Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Kombiinstrumente mit Bildschirmtechnik

Von der Tachonadel zum Flachbildschirm

Digitale Instrumente, Audi TT Foto: Audi 8 Bilder

Ausschließlich analoge Anzeigen im Kombi-Instrument – das war einmal. Zahlreiche Hersteller installieren bereits konfigurierbare Bildschirmanzeigen als Infozentrale im Auto. Wir zeigen Ihnen die neuesten Displays und verraten, wie die Entwicklung weitergeht.

22.03.2014 Stefan Cerchez, Fabian Hoberg Powered by

Der Einzug der Display-Technik ins Auto-Cockpit hat die Optik der Armaturentafel nachhaltig verändert. Heutige Kombi-Instrumente vereinen die Anzeige von Fahr- und Infotainmentdaten und bieten zusätzlich den Charme verschiedener Grafikoptionen. Weitere Vorteile: Die neue Anzeigetechnik gibt Entwicklern und Designern mehr Freiheiten bei der Gestaltung und mehr Platz für die Darstellung. Wichtige Informationen wie Tempolimits, Kartenausschnitte oder Abbiegepfeile werden gezielt hervorgehoben, sodass der Fahrer sie möglichst schnell erkennen kann.

Audi TT-Fahrer kann zwischen zwei Optiken wählen

Jüngstes Beispiel ist das Kombi-Instrument des neuen Audi TT, der noch in diesem Jahr zu den Händlern kommt. Hier kann der Fahrer zwischen zwei Optiken wählen: Bei der klassischen Ansicht dominieren Drehzahlmesser und Tacho. In der Ansicht „Infotainment“ schieben Navi-Karte, Musik-Playlist oder E-Mails die Rundinstrumente zur Seite.

Auch andere Hersteller setzen auf Displays als Kombi-Instrument. So beispielsweise BMW (BMW 7er, 5er) oder Mercedes, wo in der neuen S-Klasse gleich zwei große Bildschirme Dienst tun. Die optionalen Digitalinstrumente im Volvo V40 stellen innerhalb des vorgegebenen Layouts mit zentralem Rundinstrument drei verschiedene Anzeigevarianten dar (Eco, Performance, Elegance).

Eine Variante, die künftig noch öfter auftauchen wird, weiß Frank Weidner, Software-Gruppenleiter bei Bosch Car Multimedia: „Bei der Darstellung von Fahrdaten wird zunehmend eine Auswahl vordefinierter Einstellungen wie Sport, Economy und Komfort ermöglicht. So lassen sich auch Fahrerassistenzsysteme besser inszenieren.“ Denn deren Funktion bleibt für die Kunden, die dafür hohe Aufpreise bezahlen, bislang meist im Verborgenen.

3-D-Darstellung für die Serie

Das Unternehmen hat zudem eine 3-D-Darstellung zur Serienreife entwickelt, bei der in den Navi-Karten Gebäude plastischer dargestellt und Infos in mehreren Ebenen nach Wichtigkeit sortiert werden. „Dreidimensionale Anzeigen, die eine räumliche Wahrnehmung ermöglichen, werden schon vom kommenden Jahr an in Serienfahrzeugen zu finden sein“, sagt Weidner.

Ein weiterer Trend sei die Verwendung hoch auflösender Displays, die aus dem Tablet- und Smartphone-Bereich bekannt sind. Diese stellen hohe Anforderungen an die verwendete Hard- und Software: „Bereits heute können hochwertige Kombi-Instrumente bis zu 1 GB Flash- und 1 GB Arbeitsspeicher haben. Die Grafikleistung künftiger Generationen wird der aktueller Tablet-Computer entsprechen“, skizziert Weidner die weitere Entwicklung.

Geht es nach Zulieferer Continental, bieten Cockpit-Displays künftig noch mehr. Dort arbeitet man derzeit am Thema „ganzheitliche Bedienung“. Dazu gehören Innenraumkameras, die permanent die Blickrichtung des Fahrers erfassen und es so ermöglichen, dass seine Aufmerksamkeit gezielt dorthin gelenkt wird, wo sie erforderlich ist. 2015 soll diese Technik marktreif sein.

Hersteller Kia forscht dagegen in Richtung Gestensteuerung: Durch Winken vor einem Kameraauge soll der Fahrer in künftigen Modellen beispielsweise das Musikprogramm ändern können.

Menüsteuerung per Augenkontakt

Der französische Zulieferer Valeo will in Zukunft sogar die Menüsteuerung per Augenkontakt ermöglichen: Blickt der Fahrer länger auf einen bestimmten Punkt in seinem Sichtbereich, ändert sich die Anzeige oder weitere Infos kommen zum Vorschein. Laut Valeo ist das Verfahren bereits marktreif und soll nächstes Jahr in den ersten Autos zu finden sein. Noch einfacher wird es, wenn das Fahrzeug über ein Head-up-Display verfügt und der Fahrer seine Augen nicht mehr von der Fahrbahn abwenden muss. Dann sind analoge Anzeigen endgültig von gestern.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige