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Gute Besserung

Nach der letztjährigen Blamage schraubt sich ATU 2005 an das Niveau der Vertragswerkstätten heran. Eine Filiale erzielt sogar ein „Sehr empfehlenswert“.

24.10.2005 Jörn Thomas

Auto-Teile Ungern: Beim ersten Werkstätten-Test der Schrauber- Kette im Jahr 2004 mit einem Nissan Micra lieferten die vier geprüften Betriebe ein miserables Ergebnis ab. Arbeitsleistung und Service auf niedrigstem Niveau, die Preise dafür jedoch durchaus auf Höhe vergleichbarer Vertragswerkstätten. Angesichts einer Erfüllungsquote von indiskutablen 48 Prozent bei der Inspektionsleistung, unfreundlichen Personals und zeitraubenden Annahme-Prozederes: nicht empfehlenswert. So mussten die Kunden zum Teil mehrfach zwischen Kassentresen und Werkststatt hin- und herpendeln. Logisch, dass Werner Aichinger, Vorsitzender der ATU-Geschäftsführung, damals Besserung gelobte und versprach, „diesen Werkstätten-Test zum Anlass zu nehmen, Service und Qualität weiter zu verbessern“.

Das hat geklappt: Beim diesjährigen Test von acht Werkstätten mit einem Peugeot 206 kann die mit fast 500 Niederlassungen expansive Kette fast zu den Vertragswerkstätten aufschließen. Mit 75 Prozent Erfolgsquote kommt ATU den Peugeot-Spezialisten, die gute 81 Prozent erreichen (siehe Heft 19/2005), schon nahe. Beim Preis hält man dafür Abstand. Die teuerste ATU-Inspektion rangiert noch unter der günstigsten bei Peugeot. Das beginnt schon beim Arbeitslohn, der bei ATU je nach vorgeschriebenem Paket abhängig von Alter und Kilometerleistung 79,50 beziehungsweise 95 Euro beträgt. Hinzu kommt inspektionsbezogenes Material wie Motoröl, Filter sowie Auffüllmengen von Servo-Öl, Wischerblätter plus Kleinteile.

Die Werkstätten im Test verlangen für die Inspektion am Peugeot 206 zwischen 125,40 und 208,90 Euro. Dabei liefert die günstigste Filiale, ATU Saarlouis, sogar das beste Ergebnis ab. Ob es an der hohen Peugeot- Dichte im Grenzgebiet zu Frankreich liegt? Fakt ist jedenfalls, dass hier alle präparierten Mängel gefunden und behoben wurden. Nur ein kleiner Schönheitsfehler trübt die makellose Bilanz in Saarlouis: Zwar korrigiert man den zu niedrigen Ölstand im Ausgleichsbehälter der Servolenkung, versäumt es jedoch, den Kunden auf den ölfeuchten Anschluss und damit einen erneut drohenden Verlust hinzuweisen. Denn wenn keine Ursache für den Flüssigkeitsverlust erkennbar ist, sollte der Kunde den Servoölstand genau im Auge behalten.

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