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ZF vereint Automatik und Start-Stopp

Getriebespezialist ZF präsentiert den hydraulischen Impulsspeicher HIS, der eine Start-Stopp-Funktion in Verbindung mit einem Automatikgetriebe möglich macht.

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Start-Stopp-Systeme helfen beim Spritsparen, indem sie den Verbrennungsmotor im Stillstand ohne Zutun des Fahrers abschalten und beim Anfahren automatisch wieder starten. Die meisten Modelle mit dieser Technik hat derzeit BMW im Programm.

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Bisher kommen allerdings nur Autos mit Vierzylinder und Schaltgetriebe in den Genuss der automatischen Auszeit, denn Automatikgetriebe sind ohne weitere Maßnahmen nicht startstoppfähig. Das Problem: Wenn der Verbrennungsmotor steht, wird die Ölpumpe im Automatikgetriebe nicht angetrieben, das Getriebe ist drucklos. Damit fehlt der nötige Öldruck, um die Schaltelemente im Getriebe - Kupplungen und Bremsen - zu aktivieren. Anfahren in diesem Zustand ist unmöglich, da der Kraftfluss vom Motor zu den Antriebsrädern unterbrochen ist. Mit Anspringen des Motors arbeitet zwar auch die Ölpumpe sofort wieder, doch während der Starter den Verbrenner bereits nach rund 350 Millisekunden auf seine Leerlaufdrehzahl katapultiert, steht der volle Öldruck im Getriebe - und damit die Anfahrbereitschaft - erst nach einer mehr als doppelt so langen Zeitspanne an.

Das akzeptiert kein Kunde. Denn bevor sich der Druck von rund sechs bar aufbauen kann, müssen die Schaltelemente zuerst mit einem gewissen Ölvolumen gefüllt werden. Ein Weg aus dem Dilemma wäre, die Ölpumpe vom Motor unabhängig per Elektromotor anzutreiben. Das erfordert jedoch einen hohen Aufwand zur Geräuschisolierung, da im Stillstand ja kein Motorgeräusch das Rauschen der Pumpe maskiert. Außerdem belastet der erforderliche Strom die Batterie. Zulieferer und Getriebehersteller ZF hat jetzt für die neue Achtgang-Automatik 8HP ein System entwickelt, das den Druckaufbau beschleunigt und damit die Anfahrbereitschaft des Automatikgetriebes in der gleichen Zeit garantiert, die der Verbrennungsmotor zum Hochlaufen benötigt.

Bei Modellen mit Start-Stopp-System ist dieser so genannte hydraulische Impulsspeicher HIS an den Ölkreislauf des Getriebes angeschlossen. Das zylindrische Bauteil liegt quer hinter der hydraulischen Steuerung an der Getriebeunterseite und beansprucht so keinen zusätzlichen Bauraum in der Fahrzeugstruktur. Der HIS arbeitet nach dem Prinzip eines Federspeichers und benötigt in den Stopp-Phasen des Verbrennungsmotors nur wenig elektrische Energie. Mit diesem vergleichsweise einfachen System wird der Druckaufbau im Getriebe deutlich beschleunigt; man kann ohne Verzögerung losfahren, sobald der Verbrennungsmotor läuft. Die Start-Stopp-Funktion soll den Verbrauch im EU-Zyklus um weitere fünf Prozent senken.

Autor: Hermann-Josef Stappen
zeroarch | 24.01.2010, 18:08 Uhr

Start-Stopp Automatik im Toyota Prius seit geschlagene 12 Jahren. Hat wahrscheinlich noch nicht herumgesprochen.
Ach ja, beim Lexus Hybrid auch.

Doc | 20.12.2008, 15:11 Uhr

Das ist ja echt mal eine super Erfindung...

ächt jätzt

Rabea Fluss | 20.12.2008, 14:16 Uhr

Es handelt sich hier um eine Auftagsentwicklung die BMW an ZF vergeben hat. Das System wird abhängig von den jeweiligen Vertragsbedingungen von ZF entwickelt, wobei hier um die Kosten im Griff zu behalten, Teile aus den ZF-Programm verwendet werden. Das einsatzfähige System wird dann in der Regel für eine gewisse Zeit exklusiv von z. B. BMW verwendet und kann danach von ZF auch anderen Herstellern, teilweise in adaptierter Form angeboten werden.

sjef | 19.12.2008, 16:07 Uhr

Ich fahre schon Jahre start/stopp mit ein Pontiac Automatik Getriebe.
Einfach schluessel drehen, und das schon 3 Jahre oder mehr.
Sogar waehrend die fahrt, spart zusammen mit ruhige fahrstil etwa
25 % gegenueber gleiche Pontiac 3,8 Ltr 5 Gang automaten.
Fortwaehrend auf Tempomat, 2000 U/Min bei 110 KM/St
Immer 9 liter auf 100 Km, wer macht es besser ?
Bisschen Risiko gut aupassen, ohne Lenkungsunterstuetzung !
Rasen ist noch gefaehrlicher so bermerke Ich an das zwecklose
ueberhohlen um als erste an der rote Ampel zu kommen.

dd | 19.12.2008, 10:50 Uhr

Das ist so nicht richtig. Es handelt sich nicht um eine Gemeinschaftsentwicklung mit BMW. Das einzige, was BMW macht, ist Testwagen zur Verfügung zu stellen.
Außerdem werden die Wahlhebel und andere Bedienteile bisher weder von ZF, noch von BMW hergestellt, sondern von anderen Zulieferern.

Ob BWM anderen Herstellern meilenweit voraus ist, kann man so nicht beurteilen.
Andere Hersteller haben einfach andere Interessen. BMW hat ja nicht ein Alleinstellungsrecht auf die Produkte von ZF. Wenn ein anderer PKW-Hersteller diese haben will, dann ist das auch möglich!

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