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Flow Motion - Audi A6 2.4

Die stufenlose Automatik im Audi A6 2.4 verspricht einen ruckfreien Fluss der Geschwindigkeit. Kann die Handschaltung damit konkurrieren?

01.08.2006 Jörn Thomas

Elvis hat sie populär gemacht: Mit einer hüftschwingenden Puppe auf dem Armaturenbrett dokumentierte Audi einst in Werbespots die Beschleunigung ohne Zugkraftunterbrechung. Seit 1999 bietet man im A6 das Multitronic getaufte stufenlose CVT-Getriebe (Continous Variable Transmission) an.

Im aktuellen Modell allerdings nur in Kombination mit Frontantrieb und Motoren mit bis zu 380 Newtonmetern, also den Benzinern von zwei bis 3,2 Liter sowie dem Zweiliter- und dem 2,7-Liter-TDI. Kernstück der in Zusammenarbeit mit Zulieferer LuK entwickelten Multitronic ist die so genannte Laschenkette, die zwei kegelförmige Scheibensätze miteinander verbindet, was eine stufenlos wechselnde Übersetzung ermöglicht.

Die ölgekühlte Lamellenkupplung sorgt für sanftes Anfahren, gegen Zurückrollen hilft eine automatische Haltefunktion der Bremse. Eine Kriechfunktion, die die Kupplung leicht einrückt, ermöglicht ruckfreies Rangieren. Gewöhnungsbedürftig bleibt lediglich das im Gegensatz zum Handschaltgetriebe entkoppelte Verhältnis zwischen Drehzahl und Geschwindigkeit, etwa das Absinken der Drehzahl bei konstanter Fahrt mit wenig Gas.

Das bei stufenlosen Getrieben einst störende Jaulen wegen konstant gehaltener Drehzahl beim vollen Beschleunigen ist hingegen passé, da die Elektronik die Drehzahl variiert. Wer will, kann auch bei der Multitronic von Hand eingreifen: Sieben künstlich generierte Stufen lassen sich – wie bei der Wandlerautomatik mit Tiptronic-Funktion – mittels Schalthebel oder aufpreispflichtigen Schaltwippen am Lenkrad anwählen.

Im Sportmodus spielt die Multitronic dann überzeugend Siebenstufenautomatik, wechselt zackig zwischen den Stufen hin und her, lässt den 2,4- Liter bei Bedarf jenseits von 6000/min stürmen. Entspannter und ökonomischer läuft es im Normalmodus. Hier bevorzugt die Multitronic niedrige Drehzahlen, meistert sogar verzwickte Situationen wie Spitzkehren oder Wechselkurven ohne Hektik, kooperiert überzeugend mit dem kultivierten 2,4-Liter.

Und die Handschaltung? Obwohl sie leichtgängig und exakt arbeitet, punktet sie vor allem mit ihrem Minderpreis von 2150 Euro. Selbst der Fahrspaßvorteil hält sich in Grenzen, da der Motor ohnehin lastwechselmindernd-zögerlich auf Gaspedalbefehle reagiert. Und spätestens im Stop-and-go-Verkehr dürfte die Multitronic dann auch den hartgesottensten Schaltfan geknackt haben.

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