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ECE-Verbrauch

Rollen-Spiele

Foto: Reinhard Schmid 104 Bilder

Auf einem Rollen-Prüfstand lassen die Hersteller ihre Auto-Verbäuche ermitteln. Die haben jedoch mit dem realen Konsum wenig zu tun. Schuld ist der Prüfzyklus.

09.11.2007 Christian Bangemann

Seit dem 1.7.1992 gibt es in Deutschland ein generelles Tempolimit und es liegt bei 120 km/h. Zugegeben, das Limit gilt nur während des neuen europäischen Fahrzyklus (kurz NEFZ, siehe Grafik oben), mit dem die Abgasgrenzwerte bei einer Modell-Typprüfung ermittelt werden und daher nur auf dem Rollen-Prüfstand.

Dennoch steckt eine Menge Zündstoff drin. Schließlich wird mit diesem Zyklus auch der so genannte ECE-Verbrauch und damit der Kohlendioxid-Ausstoß gemessen, der wiederum von vielen Auto-Herstellern, wie ein Durchschnittswert angegeben wird. Realistisch ist er deshalb aber nicht.

Sieht man sich das Fahrprofil genau an, wird schnell klar, wie weit der NEFZ von der Realität entfernt ist. Der Zyklus besteht aus fünf Einheitenen, von denen vier an ein städtisches Fahrprofil mit bis zu 50 km/h angelehnt sind und jeweils 195 Sekunden dauern.

Die fünfte, unmittelbar folgende Einheit soll eine Überlandfahrt mit maximal 120 km/h abbilden und dauert ganze 400 Sekunden. Insgesamt legt das Auto dabei eine Strecke von 11,007 Kilometern zurück und ist im Mittel nur 33,6 km/h schnell.
Mit anderen Worten, nach nur 20 Minuten spuckt der Prüfstand Verbrauchswerte aus, die sich zwar untereinander, also von Auto zu Auto vergleichen lassen, mit dem tatsächlichen Verbrauch aber fast nichts gemeinsam haben. Daher ermittelt auto motor und sport für jeden Testwagen eigene Verbrauchswerte über eine Gesamtstrecke von rund 2.500 Kilometern.

In der Stadt, auf der Landstraße und der Autobahn, also mit allen Verkehrs-Einflüssen, denen die Autos in Kundenhand auch unterliegen. Allein um den Minimalverbrauch zu erfahren, legt jeder Testwagen bei auto meisten Motorsteuerungen vom herstellerseitig angestrebten Magerbetrieb auf fetteres Gemisch umstellen, damit die Stickoxid-Emissionen nicht zu stark steigen.

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