Das Duell geht weiter: Dieses Mal sind die inneren, elektronischen Werte der beiden Erzrivalen dran. Opel Astra und VW Golf streiten sich um die Kompaktklassen-Krone bei den Infotainmentsystemen.
Autoradio, wie haste dir verändert: Früher ein simples DIN-Schacht-Füllsel mit UKW-Antenne und Kassettenschacht, tobt jetzt sogar in der Kompaktklasse eine High-Tech-Schlacht. Im neuen Opel Astra signalisiert schon beim Hingucken die Tasten-Armada des DVD 800 auf der Mittelkonsole den Technik-Anspruch. Ohne Lenkradbedienung sind es 25 Knöpfe und damit elf mehr als beim VW Golf, der sich mit einem zusätzlichen Touchscreen behilft.

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Das größte Golf-System feuert aus allen Multimedia-Rohren
So zeigen sich zwei unterschiedliche Bediencharaktere: Der VW Golf überzeugt mit intuitiver Menülogik, der Opel Astra mit höherer Bedienschnelligkeit - vor allem während der Fahrt. Hier sind Touchscreen-Systeme von Natur aus im Nachteil gegenüber festen Knöpfen. Leider verspielt der Opel durch seine verschachtelte Menülogik und die nur im Telefonmodus funktionierende Sprachsteuerung den Kapitelsieg. Im Golf versteht das System dagegen sogar Befehle wie: "Sender SWR 3". Auch sonst schießt das größte Golf-System RNS 510 aus allen Multimedia-Rohren: 30-Gigabyte-Festplatte, DVD-Videolaufwerk und Speicherkartenleser hat er der Astra-Einheit voraus. Er speichert neben den Navigationsdaten tausende Lieder auf der Festplatte, spielt problemlos Videofilme ab und dockt sogar einen optionalen digital-analogen Fernsehtuner an.
Opel liefert ohne Aufpreis einen USB-Anschluss
Im Astra werden die Navigationskartendaten dagegen auf einem zwei Gigabyte großen internen Speicherchip abgelegt, und er versteht (gegen Aufpreis) die Signale des digitalen Radiosystems. Auch bei der Steuerung von externen Musikabspielern gehen die beiden Rivalen getrennte Wege: Opel liefert ohne Aufpreis einen USB-Anschluss mit dem DVD 800 mit. Dieser akzeptiert viele mobile Player, auch von Apple, doch gerade iPhone-Nutzer müssen darben. Im Golf sind 325 Euro Aufpreis für die Multimedia-Schnittstelle fällig, die aber dafür auch die digitale Sprache des Kult-Telefons versteht.
Immerhin sind sich die beiden beim Telefon fast einig
Es gibt eine große Bluetooth-Einheit, die neben dem reinen Freisprechmodus die Möglichkeit bietet, das Handy als SIM-Kartenleser zu nutzen (r-SAP-Profil) und über ein im Auto integriertes Telefonsystem zu kommunizieren. Der Golf spielt via Bluetooth sogar im Handy gespeicherte Musik ab (A2DP-Profil). Und er empfängt schwierige und weit entfernte Sender talentierter. Der Astra zickt bei diesen oft durch übertriebene Höhenabsenkung und kräftige Verzerrungen. Schade, denn seine Lautsprechersysteme - sowohl Basis wie Infinity - klingen dynamisch, füllig und räumlich einfach besser als die des Golf. Bei dessen Dynaudio-Soundanlage vergällt der höhen- und seitenlastige (im Gegensatz zum Astra kein Centerspeaker) Klang die sehr hohe Basisqualität der Lautsprecher.
Das Opel-System ist weitaus günstiger
Das Navigationskapitel meldet dagegen ein Remis: Beide finden meist passende Routen und führen verständlich. Während das System im Astra schneller rechnet, zeigt es im Golf Routenhinweise auch im Instrumententräger. Nicht nur deshalb gewinnt der VW die Eigenschaftswertung. Doch der Obolus dafür ist zu hoch: 2.625 Euro und damit mehr als das Doppelte des Opel-Systems werden sich nicht viele Käufer leisten - egal, wie gut das RNS 510 ist.
