy kommt es an

SMS und E-Mails diktieren funktioniert mit allen Blackberry-Handys ab OS6 sowie den HTC-Geräten One V sowie One X+. Beim Samsung Galaxy SII und SIII sowie dem HTC Sensation XE geht immerhin die SMS-Funktion. Mit Apple-Handys funktioniert es hingegen selbst unter dem neuesten Betriebssystem iOS7 überhaupt nicht.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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