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Infotainment im VW Golf

VW Golf kann jetzt auch online

Seitenansicht, VW Golf Foto: Beate Jeske 11 Bilder

Online-Dienste, Telefon, HiFi: Ein halbes Jahr nach Produktionsstart erweitert VW das Infotainment-Angebot für den Golf. Wir haben die neuen Funktionen getestet.

22.08.2013 Dirk Gulde

Oh, oh, das sieht aber gar nicht gut aus: Vom Stuttgarter Hauptbahnhof staut es sich über fünf Kilometer bis raus nach Zuffenhausen. Nur zwischen Wolfram- und Presselstraße läuft es auf ein paar Metern einigermaßen flüssig. Zum Glück gibt es noch andere Möglichkeiten, aus der Stadt zu kommen, und zum Glück wissen wir exakt, wo es gerade klemmt. Wir sitzen nämlich im VW Golf GTI, mit dessen Marktstart VW neue Dienste wie die Online-Verkehrsinformationen einführt.

Über eine Mobilfunk-Verbindung empfängt der Test-Golf binnen Minuten präzise Staunachrichten und berücksichtigt im Gegensatz zum bisherigen TMC-Dienst auch viele innerstädtische Strecken. Je nach Verkehr wird die Straßenauslastung in verschiedenen Farben von Grün (freie Fahrt) bis Rot (Stau) angezeigt und in die Routenberechnung integriert.

Seinen Internetanschluss nutzt der Golf noch für weitere, Car-Net genannte Dienste: Über die Google-Sonderzielsuche lässt sich nach Restaurants, Sehenswürdigkeiten oder Geschäften fahnden, die nicht auf der internen Festplatte gespeichert sind. Google-Earth ersetzt die Navigationskarte durch realistische Satellitenbilder, und wer sich schon vor Fahrtantritt ein Bild vom Zielort machen will, düst virtuell per Google Streetview durch dessen Straßen. Nach GTI und GTD kommen im Laufe des Jahres sämtliche VW Golf-Varianten in den Genuss der Car-Net-Option. Auf die Integration sozialer Netzwerke hat VW zum Start jedoch noch verzichtet.

Hohes Preisniveau

Wie bei Konzernbruder Audi A3, mit dem sich der VW Golf die wesentliche Hardware teilt, ist das System modular aufgebaut, weswegen ab 2014 weitere Dienste wie Facebook und Twitter, aber auch Nachrichten- und Wetterportale hinzukommen. Selbst das Öffnen oder Schließen der Türen per Handy-Fernsteuerung ist bereits vorgesehen.

Günstig ist das Ganze jedoch nicht: Neben der Car-Net-Option (101 Euro) bedarf es der Navigation Discover Pro (2.315 Euro) und der Telefonvorbereitung Premium (470 Euro). Die Abrechnung des Datenverkehrs geht wahlweise über ein per Bluetooth gekoppeltes Handy oder eine separate SIM-Karte.

Die Edel-Telefonvorbereitung lohnt sich übrigens nicht nur für Online-Freaks: Dank zusätzlicher Außenantenne sorgte sie im Test selbst bei hohem Autobahntempo für stabile Empfangsbedingungen und nur wenig Gesprächsabbrüche. Ein digitaler Signalprozessor peppt zudem die Sprachqualität auf und filtert Umgebungsgeräusche heraus.

VW Golf mit bassgewaltigem Soundsystem

Ein Signalprozessor kommt auch beim 660 Euro teuren Soundsystem Dynaudio Excite im VW Golf zum Einsatz. Sein 400 Watt starker Zehnkanal-Verstärker begeistert Musik-Fans mit gewaltigen Dynamik-Reserven und wuchtigen Bässen, wo Standardlautsprecher sonst nur noch Scheppergeräusche produzieren. Der vorlaute Mitteltonbereich will allerdings per Klangregler-Eingriff entschärft werden. Doch selbst bei abgesenkten Mitten ließen sich nicht sämtliche tonalen Verfärbungen lindern, weswegen das Dynaudio-System bei kritischem Musikmaterial wie datenreduzierten MP3-Songs mit prägnantem Stimmbereich schon mal anstrengend klingen kann. Dass es in der Kompaktklasse besser geht, zeigen die Bang&Olufsen-Anlage im Audi A3 oder das Canton-System im Skoda Octavia.

Fazit

Mit nützlichen Online-Funktionen und der empfangsstarken Premium-Handyvorbereitung schließt das VW-Infotainment zu den besten Systemen am Markt auf. Dem bassstarken Dynaudio-Soundsystem fehlt es hingegen noch etwas an Feinabstimmung.

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