| Opel Astra | VW Golf | |
|---|---|---|
| Art / Preis Navigations-Radio | DVD 800, 1.300 Euro | RNS 510, 2.625 Euro |
| Ausstattung Navigations-Radio | 7-Zoll-Bildschirm, DVD-Laufwerk, USB-Schnittstelle, Sprachsteuerung (nur Telefon), Reiseführer (Merian) | 7-Zoll-Bildschirm, DVD-Video-Laufwerk, SD-Schacht, Touchscreen, 30-GB-Festplatte, Sprachsteuerung |
| Verkehrsinfos | RDS-TMC | RDS-TMC |
| Kartenmaterial | Europa Navteq | Europa Navteq |
| Art / Preis Audio-Schnittstellen | USB integriert | Multimedia, 325 Euro |
| Art / Preis Soundsystem | Infinity, 580 Euro | Dynaudio, 550 Euro |
| Art / Preis Telefon | Bluetooth, 500 Euro | Premium (Bluetooth), 450 Euro |
| Testergebnis | ||
| Bedienschnelligkeit | sehr gut | gut |
| Menülogik | gut | sehr gut |
| optische Darstellung / Ablenkung | gut | sehr gut |
| Sprachbedienung | befriedigend | gut |
| Bewertung Bedienung | gut | sehr gut |
| Ausstattung | gut | sehr gut |
| Medien-Kompatibilität | gut | sehr gut |
| Video/TV | mangelhaft | sehr gut |
| Klang CD/DVD/MP3 | sehr gut | gut |
| Digitalradio | sehr gut | mangelhaft |
| Telefon | sehr gut | sehr gut |
| Klang Soundsystem | sehr gut | gut |
| Bewertung moderne Medien | gut | gut |
| Ausstattung Radio | sehr gut | gut |
| Empfang Radio | gut | überragend |
| Klang Radio | gut | sehr gut |
| Bewertung Radio | gut | sehr gut |
| Navigations-Ausstattung | gut | gut |
| Berechnungszeit | sehr gut | gut |
| Optische Führung | gut | sehr gut |
| Akustische Führung | sehr gut | sehr gut |
| Routenwahl/Stauumfahrung | gut | gut |
| Bewertung Navigation | gut | gut |
| Eigenschaftswertung | gut | sehr gut |
| Kosten *) | befriedigend | mangelhaft |
| ams-Urteil | Empfehlenswert | Empfehlenswert |
| *) werden doppelt gewertet |
Wie fast überall, wird auch hier wieder mal, na klar, wahnsinnig übertrieben.
Man fragt sich wirklich, wie man vor 20, 30 Jahren (und da hatte man ja auch schon Strom in der Wohnung) überhaupt zurechtgekommen ist. Scherz!
Für Technikfreaks mit Jahresfahrleistungen von 50.000 KM und mehr, die ständig in fremden Städten herumgurken ist sowas natürlich hilfreich (geht als Mobillösung natürlich erheblich preiswerter) aber für die meisten Normalfahrer, die 10.000 KM oder weniger im Jahr fahren, sind diese High-Tech-Features doch eher uninteressant. Und ob jetzt Tausende Songs auf eine Festplatte gespeichert werden können, ist doch eigentlich sowas von egal. Ich wage mal zu behaupten, dass soviel wirklich gute Songs überhaupt nicht am Markt verfügbar sind (;-)
Egal, manchmal denkt man schon nostalgisch an die "alte Zeit": Ein einfaches Radio, nun gut vielleicht sogar mit Cassette und nach Studium der Landkarte an einem sonnigen Maitag rauf auf eine schön freie (!) BAB oder Landstraße...
Sollte vielleicht auch mal erwähnt werden , dass der Astra in seiner klasse Masstäbe setzt und den Golf längst überholt hat.Der Golf ist wie ein paar weiße Socken ...Langweilig und das wird er auch ewig bleiben .
Johnson Controls setzt neue Interieur-Maßstäbe in der Kompaktklasse
Traumnote für die reaktive Kopfstütze im neuen Opel Astra
Burscheid (ots) - Ohne Zweifel hat der Opel Astra das Potenzial, im Segment der Kompaktklasse eine Spitzenposition zu erreichen. Erste Kommentare von Experten unterstreichen dies: So bewerteten die unabhängige Prüforganisation Euro NCAP und der Allgemeine Deutsche Automobilclub e.V. (ADAC) die reaktive Kopfstütze - sie reduziert im Crashfall das Risiko eines Schleudertraumas - mit dem höchsten bisher vergebenen Wert. Und Autotester loben den gelungenen Innenraum. Wie aus einem Guss wirken Materialien, Ausstattung und somit die Anmutung des Interieurs. Pfiffig platzierte und gestaltete Ablagefächer und ein neu entwickeltes Schubfach unter dem Beifahrersitz sorgen für einen aufgeräumten Innenraum. Johnson Controls hat mit der reaktiven Kopfstütze, den Sitzen, der Instrumententafel, den Displays, der Mittelkonsole, der Türverkleidung, dem Dachhimmel und den Batterien in diesem Fahrzeugsegment seine Kompetenz eingebracht.
Ich würde bdoch mal behaupten dass hier der Opel Astra mit dem Infiniti Soundsystem klar die Nase vorn hat ...Wer kennst schon Dynaudio...Billigprodukt von Violkswagen oder was ?
Ich weiss nicht, wie hier getestet wurde. Aber mein iPhone 3GS läuft im neuen Astra 1.6 Turbo mit dem DVD-Navi 800 problemlos. Steuerung und Titelanzeige funktioniert, lässt sich auch gut durchsuchen. Bitte gründlicher testen!
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